Italienische Tomatensuppe mit Basilikum Recipe
Diese italienische Tomatensuppe ist dick, duftend und sehr einfach. Sie basiert auf reifen Tomaten, Olivenöl und frischem Basilikum – ganz ohne Sahne und überflüssige Zusätze. Ein bisschen wie eine Mischung aus deutscher Tomatensuppe und italienischer Pastasauce, nur in Löffelform. Perfekt als leichtes Mittag- oder Abendessen.
Dies ist eine Variante des italienischen Sugo di Pomodoro, das normalerweise mit Pasta serviert wird. Hier wird die Sauce etwas verdünnt und zu einer cremigen Suppe püriert, sodass man sie wie eine klassische Suppe mit Croutons löffeln kann.
Diese Tomatensuppe schmeckt wie italienischer Sommer in einer Schüssel – sie basiert ausschließlich auf reifen Tomaten, guter Brühe und frischem Basilikum, ganz ohne Sahne oder Bindemittel. Sie verbindet die heimelige Vertrautheit einer klassischen Tomatensuppe mit der Intensität eines italienischen Sugo und bleibt dabei leicht und frisch. Durch die schlichte Zutatenliste schmeckt man den Unterschied zwischen sommerlichen, saisonalen Tomaten und solchen aus dem Glas besonders deutlich.
Warum diese Version funktioniert
- Ein breiter Topf vergrößert die Verdampfungsfläche, sodass die Tomaten natürlich eindicken und der Geschmack sich konzentriert.
- Ein Soffritto aus Zwiebel, Möhre und Sellerie bringt Süße und Tiefe und balanciert die Säure der Tomaten aus – ganz ohne Sahne.
- Das Pürieren mit Basilikum erst abseits der Hitze erhält das frische, grüne Kräuteraroma statt eines gekochten Geschmacks.
Tipps vom Koch
Lass die Tomaten unbedingt gut einkochen – nimm dir Zeit für das Schmoren, denn in dieser Phase entsteht die Tiefe im Geschmack; der Topf sollte leise „blubbern“ und nicht heftig kochen. Püriere die Suppe erst, wenn das Gemüse wirklich weich ist und die Säure der Tomaten mit etwas Zucker oder der Süße der Karotte ausbalanciert ist. Basilikum am Ende nicht mehr mitkochen – direkt vor dem Servieren hinzufügen, damit Farbe und Aroma erhalten bleiben.
Serviervorschläge
Serviere die Suppe mit einer Scheibe knusprig gerösteter Baguette, mit Olivenöl beträufelt, oder mit Knoblauchcroutons – genau wie in kleinen, familiengeführten Osterien. Dazu passt ein Glas leichter Rotwein (z.B. Chianti) oder hausgemachte Zitronenlimonade mit Minze. Die Suppe eignet sich hervorragend als leichtes Abendessen nach der Arbeit oder als wärmende Mahlzeit nach einem langen Herbstspaziergang.
Worauf man achten sollte
- Verkürze die Einkochzeit nicht – eine zu flüssige Suppe schmeckt wie ein wässriges Passata, nicht wie ein cremiger Tomatenkrem.
- Püriere kochend heiße Suppe nicht in einem geschlossenen Standmixer; warte ein paar Minuten oder benutze einen Stabmixer.
Ersatzzutaten
- Im Winter verwende 2 Dosen Pelati-Tomaten statt frischer, idealerweise ohne zugesetzte Säureregulatoren.
- Einen Teil des Basilikums kannst du durch Oregano oder Petersilie ersetzen, aber füge für den charakteristischen Geschmack zumindest ein paar Basilikumblätter hinzu.
- Hühnerbrühe lässt sich bei einer vegetarischen Variante einfach durch Gemüsebrühe ersetzen.
Zutaten
- reife frische Tomaten oder 2 Dosen gehackte Tomaten - 800 g
- Gemüse- oder Hühnerbrühe - 700 ml
- Zwiebel mittelgroß - 1 Stück
- Karotte klein - 1 Stück
- Stangensellerie optional, sorgt für mehr Tiefe im Geschmack - 1 Stängel
- Knoblauch - 2 Zehen
- Olivenöl - 3 Esslöffel
- Zucker zum Ausbalancieren der Säure - 0.5 Teelöffel
- frisches Basilikum Blätter - 1 Handvoll
- Salz nach Geschmack
- frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
- Croutons oder Baguette zum Servieren, optional
Zubereitung
- Wenn du frische Tomaten verwendest, diese auf der Unterseite kreuzweise einritzen, 1–2 Minuten mit kochendem Wasser übergießen, dann in kaltes Wasser legen. Häuten, harte Strünke entfernen und in Stücke schneiden.
- Zwiebel, Karotte und Stangensellerie schälen (Sellerie nur waschen) und in kleine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und hacken.
- In einem großen Topf das Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel, Karotte und Sellerie zugeben. 5–7 Minuten unter häufigem Rühren anschwitzen, bis das Gemüse weich und leicht glasig ist, aber nicht bräunt.
- Knoblauch hinzufügen und etwa 30 Sekunden mitbraten, bis er intensiv duftet.
- Die geschnittenen Tomaten (oder Dosentomaten) sowie die Brühe zugeben. Zucker, eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen und umrühren.
- Die Suppe zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 20–25 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse sehr weich ist und die Tomaten zerfallen sind.
- Den Topf vom Herd nehmen. Basilikumblätter hinzufügen (einige für die Deko zurückbehalten). Die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren. Wenn du keinen Mixer hast, kannst du die Suppe durch ein Sieb streichen, was jedoch mehr Zeit braucht.
- Die Suppe abschmecken und mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Zucker nachwürzen, falls sie zu sauer ist.
- Heiß servieren, mit etwas Olivenöl beträufelt und mit Basilikumblättern garniert. Nach Wunsch Croutons oder eine Scheibe geröstete Baguette dazugeben.
Aufbewahrung
Die Suppe vollständig abkühlen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren. Sie hält sich 3–4 Tage und lässt sich gut in einem Topf oder in der Mikrowelle aufwärmen. Sie eignet sich auch zum Einfrieren – vor dem Servieren nach dem Auftauen nochmals kurz aufkochen.
Am häufigsten koche ich sie am Sonntagabend aus den restlichen Tomaten vom Markt und nehme sie am nächsten Tag im Glas mit ins Büro – am zweiten Tag schmeckt sie sogar noch besser. Manchmal gebe ich auch eine Handvoll gekochte Nudeln dazu, wenn sonst nichts mehr im Kühlschrank ist.