Deutscher Rinderbraten mit Bratensoße Recipe

Rinderbraten ist ein klassischer deutscher Schmorbraten aus Rindfleisch, der im Ofen mit Gemüse und dunkler Soße gegart wird. In vielen Haushalten steht er sonntags oder zu Festessen auf dem Tisch, wenn sich die ganze Familie versammelt. Er schmeckt ein wenig wie eine Mischung aus polnischem Braten und Gulasch, aber die Soße ist konzentrierter und stark gemüsebetont.

Rinderbraten ist eines der klassischen Sonntagsbraten-Gerichte in Deutschland und wird oft mit Klößen und Rotkohl serviert. In vielen Haushalten bereitet man ein größeres Stück Fleisch zu, damit die Reste am nächsten Tag für belegte Brote oder als Basis für eine weitere Sauce verwendet werden können.

Rinderbraten ist das Herzstück des deutschen Sonntagsessens – ein großer Rinderbraten, der langsam im Ofen mit Gemüse und Wein schmort und eine dichte, kräftig herzhafte Soße bildet. Im Vergleich zu polnischem Braten ist die Soße hier konzentrierter, gemüsiger und seidig, weil sie zusammen mit Möhre, Sellerie und Zwiebel püriert wird. Ein Gericht, das man im ganzen Haus riecht – der Duft von geschmortem Rindfleisch und Kräutern zieht stundenlang durch die Räume und schafft die Atmosphäre eines „großen“ Essens.

Warum diese Version funktioniert

  • Kräftiges Anbraten von Fleisch und Gemüse sorgt für einen tiefen Geschmack ganz ohne Brühwürfel.
  • Das Garen bei relativ niedriger Temperatur macht auch einen großen Braten besonders zart und saftig.
  • Püriertes Gemüse bindet die Sauce auf natürliche Weise, sodass nur wenig Mehl nötig ist.
  • Die Ruhezeit vor dem Anschneiden hält den Saft im Inneren, und die Scheiben zerfallen nicht.
Deutscher Rinderbraten mit Bratensoße

Tipps vom Koch

Kürze das scharfe Anbraten des Fleisches nicht ab – eine kräftige, dunkle Bräunung von allen Seiten ist die Grundlage für den Geschmack der Soße, ebenso wie das leichte Anrösten des Gemüses. Achte darauf, dass die Flüssigkeit etwa bis zur Hälfte der Fleischhöhe reicht, und gieße bei Bedarf nach und nach Brühe nach, statt alles auf einmal zu übergießen. Gönne dem Rindfleisch nach dem Schmoren unbedingt 10–15 Minuten Ruhe unter Folie; schneidest du es sofort an, läuft der ganze Saft auf das Brett statt im Fleisch zu bleiben.

Serviervorschläge

Serviere den Braten mit Kartoffelklößen, Knödeln oder Püree und unbedingt mit viel Soße – genau diese Kombination findest du in deutschen Gasthäusern. Zum Trinken passt ein trockener Rotwein, idealerweise derselbe, den du für die Soße verwendet hast, oder einfach ein gut gekühltes alkoholfreies Getränk zum Familienessen. Das Gericht ist wie geschaffen für Feiertage, sonntägliche Familientreffen oder ein festliches Essen, wenn du etwas Beeindruckendes servieren möchtest, ohne in letzter Minute lange am Herd zu stehen.

Worauf man achten sollte

  • Gieße die Flüssigkeit nicht bis zum Rand über das Fleisch, sonst kocht es wie in einer Suppe statt zu schmoren.
  • Achte darauf, dass das Gemüse bräunt, aber nicht schwarz wird – angebrannte Röststoffe machen die Sauce bitter.
  • Überspringe die Ruhezeit des Fleisches nicht – schneidest du es sofort an, tritt viel Saft aus und der Braten wird trocken.
  • Wenn du mit Mehl bindest, rühre es gründlich in kaltes Wasser ein, um Klümpchen zu vermeiden.

Ersatzzutaten

  • Rotwein kannst du durch zusätzliche Brühe und 1 EL Weiß- oder Rotweinessig für die Säure ersetzen.
  • Thymian lässt sich durch Rosmarin oder eine Kräuter-der-Provence-Mischung austauschen.
  • Rinderbrühe kann durch Geflügelbrühe ersetzt werden, wenn du einen milderen Geschmack der Sauce möchtest.
  • Süß-scharfen Senf kannst du durch Dijonsenf ersetzen, nimm dann aber etwas weniger.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
150 Min
Gesamtzeit
175 Min
Portionen
6

Zutaten

  • Rindfleisch - 1.5 kg
  • Möhre - 2 Stück
  • Sellerie - 0.25 Stück
  • Zwiebel - 2 Stück
  • Knoblauch - 3 Zehe
  • Öl - 3 Esslöffel
  • Brühe - 500 ml
  • Rotwein - 150 ml
  • Senf - 1.5 Esslöffel
  • Lorbeerblatt - 2 Stück
  • Thymian - 1 Teelöffel
  • Weizenmehl - 1.5 Esslöffel
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
Hauptzutat: Rindfleisch

Zubereitung

  1. Nimm das Rindfleisch 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank, tupfe es mit Küchenpapier trocken und reibe es rundherum mit Salz, Pfeffer und Senf ein.
  2. Möhre, Sellerie und Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden, den Knoblauch mit dem Messer leicht andrücken.
  3. Eine große, schwere Pfanne oder einen Bräter mit dickem Boden mit Öl auf starker Hitze erhitzen. Das Fleisch 2–3 Minuten von jeder Seite anbraten, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist und eine braune Kruste entsteht.
  4. Das Fleisch auf einen Teller legen. Im gleichen Fett Möhre, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch 5–7 Minuten bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren anbraten, bis das Gemüse leicht bräunt.
  5. Den Wein angießen, aufkochen und 2–3 Minuten köcheln lassen, dabei mit einem Holzlöffel die am Boden haftenden Röststoffe lösen.
  6. Brühe, Lorbeerblätter und Thymian hinzufügen und das Fleisch wieder in den Topf legen. Die Flüssigkeit sollte ungefähr bis zur Hälfte der Fleischhöhe reichen; bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
  7. Den Topf mit einem Deckel abdecken und in den auf 160°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen stellen. 2–2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch sehr zart ist – beim Einstechen mit der Gabel sollte sie leicht hineingleiten.
  8. Das Fleisch alle 40 Minuten mit der Soße aus dem Topf übergießen. Wenn die Soße zu stark einkocht, etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
  9. Den fertig geschmorten Braten auf ein Brett legen und 10–15 Minuten mit Alufolie abgedeckt ruhen lassen.
  10. Die Lorbeerblätter entfernen. Gemüse und Soße mit dem Stabmixer fein pürieren oder durch ein Sieb streichen. Ist die Soße zu dünn, Mehl mit 3 Esslöffeln kaltem Wasser verrühren, in die Soße gießen, aufkochen und 3–4 Minuten unter Rühren köcheln lassen, bis sie eindickt.
  11. Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der heißen Bratensoße übergossen servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste vom Rinderbraten lassen sich 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und vorsichtig in der Soße erwärmen. Sie eignen sich auch gut zum Einfrieren; beim Aufwärmen etwas Brühe oder Wasser hinzufügen, falls die Soße zu dick geworden ist.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Am liebsten koche ich Rinderbraten, wenn ich die Familie sonntags einlade – ich bereite alles morgens vor und der Ofen übernimmt die Arbeit, während wir in Ruhe Kaffee trinken. Ich friere immer etwas von der Soße ein, denn sie rettet mir später schnelle Nudelgerichte unter der Woche.

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