Deutsche Suppe mit Käseklößchen Käseklößchensuppe Recipe
Diese zarte Suppe mit kleinen Käseklößchen ist etwas zwischen Brühe und einem cremigen Nudelgericht. In Deutschland werden ähnliche Käseklöße Kindern oft als mildes, sättigendes Mittagessen serviert. Sie schmecken wie eine Mischung aus einer Quark‑Pierogifüllung und weichen Gnocchi, aber in Mini‑Version und in Brühe.
Die Käseklößchensuppe ist in der deutschen Hausmannskost als eine Art Resteküche verbreitet: Sie nutzt übrig gebliebenen Quark und Fond oder Brühe, oft als Sonntags- oder Montagsessen. Sie gilt als milde Alternative zu kräftigen Fleischklößchensuppen und ist besonders bei Kindern und Menschen mit empfindlichem Magen beliebt.
Die Käseklößchensuppe ist in vielen deutschen Haushalten ein typisches mildes Mittagessen für Kinder – etwas zwischen klarer Brühe und einem zarten Mehl‑Käse‑Gericht. Die Quarkklößchen sind weich wie Mini‑Gnocchi, haben aber einen deutlich käsigen Geschmack, der mit Muskatnuss an die Alpenküche erinnert. Insgesamt ist die Suppe in der Textur leicht und gleichzeitig sehr tröstlich – ideal für kühlere Tage.
Warum diese Version funktioniert
- Ein Probeklößchen hilft, die Konsistenz der Masse zu testen und anzupassen, bevor du die ganze Portion formst.
- Die 10‑minütige Ruhezeit gibt den Semmelbröseln Zeit zum Quellen – die Klößchen werden dadurch kompakt, aber dennoch weich.
- Die kontrollierte Temperatur der Brühe (nur leichtes „Ziehen“, kein starkes Kochen) schützt die zarten Klößchen davor, zu zerfallen.
- Das gründliche Zerdrücken oder Pürieren des Quarks verhindert Klümpchen und sorgt für eine gleichmäßig lockere, flauschige Struktur der Klößchen.
Tipps vom Koch
Der Schlüssel sind die Klößchen: Die Masse muss leicht klebrig, aber formbar sein – ist sie zu weich, zerfallen die Klößchen in der Brühe. Die Suppe darf beim Garen der Klößchen nicht stark kochen, sondern nur sanft „simmern“, sonst reißen sie auf und die Brühe wird trüb. Den Quark gründlich zerdrücken oder sogar kurz mit dem Mixer pürieren, damit keine Klümpchen bleiben – so werden die Klößchen besonders fluffig.
Serviervorschläge
Ich serviere diese Suppe gern an kühlen Samstagnachmittagen, wenn alle von einem langen Spaziergang zurückkommen – eine Schüssel heißer Suppe mit Käseklößchen wirkt besser als jede Decke. Dazu passt eine Scheibe Roggenbrot mit Butter oder ein kleiner Salat aus Gewürzgurken, der die Cremigkeit der Suppe durchbricht. Für Erwachsene kann man ein Glas leichten Weißwein dazu reichen, für Kinder eine Tasse Tee mit Honig.
Worauf man achten sollte
- Gib nicht gleich zu viel zusätzliches Mehl dazu – die Klößchen werden sonst schnell hart und gummiartig; immer nur teelöffelweise nachdosieren.
- Den Topf beim Garen der Klößchen nicht luftdicht abdecken, sonst kann die Suppe plötzlich stark aufkochen und die Klößchen zerreißen.
- Zu stark kochende Brühe „zerrt“ an den Klößchen – sie reißen auf und geben Stärke in die Suppe ab.
- Die Klößchen direkt nach dem Einlegen nicht mit dem Löffel umrühren, sondern ihnen erst einen Moment Zeit geben, an der Oberfläche zu festigen.
Ersatzzutaten
- Etwa 1/3 des Quarks kannst du durch Ricotta ersetzen, dann werden die Klößchen noch zarter.
- Die Gemüsebrühe lässt sich durch Hühnerbrühe austauschen, wenn du einen kräftigeren, fleischigen Geschmack möchtest.
- Wenn du Muskatnuss nicht magst, verwende stattdessen eine Prise getrockneten Thymian oder Majoran.
- Einen Teil der Butter in der Masse kannst du durch Pflanzenöl ersetzen, wenn du Butter vermeiden möchtest.
Zutaten
- Brühe - 1200 ml
- Quark - 250 g
- Ei - 1 Stück
- Weizenmehl - 40 g
- Semmelbrösel - 20 g
- Butter - 20 g
- Möhre - 2 Stück
- Petersilienwurzel - 1 Stück
- Lauch - 0.5 Stück
- Petersiliengrün - 2 Esslöffel
- Muskatnuss - 0.5 g
- Salz - 5 g
- Pfeffer - 1 g
Zubereitung
- Möhre und Petersilienwurzel schälen und in kleine, gleichmäßige Würfel schneiden. Den Lauch gründlich waschen, eventuell vorhandenen Sand zwischen den Schichten entfernen und in dünne Halbringe schneiden, damit er in der Brühe schnell weich wird.
- Die Brühe in einen Topf geben, das geschnittene Gemüse hinzufügen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Möhren innen weich sind, die Würfel aber noch ihre Form behalten.
- Den Quark mit einer Gabel zerdrücken oder kurz pürieren, sodass keine groben Klümpchen mehr vorhanden sind. Weiche Butter, Ei, Mehl, Semmelbrösel, Salz, Pfeffer und Muskatnuss hinzufügen.
- Die Masse 2–3 Minuten mit einem Löffel oder mit der Hand verkneten, bis sie einheitlich, glatt und leicht klebrig ist. Beim Abstechen mit einem Teelöffel soll ein kleines Häufchen entstehen, das sich leicht abflacht, aber nicht zerläuft; falls nötig eine Prise Semmelbrösel oder 1 Esslöffel Milch zugeben.
- Die Schüssel mit der Käsemasse abdecken und 10 Minuten stehen lassen, damit die Semmelbrösel quellen. Danach sollte die Masse etwas fester, aber immer noch weich und gut mit dem Löffel abstechbar sein.
- Wenn das Gemüse in der Brühe weich ist, die Hitze so weit reduzieren, dass die Suppe nur noch ganz leicht am Rand „blubbert“, ohne große Kochblasen – die Oberfläche soll ruhig bleiben.
- Einen Teelöffel in der heißen Brühe anwärmen, eine kleine Portion der Käsemasse abstechen und in die Suppe gleiten lassen, sodass Klößchen in der Größe einer kleinen Walnuss entstehen. Möglichst gleich große Klößchen formen, damit sie gleichmäßig garen.
- Zuerst ein einzelnes Probeklößchen 3–4 Minuten gar ziehen lassen: Zerfällt es, noch etwas Semmelbrösel in die Masse geben. Bleibt es formstabil und ist es nach dem Aufschneiden innen weich, aber nicht mehr roh-feucht, die restlichen Klößchen formen.
- Die Klößchen bei sehr kleiner Hitze etwa 7–8 Minuten ab dem Zeitpunkt gar ziehen lassen, an dem sie an die Oberfläche steigen. Sie sollten leicht aufgehen, außen elastisch und innen weich sein; nicht mit dem Löffel umrühren, sondern den Topf nur vorsichtig hin- und herbewegen.
- Zum Schluss die Brühe probieren und die Suppe bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kräftig mit gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren, solange die Klößchen noch besonders fluffig sind.
Aufbewahrung
Die Suppe im Kühlschrank in einem geschlossenen Topf aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. Beim Aufwärmen nur sanft erhitzen, damit die Käseklößchen nicht zerfallen; falls die Suppe zu dick wird, etwas Brühe oder Wasser hinzufügen.
Oft koche ich diese Suppe unter der Woche, wenn ich nach dem Sonntagsbraten noch Brühe übrig habe – so habe ich in 30 Minuten ein ganz neues Gericht statt „aufgewärmter Brühe“. Meist bereite ich gleich die doppelte Menge Klößchen zu und friere einen Teil roh ein – perfekt für ein weiteres schnelles Mittagessen.