Deutsche Grießnockerlsuppe Recipe
Eine leichte, klare Suppe mit zarten Grießklößchen, die in Deutschland oft als Vorspeise am Sonntag oder bei Familienfeiern serviert wird. Die Nockerl sind weich, elastisch und dezent buttrig, während die Brühe wärmt und nach Gemüse duftet. Sie erinnert ein wenig an polnische Hühnersuppe, nur dass statt Nudeln kleine, fluffige Grießwolken darin schwimmen.
Grießnockerlsuppe eröffnet in Deutschland häufig das Sonntagsessen – leicht, aber durch die buttrigen Grießnockerl dennoch sättigend. Die klare Brühe mit feinem Gemüse erinnert an polnische Hühnersuppe, doch statt Nudeln schwimmen darin zarte, fluffige Klößchen mit einem Hauch Muskat. Ein Gericht, das heimelige Wohlfühlküche mit einem Hauch festlicher Eleganz verbindet, wie man sie von Familienfeiern kennt.
Tipps vom Koch
Der Schlüssel zu gelungenen Nockerln ist die Ruhezeit der Masse – diese 10–15 Minuten solltest du nicht abkürzen, da der Grieß quellen muss, sonst zerfallen die Klößchen. Während des Garens darf die Brühe nur leicht simmern; kocht sie zu stark, werden die Nockerl ausgefranst und hart. Ich teste immer zuerst ein einzelnes Klößchen – wenn es nach 10 Minuten innen glatt und weich ist, forme ich erst den Rest.
Serviervorschläge
Diese Suppe in vorgewärmten Tellern servieren und großzügig mit frischer Petersilie bestreuen – sie macht sich sehr gut auf dem Tisch, wenn du die Familie zum Sonntagsessen einlädst. Sie eignet sich auch hervorragend als leichtes, wärmendes Gericht nach einem langen Herbstspaziergang, wenn dir nicht nach schweren Saucen ist. Dazu passt ein mildes Weißwein wie Silvaner oder einfach ein Glas Wasser mit einer Scheibe Zitrone.
Zutaten
- Hühnerbrühe hausgemacht oder aus einem guten Brühwürfel - 1.5 l
- Weichweizengrieß - 80 g
- Butter weich, zimmerwarm - 40 g
- Ei Größe M - 1 Stück
- Eigelb - 1 Stück
- Möhre mittelgroß - 1 Stück
- Petersilienwurzel - 0.5 Stück
- Knollensellerie kleines Stück - 40 g
- Lauch weißer Teil - 0.25 Stück
- Petersilie gehackt - 2 Esslöffel
- Muskatnuss gerieben, optional - 0.25 Teelöffel
- Salz nach Geschmack
- Schwarzer Pfeffer frisch gemahlen, nach Geschmack
Zubereitung
- Möhre, Petersilienwurzel und Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Lauch gründlich waschen und in dünne Halbringe schneiden.
- Die Brühe in einen Topf geben, das geschnittene Gemüse (ohne Petersilie) hinzufügen, zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 10–15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich, aber nicht zerkocht ist.
- In einer Schüssel die weiche Butter mit einem Löffel oder Mixer 2–3 Minuten zu einer hellen, schaumigen Masse rühren.
- Ei und Eigelb zur Butter geben und gründlich verrühren, bis eine homogene Masse entsteht.
- Den Grieß einstreuen, Muskatnuss, eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen. Verrühren, bis eine dicke, aber noch weiche Masse entsteht. 10–15 Minuten ruhen lassen, damit der Grieß quellen kann – die Masse sollte eindicken und etwas fester werden.
- Nach dem Quellen die Konsistenz prüfen: Die Masse sollte sich mit einem Teelöffel abstechen lassen und ihre Form behalten. Ist sie zu weich, 1–2 Teelöffel Grieß hinzufügen und weitere 5 Minuten ruhen lassen.
- Die Hitze unter der Brühe reduzieren, sodass sie nur leicht „simmmert“ (kleine Bläschen, kein starkes Kochen).
- Mit zwei kleinen Teelöffeln kleine Nockerl formen, indem du mit einem Löffel eine Portion Masse abnimmst und sie mit dem zweiten Löffel vorsichtig in die Suppe schiebst. Langsam arbeiten, damit die Klößchen nicht zerfallen.
- Die Nockerl bei sehr niedriger Hitze 10–12 Minuten gar ziehen lassen. Nicht kräftig umrühren – wenn nötig, den Topf nur leicht rütteln. Die Nockerl sind fertig, wenn sie deutlich größer geworden sind und innen nicht mehr roh oder hart sind.
- Zum Schluss die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Aufbewahrung
Reste der Suppe abgekühlt im Kühlschrank aufbewahren und beim Erwärmen nur leicht simmern lassen, damit die Grießnockerl nicht zerfallen oder zäh werden. Innerhalb von 2 Tagen aufbrauchen.