Chinesische Reisnudeln mit Schweinefleisch und Chinakohl in Knoblauchsauce Recipe
Reisnudeln mit Schweinefleisch und Chinakohl sind ein schnelles Pfannengericht, inspiriert vom kantonesischen Street Food. Elastische Reisbandnudeln verbinden sich mit dünn geschnittenem, kräftig angebratenem Schweinefleisch, knackigem Chinakohl und einer kräftigen Knoblauch-Ingwer-Sauce auf Basis von Soja- und Austernsauce. Das Rezept ist für eine normale Pfanne optimiert – mit einer einfach vorgerührten Sauce und Tipps, wie weder Nudeln noch Gemüse verkocht werden.
Gerichte mit Reisnudeln und Schweinefleisch wie dieses sind in Südchina als schneller Street Food sehr beliebt und werden oft in wenigen Minuten direkt aus dem Wok serviert. In häuslichen Varianten wird verwendet, was gerade im Kühlschrank ist: Kohl, Karotten oder anderes knackiges Gemüse.
Diese Reisnudeln sind die chinesische Antwort auf ein schnelles Pfannengericht: elastische Nudeln, saftiges Schweinefleisch und knackiger Chinakohl in einer intensiven Knoblauchsoße. Die Aromen sind kräftig, aber gut ausbalanciert – salzig-umami durch Sojasoße und die leichte Süße des Gemüses. Das Gericht erinnert ein wenig an unsere Krautnudeln, aber mit asiatischem Twist und deutlich leichteren Nudeln.
Warum diese Version funktioniert
- Die Sauce wird separat in einer Schüssel angerührt, was einen reproduzierbaren Geschmack garantiert und Zeit an der Pfanne spart.
- Die Aufteilung des Kohls in weißen und grünen Teil sorgt dafür, dass die Stiele knackig bleiben, während die Blätter weich werden.
- Das Einweichen der Reisnudeln in heißem, aber nicht kochendem Wasser verhindert, dass sie beim Rühren in der Pfanne zerfallen.
Tipps vom Koch
Reisnudeln nur so lange einweichen, wie der Hersteller angibt – zu lange im Wasser und sie verwandeln sich in klebrigen Brei in der Pfanne. Das Schweinefleisch in dünne Streifen schneiden und portionsweise in sehr heißem Fett braten, damit es bräunt statt zu schmoren. Knoblauch erst hinzufügen, wenn das Fleisch fast fertig ist, sonst verbrennt er leicht und wird bitter.
Serviervorschläge
Am besten sofort nach der Zubereitung servieren, wenn die Nudeln noch elastisch und das Gemüse leicht knackig ist. Dazu passt helles Bier oder – alkoholfrei – Wasser mit Limette und Gurkenscheiben. Bei mir rettet dieses Gericht oft späte, hektische Donnerstage, wenn alle zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommen und sich jeder seine Portion direkt aus der Pfanne nimmt.
Worauf man achten sollte
- Die Reisnudeln nicht länger einweichen, als der Hersteller angibt – sonst werden sie brüchig und reißen beim Mischen in der Pfanne.
- Fleisch in mehreren Portionen anbraten; zu viel auf einmal führt dazu, dass es im eigenen Saft schmort, statt schön zu bräunen.
- Knoblauch erst gegen Ende zugeben – wird er zu dunkel, wird er bitter und dominiert die gesamte Sauce.
Ersatzzutaten
- Das Schweinefleisch kannst du durch dünn geschnittenes Hähnchenfleisch aus Keule oder Brust ersetzen und die Bratzeit um 1–2 Minuten verkürzen.
- Austernsauce lässt sich durch Hoisin-Sauce oder Sojasauce mit etwas Honig ersetzen, auch wenn der Geschmack dadurch milder wird.
- Chinakohl kann durch jungen Weißkohl oder Pak Choi ersetzt werden; beide sollten fein geschnitten werden, damit sie schnell weich werden.
Zutaten
- Reisnudeln Breite 5–10 mm - 200 g
- Schweinerücken oder Schweineschulter in dünne Streifen geschnitten - 250 g
- Chinakohl ca. 1/2 kleiner Kopf - 300 g
- Möhre in feine Stifte geschnitten - 1 Stück
- Knoblauch fein gehackt - 4 Zehen
- frischer Ingwer gerieben - 10 g
- Sojasauce - 3 Esslöffel
- Austernsauce kann durch 1 Esslöffel Sojasauce und 1/2 Teelöffel Zucker ersetzt werden - 1.5 Esslöffel
- Zucker - 0.5 Teelöffel
- Öl z.B. Rapsöl - 3 Esslöffel
- Wasser für die Sauce - 80 ml
- Schnittlauch oder Frühlingszwiebel gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
- Pfeffer - 0.25 Teelöffel
- Salz nach Geschmack, falls nötig
Zubereitung
- Reisnudeln nach Packungsanweisung mit heißem Wasser übergießen (meist 5–10 Minuten), bis sie weich, aber noch bissfest sind. Abgießen und mit kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht zusammenkleben.
- Das Schweinefleisch in dünne Streifen schneiden. Chinakohl in Streifen schneiden: den weißen Teil etwas feiner, die grünen Blätter grober. Die Möhre in feine Stifte schneiden.
- In einer kleinen Schüssel Sojasauce, Austernsauce, Zucker, Wasser und den geriebenen Ingwer verrühren.
- In einer großen Pfanne oder im Wok 2 Esslöffel Öl bei starker Hitze erhitzen. Das Schweinefleisch hinzufügen und 4–5 Minuten braten, bis es nicht mehr rosa ist und leicht bräunt.
- Möhre und den weißen Teil des Chinakohls hinzufügen. 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis das Gemüse leicht weich, aber noch knackig ist.
- Die grünen Blätter des Chinakohls und den Knoblauch hinzufügen. 1–2 Minuten braten, bis die Blätter zusammenfallen und der Knoblauch intensiv duftet, aber nicht braun wird.
- Die vorbereitete Sauce in die Pfanne gießen, umrühren und 1–2 Minuten köcheln lassen, bis sie leicht reduziert ist.
- Die abgetropften Reisnudeln hinzufügen. Alles vorsichtig, aber gründlich mit einer Zange oder zwei Löffeln vermengen, damit die Nudeln von der Sauce überzogen werden. Weitere 2–3 Minuten braten, bis alles gut erhitzt ist.
- Mit Pfeffer und bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken. Sofort servieren und mit gehacktem Schnittlauch bestreuen.
Aufbewahrung
Reste in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen in der Pfanne mit etwas Wasser oder Öl lockern und nur kurz erhitzen, damit die Reisnudeln nicht zu weich werden.
Diese Nudeln haben Ruhe in meinen Abend gebracht – seit ich weiß, dass ich in 20 Minuten ein fertiges Essen habe, bestelle ich viel seltener Take-away. Ich gebe oft Gemüsereste aus dem Kühlschrank dazu, damit nach dem Wochenende nichts verdirbt.