Chinesische gedämpfte Frühstücksbrötchen mit Gemüse und Tofu Recipe
Flaumige, gedämpfte Brötchen, gefüllt mit Gemüse und Tofu – die pflanzliche Version der beliebten chinesischen Frühstücksbrötchen. In China kauft man solche Brötchen oft an kleinen Straßenständen auf dem Weg zur Arbeit – bei dir können sie im Lunchbox landen oder bei einem entspannten Wochenendfrühstück. Sie sind weich wie ein Kissen und sättigend wie ein ordentliches Sandwich.
Baozi sind ein klassisches chinesisches Frühstück, das in Straßenständen und kleinen Imbissen verkauft und oft „im Vorbeigehen“ zusammen mit einem Becher heißem Tee gegessen wird. Die Version mit Tofu und Gemüse knüpft an Füllungen aus Regionen an, in denen leichtere, fleischlose Varianten beliebt sind, bleibt aber ganz im Geist der Straßenküche.
Diese chinesischen gedämpften Brötchen sind eine vegane Version der beliebten Baozi, die man in China auf dem Weg zur U-Bahn im Vorbeigehen kauft. Der weiche, fast schaumige Teig kontrastiert mit der aromatischen, umami-reichen Füllung aus Tofu und Gemüse – sie erinnern gleichzeitig an ein fluffiges Hefeteilchen und ein kräftiges Frühstückssandwich. Durch das Garen im Dampf sind sie leicht, aber trotzdem richtig sättigend.
Warum diese Version funktioniert
- Ein einfacher Hefeteig mit Trockenhefe ergibt fluffige, helle Brötchen ohne komplizierte Techniken.
- Das Anbraten von Tofu und Gemüse lässt überschüssige Flüssigkeit verdampfen, sodass die Füllung den Teig nicht aufweicht.
- Das zweite, kurze Gehen der geformten Brötchen sorgt dafür, dass sie nach dem Dämpfen leicht und luftig sind.
- Beim Formen bleibt die Mitte der Teigfladen etwas dicker, was ein Aufreißen der Brötchen unter dem Gewicht der Füllung verhindert.
Tipps vom Koch
Knete den Teig so lange, bis er glatt ist wie Knetmasse – das ist der Schlüssel zu perfekt flaumigen Brötchen; meist dauert das gute 8–10 Minuten Handarbeit. Achte darauf, dass das Wasser im Topf nur sanft köchelt, denn zu starke Hitze lässt die Brötchen ungleichmäßig aufgehen und sie können aufreißen. Öffne nach dem Garen den Deckel nicht sofort – lass sie 2–3 Minuten stehen, damit sie durch den plötzlichen Temperaturwechsel nicht „zusammenfallen“.
Serviervorschläge
Am besten schmecken sie frisch gedämpft, mit Sojasauce, etwas Reisessig und Chili zum Dippen. Dazu passt Jasmin-Grüntee oder schwarzer Tee einfach aus der Thermoskanne – wie in kleinen chinesischen Frühstücksbars. Sie eignen sich hervorragend für ein spätes Sonntagsfrühstück oder als warmes Element in einer Lunchbox fürs Büro.
Worauf man achten sollte
- Fülle den Teig nicht mit heißer Füllung – sie kann das Glutengerüst zerstören und die Brötchen können auseinanderfallen.
- Ein zu weicher, flüssiger Teig erschwert das Formen; bestäube bei Bedarf nur die Arbeitsfläche löffelweise mit Mehl, nicht die Teigschüssel.
- Öffne den Dämpfer während des Garens nicht, da ein plötzlicher Temperaturwechsel die Brötchen „in sich zusammenfallen“ lassen kann.
Ersatzzutaten
- Naturtofu kannst du durch Räuchertofu ersetzen, dann bekommt die Füllung einen kräftigeren, eher „fleischigen“ Geschmack.
- Chinakohl lässt sich durch fein geschnittenen Weißkohl ersetzen; verlängere dann das Anbraten um 2–3 Minuten.
- Weißen Zucker kannst du durch braunen oder Rohrzucker ersetzen, was dem Teig und der Füllung eine leichte Karamellnote verleiht.
Zutaten
- Mehl Typ 450–550 - 400 g
- Trockenhefe instant 1 Standardbeutel - 7 g
- Zucker 1 für den Teig, 1 für die Füllung - 2 Esslöffel
- warmes Wasser nicht heiß, damit die Hefe nicht abstirbt - 220 ml
- Öl 2 für den Teig, 1 für die Füllung - 3 Esslöffel
- Salz 0,5 für den Teig, 0,25 für die Füllung - 0.75 Teelöffel
- Naturtofu fest - 200 g
- Karotte mittelgroß, grob gerieben - 1 Stück
- Kohl fein gehackt - 150 g
- Schnittlauch gehackt - 15 g
- Sojasauce - 2 Esslöffel
- frischer Ingwer ca. 1 Teelöffel fein gerieben - 5 g
- Knoblauch fein gehackt - 1 Zehe
Zubereitung
- Mehl, Hefe, 1 Esslöffel Zucker und 0,5 Teelöffel Salz in eine große Schüssel geben. Vermischen.
- Warmes Wasser und 2 Esslöffel Öl hinzufügen. Den Teig mit der Hand oder der Küchenmaschine mit Knethaken 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist, leicht weich, aber nicht sehr klebrig.
- Zu einer Kugel formen, die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: Tofu mit Küchenpapier von überschüssiger Flüssigkeit befreien und mit den Händen in kleine Stücke zerbröseln.
- Karotte schälen und grob reiben. Chinakohl fein hacken, Schnittlauch schneiden.
- In einer Pfanne 1 Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Knoblauch und Ingwer zugeben und etwa 30 Sekunden anbraten, bis sie duften.
- Zerbröselten Tofu, Karotte und Kohl hinzufügen. 4–5 Minuten unter Rühren braten, bis das Gemüse leicht weich ist, aber noch bissfest.
- Sojasauce, 1 Esslöffel Zucker, 0,25 Teelöffel Salz und Schnittlauch zugeben. Vermischen und noch 1 Minute braten. Die Füllung zum Abkühlen beiseitestellen.
- Den gegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und in 12 gleich große Teile teilen.
- Jedes Stück zu einer Kugel formen und anschließend zu einem runden Fladen von etwa 10 cm Durchmesser ausrollen, dabei die Mitte etwas dicker lassen als die Ränder.
- In die Mitte jedes Fladens 1–1,5 Esslöffel Füllung geben. Die Ränder des Teigs nach oben nehmen, wie ein Säckchen zusammendrücken und gut verschließen.
- Die Brötchen mit der Naht nach unten auf Stücke Backpapier oder Kohlblätter setzen, damit sie nicht am Dämpfeinsatz festkleben.
- Die Brötchen mit einem Tuch abdecken und 15 Minuten erneut gehen lassen.
- In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und den Dämpfeinsatz (Bambus oder Metall) daraufsetzen. Die Brötchen in den Dämpfer legen, dabei Abstand lassen, da sie noch aufgehen.
- Bei mittlerer Hitze 12–15 Minuten dämpfen, ohne währenddessen den Deckel anzuheben.
- Nach dem Garen die Hitze ausschalten und 2 Minuten warten, bevor der Dämpfer geöffnet wird, damit die Brötchen nicht zusammenfallen. Warm servieren.
Aufbewahrung
Gekochte, abgekühlte Brötchen lassen sich gut einfrieren. Zum Aufwärmen direkt gefroren erneut einige Minuten über Dampf erhitzen, bis sie innen heiß und wieder weich sind.
Ich bereite diese Brötchen gern am Samstagabend zu und dämpfe sie am Sonntag nur noch kurz auf – mein Trick für ein „Frühstück aus dem Dampf“, ohne im Morgengrauen aufzustehen. Ein paar Stücke friere ich immer ein, damit sie mich unter der Woche retten, wenn ich vergesse, ein Mittagessen für die Arbeit vorzubereiten.