Yemista me kima – griechische Paprika mit Fleisch und Reis gefüllt Recipe

Yemista me kima sind griechische Paprika, gefüllt mit einer Mischung aus Hackfleisch, Reis, Tomaten und Kräutern und im eigenen Saft gebacken. Sie sind die fleischige Verwandte der vegetarischen gefüllten Gemüse, die in Griechenland im Sommer oft serviert werden. Das Gericht erinnert an polnische Kohlrouladen, nur in der Version „ohne Einrollen“ und mit intensivem Aroma von Oregano und Minze.

In Griechenland begegnet man Yemista sowohl in Tavernen als auch beim Familienessen zu Hause, oft lauwarm oder fast bei Zimmertemperatur serviert. Je nach Region wird die Füllung nur aus Gemüse und Reis zubereitet oder – wie hier – mit der Zugabe von Hackfleisch.

Yemista me kima ist die Essenz der griechischen Hausmannskost – saftige Paprika, gefüllt mit einer Fleisch-Reis-Mischung mit Tomaten, Oregano und Minze, die beim langen Schmoren den Geschmack der Soße aufnehmen. Das Gericht erinnert an Kohlrouladen, aber ohne Einrollen und mit deutlich mediterranem Charakter: viel Olivenöl, Kräuter und die leicht süße Paprika statt Kohl. Nach dem Backen wird jede Paprika zu einer eigenen, duftenden Portion, die sich auch bei größeren Familien- oder Freundesrunden bequem servieren lässt.

Warum diese Version funktioniert

  • Der Reis kommt roh in die Pfanne und wird nur kurz mit angeschwitzt, sodass er beim Backen den Geschmack von Fleisch und Tomaten aufnimmt.
  • Die Paprika werden zuerst unter Folie und anschließend offen gebacken – so werden sie innen weich und karamellisieren außen leicht.
  • Das enge Anordnen der Paprika reduziert das Verdampfen der Soße und verhindert, dass der Boden anbrennt.
  • Die bewusst saftige Füllung schützt den Reis im Ofen vor dem Austrocknen.
Yemista me kima – griechische Paprika mit Fleisch und Reis gefüllt

Tipps vom Koch

Fülle die Paprika nicht zu voll – die Füllung sollte maximal bis zu 3/4 der Höhe reichen, da der Reis noch quillt und sonst die „Hütchen“ hochdrückt oder das Gemüse aufreißt. Wenn du Langkornreis verwendest, achte darauf, dass die Füllung vor dem Backen ausreichend saftig ist, sonst kann der Reis leicht hart bleiben; im Zweifel 2–3 Esslöffel Wasser oder Tomatensaft in jede Paprika geben. Gegen Ende der Backzeit den Flüssigkeitsstand am Boden der Form kontrollieren – die Soße sollte etwas einkochen und eindicken, aber nicht komplett verdampfen, damit die Paprika nicht am Boden anbrennen.

Serviervorschläge

Am besten lauwarm servieren, wenn die Füllung Zeit hatte, sich zu setzen – ein perfektes Sonntagsessen, das du ohne Stress Gästen an einem großen Tisch servieren kannst. Dazu passen cremiger griechischer Joghurt oder Tzatziki, ein einfacher Tomaten-Gurken-Salat und eine Scheibe knuspriges Brot, um die Soße vom Boden der Form aufzutunken. Als Getränk eignet sich ein trockener, mittelkräftiger Rotwein oder gut gekühlter Rosé, der wunderbar mit der Süße der gebackenen Paprika harmoniert.

Worauf man achten sollte

  • Die Paprika nicht bis zum Rand füllen – der Reis geht beim Garen auf und könnte die „Hütchen“ anheben.
  • Zu wenig Soße am Boden führt dazu, dass die Paprika unten anbrennen, bevor der Reis weich ist.
  • Ist der Reis nach dem Backen noch hart, in jede Paprika 1 Esslöffel Wasser geben und unter Folie weiterbacken.

Ersatzzutaten

  • Gemischtes Rinder-Schweine-Hack kannst du durch reines Rinderhack oder Lammhack ersetzen – das gibt einen intensiveren „griechischen“ Geschmack.
  • Den normalen weißen Reis kannst du durch Parboiled-Reis ersetzen, musst dann aber die Backzeit um ca. 10 Minuten verlängern.
  • Frische Minze lässt sich durch 1/2 Teelöffel getrocknete Minze ersetzen, die zusammen mit dem Oregano hinzugefügt wird.
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
70 Min
Gesamtzeit
100 Min
Portionen
5

Zutaten

  • Paprika mittelgroß, verschiedene Farben - 8 Stück
  • gemischtes Hackfleisch (Rind und Schwein) - 500 g
  • Reis rundkornig oder Risotto-Reis, ungekocht - 120 g
  • Tomaten fein gehackt oder grob gerieben - 3 Stück
  • Zwiebel fein gehackt - 1 Stück
  • Knoblauch gehackt - 3 Zehe
  • Petersilie, glatt gehackt - 2 Esslöffel
  • frische Minze gehackt, optional - 1 Esslöffel
  • Tomaten aus der Dose gehackt, für die Soße - 200 g
  • Wasser für die Soße - 200 ml
  • Olivenöl - 4 Esslöffel
  • getrockneter Oregano - 1 Teelöffel
  • Salz oder nach Geschmack - 1.5 Teelöffel
  • schwarzer Pfeffer - 0.5 Teelöffel
Hauptzutat: Hackfleisch

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Paprika waschen, den oberen Teil mit Stiel wie ein „Hütchen“ abschneiden und beiseitelegen. Samen und weiße Häutchen im Inneren entfernen, dabei darauf achten, die Wände nicht zu beschädigen.
  2. In einer großen Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl erhitzen. Die gehackte Zwiebel zugeben und 3–5 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie weich und leicht glasig ist. Knoblauch hinzufügen und 1 weitere Minute braten.
  3. Das Hackfleisch zugeben, mit dem Pfannenwender zerkleinern und 6–8 Minuten braten, bis es braun ist und keine rohen Stellen mehr zu sehen sind.
  4. Reis einstreuen, frische Tomaten, Petersilie, Minze, Oregano, 1 Teelöffel Salz und die Hälfte des Pfeffers hinzufügen. 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis der Reis einen Teil des Tomatensafts aufgenommen hat. Vom Herd nehmen – die Füllung soll saftig, aber nicht flüssig sein.
  5. Die Paprika dicht an dicht in eine Auflaufform stellen, sodass sie aufrecht stehen. Mit der Füllung bis etwa zu 3/4 der Höhe füllen, die Masse mit dem Löffel leicht andrücken, aber nicht feststopfen. Jede Paprika mit dem abgeschnittenen „Hütchen“ abdecken.
  6. In einer Schüssel die Dosentomaten, Wasser, 2 Esslöffel Olivenöl, den restlichen Salz- und Pfefferanteil verrühren. Die Soße soll relativ dünnflüssig sein. Um die Paprika herum auf den Boden der Form gießen, sodass sie etwa bis zu 1/3 ihrer Höhe in der Soße stehen.
  7. Die Form mit Alufolie (mit der glänzenden Seite nach innen) fest verschließen und 45 Minuten backen – in dieser Zeit sollten die Paprika deutlich weicher werden und der Reis beim leichten Andrücken aufgequollen wirken.
  8. Nach 45 Minuten die Folie entfernen und weitere 20–25 Minuten backen, bis die Oberseiten der Paprika und die „Hütchen“ leicht gebräunt sind und die Soße eingedickt ist. Beim Einstechen mit einem Messer sollten die Paprika sehr weich sein.
  9. Die Form aus dem Ofen nehmen und die Paprika 10–15 Minuten ruhen lassen. Die Füllung zieht etwas an, die Reiskörner nehmen einen Teil der Soße auf und die Füllung zerfällt beim Anschneiden nicht.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste abgedeckt im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen im Ofen oder in der Mikrowelle erhitzen; bei Bedarf etwas Wasser oder Tomatensoße hinzufügen, damit nichts austrocknet.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Das ist eines meiner liebsten „auf Vorrat“-Gerichte – ich backe am Sonntagabend ein ganzes Blech voll und habe für die nächsten zwei Tage ein fertiges Abendessen zum Aufwärmen nach der Arbeit. Manchmal nehme ich mir auch eine einzelne Paprika in einer Glasdose mit ins Büro – nach dem Erwärmen in der Mikrowelle duftet es wie in einer kleinen griechischen Taverne.

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