Tonkatsu – paniertes Schweinekotelett auf japanische Art Recipe

Tonkatsu ist die japanische Antwort auf das Schweinekotelett – ein dickes, saftiges Stück Schweinefleisch in einer knusprigen Panko-Panade. In Japan wird es oft als schnelles Abendessen nach der Arbeit serviert, mit einem Berg fein geschnittenem Kohl und einer Schale Reis. Der Geschmack ist für einen polnischen Gaumen vertraut, aber die Tonkatsu-Sauce verleiht ihm eine süß-salzige Note, die schnell süchtig macht.

Tonkatsu ist eines der beliebtesten japanischen Yoshoku-Gerichte – also westlich inspirierte Küche, die an den lokalen Geschmack angepasst wurde. Am häufigsten wird es mit Reis, sehr fein geschnittenem Weißkohl und einer dicken Tonkatsu-Sauce serviert, die an eine glatte Worcestershire-Sauce erinnert.

Tonkatsu verbindet vertrauten Geschmack von paniertem Schweinekotelett mit typisch japanischer, süß-salziger Tonkatsu-Sauce und extra knuspriger Panko-Panade. Es ist gleichzeitig bodenständig und ein wenig exotisch, ohne komplizierte Techniken oder schwer erhältliche Zutaten.

Warum diese Version funktioniert

  • Eine Fleischdicke von ca. 1 cm sorgt für einen saftigen Kern bei vollständig krosser Panade.
  • Sorgfältiges Andrücken des Panko schafft eine gleichmäßige Schicht, die beim Schneiden nicht abfällt.
  • Halbtiefes Frittieren in 2–3 cm Öl lässt sich leichter kontrollieren als eine Fritteuse.
  • Das Ablegen auf einem Gitter statt auf einem flachen Teller hält die Oberfläche trocken und knusprig.
Tonkatsu – paniertes Schweinekotelett auf japanische Art

Tipps vom Koch

Achte darauf, das Fleisch nicht zu dünn zu klopfen – etwa 1 cm Dicke sorgt dafür, dass es saftig bleibt. Panko vor dem Panieren nicht zerdrücken, damit die Panade schön luftig und knusprig wird. Das Öl sollte heiß genug sein, damit die Panade nicht zu viel Fett aufsaugt, aber nicht so heiß, dass sie verbrennt, bevor das Fleisch gar ist.

Serviervorschläge

Serviere Tonkatsu klassisch mit fein geschnittenem Weißkohl, gedämpftem Reis und Tonkatsu-Sauce. Dazu passen eingelegte Gurken oder Rettich, Miso-Suppe und grüner Tee. In einem Bento kann Tonkatsu in Streifen geschnitten und kalt mit Reis und Gemüse serviert werden.

Worauf man achten sollte

  • Den Schweinerücken nicht zu dünn klopfen – bei Schnitzeln unter 8 mm trocknet das Fleisch leicht aus.
  • Ist das Öl zu kalt, saugt sich das Panko mit Fett voll und wird schwer und speckig.
  • Die Pfanne nicht abdecken; der Dampf macht die Panade sofort weich.
  • Nicht direkt nach dem Frittieren anschneiden – 2–3 Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft setzen kann.

Ersatzzutaten

  • Statt Schweinerücken kannst du Schweinenacken verwenden – er ist fetter und dadurch noch saftiger.
  • Wenn du kein Panko hast, nimm sehr grob geriebenes, gut getrocknetes Brötchen und vermeide feines Paniermehl.
  • Tonkatsu-Sauce kannst du durch eine Mischung aus Ketchup, Worcestershire-Sauce und etwas Sojasauce ersetzen.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Schweinerücken (Schweineschopf ohne Knochen) - 600 g
  • Salz - 3 g
  • schwarzer Pfeffer - 1 g
  • Weizenmehl - 60 g
  • Eier - 2 Stk
  • Panko-Paniermehl - 120 g
  • pflanzliches Öl - 500 ml
  • Weißkohl - 300 g
  • Tonkatsu-Sauce - 80 ml
  • Zitrone - 0.5 Stk
  • Reis - 300 g
Hauptzutat: Schweinefleisch

Zubereitung

  1. Den Schweinerücken in 4 gleich große Koteletts schneiden, jedes Stück durch Folie hindurch leicht mit einem Fleischklopfer flach klopfen, sodass es etwa 1 cm dick ist. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer bestreuen.
  2. Den Kohl sehr fein in dünne Streifen schneiden, unter kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen, dann in eine Schüssel geben.
  3. Den Reis mehrmals gründlich unter kaltem Wasser waschen, bis das Wasser fast klar ist, dann nach Packungsanweisung kochen (meist 12–15 Minuten bei schwacher Hitze).
  4. Drei tiefe Teller vorbereiten: in den ersten das Mehl geben, in den zweiten die Eier aufschlagen und mit einer Gabel verquirlen, in den dritten das Panko füllen.
  5. Jedes Kotelett zuerst in Mehl wenden (Überschuss abklopfen), dann in das Ei tauchen und zum Schluss gründlich in Panko wenden, dabei die Brösel leicht an das Fleisch andrücken.
  6. In eine tiefe Pfanne oder einen Topf so viel Öl geben, dass es eine Schicht von etwa 2–3 cm Höhe bildet. Bei mittlerer Hitze erhitzen, bis ein hineingeworfenes Panko-Bröselchen sofort zu brutzeln beginnt und leicht bräunt.
  7. Die Koteletts jeweils zu zweit 3–4 Minuten pro Seite braten, bis die Panade goldbraun ist und das Fleisch innen gut durchgegart ist. Nach dem Braten auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen, damit überschüssiges Fett abtropfen kann.
  8. Die Zitrone in Viertel schneiden. Die gebratenen Koteletts in etwa 2 cm breite Streifen schneiden, sie auf dem Teller jedoch in ihrer ursprünglichen Form liegen lassen.
  9. Auf die Teller eine Portion Reis geben, daneben einen Haufen fein geschnittenen Kohls und die Tonkatsu-Streifen anrichten. Das Fleisch mit Tonkatsu-Sauce übergießen oder die Sauce in einem kleinen Schälchen separat servieren. Ein Zitronenstück dazugeben, um das Fleisch vor dem Essen zu beträufeln.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Ja

Koteletts nach dem Abkühlen im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Zum Aufwärmen im Ofen oder in der Pfanne erhitzen, damit die Panade wieder knusprig wird. Reis und Kohl getrennt lagern und erst beim Servieren kombinieren.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Dieses Gericht ist ideal, wenn du Lust auf etwas Vertrautes hast, aber trotzdem ein wenig Japan-Feeling auf den Teller bringen möchtest. Die Kombination aus knuspriger Panade, saftigem Fleisch und der süß-salzigen Sauce macht Tonkatsu schnell zu einem Lieblingsgericht der ganzen Familie.

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