Thailändisches Curry mit Aubergine, Bohnen und Tofu in Kokosmilch Recipe

Dieses vegetarische Curry mit Aubergine, grünen Bohnen und Tofu ist cremig, aromatisch und sättigend. In Thailand werden solche Gerichte zu Hause oft als schnelle Möglichkeit zubereitet, um Gemüse aus dem Kühlschrank zu verwerten. Mit Jasminreis serviert erinnert es ein wenig an einen dicken Gemüseeintopf, aber mit deutlich kokosnussig-kräuteriger Note.

Solche Currys sind typische Alltagsgerichte in thailändischen Haushalten und kleinen Garküchen, wo Gemüse und Tofu aus Budget- oder religiösen Gründen oft Fleisch ersetzen. Der Geschmack hängt stark von der verwendeten Currypaste ab – in Thailand wird sie häufig frisch zubereitet, während man außerhalb des Landes meist auf fertige Pasten aus dem Glas zurückgreift.

Dieses Curry zeigt, wie die thailändische Küche mit Hilfe von Currypaste, Kokosmilch und frischen Kräutern aus einfachem Gemüse und Tofu eine unglaubliche Geschmacksfülle herausholt. Die Aubergine saugt die Sauce wie ein Schwamm auf, die Bohnen bringen Biss, und der Tofu macht das Gericht sättigend – ganz ohne Fleisch. So entsteht etwas zwischen Gemüseeintopf und aromatischem One-Pot-Comfort-Food aus Thailand.

Warum diese Version funktioniert

  • Das separate Anbraten des Tofus sorgt für knusprige Ränder und verhindert, dass er in der Sauce zerfällt.
  • Die Aubergine wird direkt in der Sauce gegart und nimmt so das Curry-Aroma auf, statt sich mit überschüssigem Pfannenfett vollzusaugen.
  • Offenes Köcheln lässt die Sauce natürlich eindicken – ganz ohne Mehl oder Stärke.
  • Das abschließende Würzen mit Limette und Basilikum frischt den Geschmack auf und balanciert die Reichhaltigkeit der Kokosmilch.
Thailändisches Curry mit Aubergine, Bohnen und Tofu in Kokosmilch

Tipps vom Koch

Die Aubergine bei recht hoher Hitze anbraten, bis sie leicht gebräunt ist – dann wird sie im Curry nicht schwammig und wässrig. Die Currypaste zuerst kurz im Fett anrösten, bevor du die Kokosmilch zugibst, denn so entfalten sich die Aromen der Gewürze; achte nur darauf, dass sie nicht anbrennt, sonst wird sie bitter. Tofu vorher gut ausdrücken und leicht anbräunen, damit er im Curry nicht zerfällt.

Serviervorschläge

Serviere das Curry mit heißem Jasmin- oder Vollkornreis, der die Sauce wunderbar aufnimmt – ideal für ein entspanntes Abendessen unter der Woche. Für einen Frischekontrast kannst du einen einfachen Gurkensalat mit Limette und etwas Zucker dazu reichen, der den Gaumen zwischendurch erfrischt. Das Gericht eignet sich auch hervorragend für die Lunchbox – die Sauce wird nach einer Nacht im Kühlschrank noch aromatischer.

Worauf man achten sollte

  • Currypaste brennt leicht an – sobald sie stark nachdunkelt und beißend riecht, sofort einen Teil der Kokosmilch zugeben.
  • Die Pfanne nicht mit zu viel Gemüse überladen; in einem zu vollen Gefäß tritt viel Wasser aus und die Sauce wird wässrig.
  • Die Schärfe von Currypasten verschiedener Marken unterscheidet sich stark. Lieber mit einer kleineren Menge beginnen und erst zum Schluss bei Bedarf nachlegen.

Ersatzzutaten

  • Grüne Bohnen lassen sich durch Brokkoli in kleinen Röschen oder durch halbmondförmig geschnittene Zucchini ersetzen.
  • Thai-Basilikum kann durch eine Mischung aus normalem Basilikum und Minze im Verhältnis 2:1 ersetzt werden.
  • Rohrzucker kannst du durch Honig oder weißen Zucker ersetzen und dabei nach und nach „nach Geschmack“ süßen.
  • Einen Teil der Kokosmilch kannst du durch Wasser ersetzen, wenn du ein leichteres, weniger fettes Curry möchtest.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Naturtofu fest, abgetropft - 300 g
  • Aubergine mittelgroß, in Würfel geschnitten - 1 Stück
  • grüne Bohnen (Busch- oder Prinzessbohnen) frisch oder tiefgekühlt, in 3–4 cm lange Stücke geschnitten - 150 g
  • Kokosmilch - 400 ml
  • Wasser oder Gemüsebrühe - 200 ml
  • Currypaste (rot oder grün) Menge an die Schärfe der Paste anpassen - 2 Esslöffel
  • Sojasauce oder Fischsauce, wenn es nicht vegan sein muss - 2 Esslöffel
  • Zucker oder brauner Zucker - 1 Esslöffel
  • Öl zum Braten - 2 Esslöffel
  • Paprika (rot oder gelb) in Streifen geschnitten - 0.5 Stück
  • Blätter von Thai-Basilikum oder normalem Basilikum zerzupft - 1 Handvoll
  • Limettensaft zum Schluss - 1.5 Esslöffel
  • Jasminreis trocken, separat zu kochen - 240 g
Hauptzutat: tofu

Zubereitung

  1. Tofu in Küchenpapier wickeln, 5–10 Minuten leicht ausdrücken und stehen lassen, bis er sich deutlich trocken anfühlt. Anschließend in etwa 2 cm große Würfel schneiden – eine matte Oberfläche ohne sichtbare Feuchtigkeit sorgt dafür, dass der Tofu brät statt zu schmoren.
  2. Aubergine in grobe Würfel schneiden, grüne Bohnen in 3–4 cm lange Stücke teilen, Paprika in feine Streifen schneiden. Currypaste, Kokosmilch, Sojasauce, Zucker und Limettensaft abmessen, damit während des Bratens nichts gesucht werden muss.
  3. In einer großen Pfanne oder einem Wok 1 Esslöffel Öl bei mittlerer bis starker Hitze erhitzen. Tofuwürfel zugeben und 6–8 Minuten unter vorsichtigem Wenden braten, bis die Seiten goldbraun und deutlich gebräunt sind und die Würfel sich bei leichtem Druck federnd anfühlen.
  4. Tofu auf einen Teller geben. In derselben Pfanne den zweiten Esslöffel Öl und die Currypaste hinzufügen, 1–2 Minuten unter ständigem Rühren braten, bis sie intensiv duftet und leicht aufschäumt; bei Ansetzen sofort die Hitze reduzieren.
  5. Kokosmilch und Wasser oder Brühe angießen und gründlich verrühren, dabei den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Erhitzen, bis die Sauce sanft köchelt und gleichmäßig gefärbt ist, ohne sichtbare Currypasten-Klümpchen an der Oberfläche.
  6. Aubergine und grüne Bohnen hinzufügen. 10–12 Minuten bei mittlerer Hitze ohne Deckel köcheln lassen, gelegentlich umrühren, bis die Aubergine weich, glasig und mit einer Gabel leicht zu durchstechen ist und die Bohnen hellgrün und noch leicht bissfest sind.
  7. Sojasauce, Zucker und Paprikastreifen zugeben. 3–4 Minuten köcheln lassen, bis die Paprika leicht weich wird und die Sauce deutlich eingedickt ist und das Gemüse mit einer dünnen, glänzenden Schicht überzieht, ohne wässrige Pfützen.
  8. Den gebratenen Tofu und den Limettensaft hinzufügen. Vorsichtig umrühren und weitere 2–3 Minuten köcheln lassen, bis der Tofu etwas Sauce aufgenommen hat und der Geschmack klar salzig-sauer-süß ist; die Sauce sollte sämig, aber noch gut fließfähig sein.
  9. Das Curry vom Herd nehmen, Basilikumblätter einstreuen und nur kurz unterheben, sodass sie durch die Resthitze welken, aber nicht vollständig nachdunkeln. Sofort mit heißem Jasminreis servieren, damit die Sauce leicht in die Reiskörner einziehen kann.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Curry und Reis im Kühlschrank getrennt in gut verschlossenen Behältern 2–3 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen das Curry bei niedriger Hitze langsam erhitzen und bei Bedarf etwas Wasser oder Kokosmilch hinzufügen. Reis mit einem Spritzer Wasser abgedeckt erwärmen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Das ist eines meiner liebsten „Kühlschrank-Currys“ – ich koche es immer, wenn ich in der Gemüseschublade eine traurige Aubergine und einen halben Block Tofu mit bald ablaufendem Datum finde. Ich mache gleich eine größere Portion und nehme den Rest am nächsten Tag im Thermobehälter statt belegter Brote mit ins Büro.

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