Spanisches Dessert mit gebackenen Feigen, Honig und Nüssen Recipe
In der Feigensaison werden sie in Spanien oft ganz schlicht serviert – mit Honig, Nüssen und etwas Käse oder Joghurt. Dieses Dessert aus gebackenen Feigen hat etwas von rustikaler mediterraner Küche: wenige Zutaten, viel Geschmack. Es eignet sich hervorragend als eleganter, aber unkomplizierter Abschluss eines Essens, besonders wenn du beeindrucken möchtest, ohne dafür einen halben Tag am Ofen zu stehen.
Dieses Dessert zeigt die ganze Philosophie der mediterranen Küche: Einige sehr gute Zutaten – Feigen, Honig, Nüsse und dichter Joghurt – reichen aus, um etwas wirklich Raffiniertes zu schaffen. Durch das Backen entfalten die Feigen ihre honigartige Süße und ein leicht karamelliges Aroma, während die knusprigen Nüsse und die Zitrusschale Frische und Texturkontrast bringen. Es sieht aus wie ein Restaurantdessert, ist in der Praxis aber schneller gemacht als die meisten Kuchen.
Tipps vom Koch
Wähle reife, aber noch feste Feigen – zu weiche Früchte zerfallen beim Backen zu Püree und verlieren ihre Form. Backe sie nicht zu lange: Sobald sich die „Blüten“ geöffnet haben und der Saft am Boden der Form zu blubbern beginnt, ist es Zeit, sie herauszunehmen, sonst kann der Honig verbrennen und bitter werden. Nimm den Joghurt ein paar Minuten vorher aus dem Kühlschrank, damit er nicht eiskalt ist – warme Feigen und leicht gekühlter, cremiger Joghurt sind der beste Kontrast.
Serviervorschläge
Serviere die Feigen direkt nach dem Backen auf einem Klecks dichten griechischen Joghurts oder – noch spanischer – mit einem Stück mild gereiften Käses (z.B. Manchego). Das ist ein großartiges Dessert für ein sommerliches Abendessen auf der Terrasse, wenn du weder Mixer anwerfen noch Teig kneten möchtest und trotzdem etwas Süßes zum Glas Schaumwein servieren willst. Es eignet sich auch als einfacher, aber eindrucksvoller Abschluss eines Sonntagsessens mit der Familie, besonders wenn du Feigen in der Hochsaison bekommst.
Zutaten
- frische Feigen reif, aber fest - 8 Stück
- Honig - 3 Esslöffel
- Walnüsse grob gehackt - 40 g
- Butter in kleine Würfel geschnitten - 20 g
- gemahlener Zimt - 0.5 Teelöffel
- griechischer Joghurt zum Servieren - 200 g
- Zitronenschale abgerieben, nur der gelbe Teil - 0.5 Teelöffel
Zubereitung
- Heize den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vor. Eine Auflaufform leicht mit Butter einfetten oder mit Backpapier auslegen.
- Feigen waschen und vorsichtig trocken tupfen. Jede Feige oben kreuzförmig einschneiden, aber nicht ganz durchschneiden, sodass eine „Blüte“ entsteht, die sich beim Backen öffnet.
- Die Feigen mit der Schnittseite nach oben in die Form setzen. In die Mitte jeder Feige ein kleines Stück Butter geben.
- Den Honig in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle leicht erwärmen, damit er flüssiger wird. Mit der Zitronenschale und dem Zimt verrühren.
- Die Feigen mit dem gewürzten Honig übergießen, dabei darauf achten, dass etwas auch in die Einschnitte hineinläuft.
- Die Feigen mit den gehackten Walnüssen bestreuen.
- Die Form in den Ofen stellen und 12–15 Minuten backen, bis sich die Feigen leicht öffnen, weich werden und Saft abgeben und der Honig mit den Nüssen leicht bräunt.
- Den griechischen Joghurt in Schälchen oder auf Teller verteilen. Pro Portion 2 warme Feigen daraufsetzen und mit der Sauce aus der Form übergießen. Sofort servieren, solange die Feigen noch warm sind.
Aufbewahrung
Gebackene Feigen lassen sich abgedeckt im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren. Vor dem Servieren schonend im Ofen oder in der Mikrowelle erwärmen und erst dann mit frischem Joghurt kombinieren.