Salat aus jungen Kartoffeln mit Dill und Radieschen Recipe
Ein leichter Salat aus jungen Kartoffeln, Dill und knackigen Radieschen ist in Polen ein Klassiker für Spätfrühling und Sommer. Er eignet sich hervorragend als Beilage zum Grillen, aber auch als eigenständiges Abendessen, wenn es für schwere Gerichte zu heiß ist. Er erinnert ein wenig an deutschen Kartoffelsalat, ist aber frischer, leichter und sehr dillbetont.
Kartoffelsalate sind ein fester Bestandteil polnischer Grillabende und Familienfeiern, meist mit einem schweren Mayonnaise-Dressing. Diese Variante verwendet junge Kartoffeln und frisches Frühlingsgemüse, sodass sie eher an einen leichten Frühlingssalat erinnert als an eine winterliche Beilage zum Schweineschnitzel.
Dieser Salat verbindet junge Kartoffeln mit noch dünner Schale mit knackigen Radieschen und viel Dill – er schmeckt genau wie Spätfrühling auf einem polnischen Wochenmarkt. Er ist leichter als schwere Mayonnaise-Kartoffelsalate – die Gurke und das Joghurt-Sahne-Dressing bringen Frische, und die Kräuter lassen ihn duften wie ein Garten nach einem Sommerregen.
Warum diese Version funktioniert
- Das Garen der Kartoffeln in der Schale sorgt dafür, dass sie ihre Form besser behalten und nicht zu Püree zerfallen.
- Die Kombination aus Joghurt und einem kleinen Teil Mayonnaise ergibt ein cremiges, aber dennoch leichtes Dressing.
- Das gesonderte Salzen und Ausdrücken von Radieschen und Gurke verhindert, dass das Dressing wässrig wird.
Tipps vom Koch
Die Kartoffeln in der Schale („im Mantel“) nur bis zur Gabelweichheit kochen – wenn sie zerfallen, wird aus dem Salat ein Püree. Das Gemüse unbedingt abkühlen lassen, bevor du es mit dem Dressing mischst, sonst gerinnt die Sahne bzw. der Joghurt und die Kräuter verlieren ihre Farbe. Radieschen und Gurke salze ich separat in einem Sieb für 5–10 Minuten, damit sie überschüssiges Wasser abgeben und das Dressing nicht verwässern.
Serviervorschläge
Serviere den Salat zu Nackensteaks oder Wurst vom Grill und einem einfachen grünen Blattsalat – diese Kombination passt perfekt zu gemütlichen Samstagnachmittagen im Garten oder auf dem Schrebergarten. Als Getränk eignen sich leicht sprudelndes Wasser mit Zitrone oder ein gut gekühlter, trockener Weißwein. Für ein schnelles Sommermittagessen lege ich einfach ein Spiegelei oder ein pochiertes Ei obenauf.
Worauf man achten sollte
- Die heißen Kartoffeln nicht mit dem Dressing mischen – das Dressing kann ausflocken und die Kräuter verlieren ihre frische Farbe.
- Die Kartoffeln nicht zu klein schneiden, da sie sich nach dem Mischen und Kühlen leicht zu stark zersetzen.
- Mit Salz am Anfang nicht übertreiben – nach einigen Stunden im Kühlschrank wird der Geschmack intensiver.
Ersatzzutaten
- Joghurt kann durch Kefir oder Buttermilch ersetzt werden; gib dann etwas mehr Mayonnaise dazu, damit die Cremigkeit erhalten bleibt.
- Wenn du rohe Zwiebeln nicht magst, ersetze sie durch mehr Schnittlauch oder fein gehackte Frühlingszwiebeln.
- Ein Teil der frischen Gurke kann durch leicht gesalzene oder milchsauer vergorene Gurken ersetzt werden; reduziere dann die Salzmenge im Dressing.
Zutaten
- junge Kartoffeln klein oder mittelgroß - 800 g
- Radieschen - 8 Stück
- frische Gurke mittelgroß - 1 Stück
- frischer Dill - 0.5 Bund
- Schnittlauch - 0.5 Bund
- Joghurt es kann auch griechischer Joghurt sein - 150 g
- Mayonnaise - 2 Esslöffel
- Sarepta-Senf oder ein anderer scharfer Senf - 1 Teelöffel
- Zitronensaft oder Apfelessig - 1 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Die jungen Kartoffeln gründlich mit einem Schwämmchen oder einer Bürste schrubben, die dünne Schale nicht entfernen. Größere Knollen halbieren, damit alle in ähnlicher Zeit gar werden.
- Die Kartoffeln mit kaltem, leicht gesalzenem Wasser bedecken und ab dem Aufkochen 15–20 Minuten kochen. Sie sollen weich „auf die Gabel“ sein, aber beim Einstechen nicht zerfallen. Abgießen und auf einem Sieb oder Blech vollständig auskühlen lassen.
- Die Radieschen waschen, Enden abschneiden und in dünne Scheiben schneiden. Die Gurke waschen, bei dicker oder bitterer Schale nach Wunsch schälen, der Länge nach halbieren, das Kerngehäuse herauskratzen und in Halbmonde schneiden.
- Damit das Dressing nicht verwässert, Radieschen und Gurke leicht salzen, in ein Sieb geben und 5–10 Minuten stehen lassen. Anschließend den überschüssigen Saft mit der Hand oder einem Löffel behutsam ausdrücken – das Gemüse soll dabei trotzdem noch knackig bleiben.
- Dill und Schnittlauch abspülen, sehr gut in einer Salatschleuder oder mit Küchenpapier trocknen und fein hacken. Trockene Kräuter haften besser am Dressing und verwässern den Salat nicht.
- In einer separaten Schüssel Joghurt, Mayonnaise, Senf und Zitronensaft verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing sollte deutlich säuerlich und leicht pikant sein, da die Kartoffeln den Geschmack später etwas abmildern.
- Die abgekühlten Kartoffeln in größere Würfel oder dicke Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben. Die ausgedrückten Radieschen- und Gurkenscheiben sowie den gehackten Dill und Schnittlauch hinzufügen.
- Das Dressing dazugeben und alles sehr behutsam mit einem breiten Löffel oder Spatel vermengen, die Zutaten dabei von unten nach oben anheben, damit die Kartoffeln nicht zerfallen. Der fertige Salat sollte gleichmäßig mit Dressing überzogen sein, aber nicht darin schwimmen.
- Den Salat mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sich die Aromen verbinden und das Dressing leicht andicken kann. Vor dem Servieren von unten her umrühren und probieren – falls nötig noch mit Salz oder etwas Zitronensaft nachwürzen.
Aufbewahrung
Reste in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verzehren. Vor dem Servieren kurz durchrühren; falls der Salat zu dick wirkt, etwas Joghurt oder Zitronensaft ergänzen.
Ich bereite diesen Salat meistens morgens vor der Fahrt an den See zu und packe ihn in einen Glasbehälter – bis zum Abend haben sich die Aromen wunderbar verbunden. Ich stelle immer eine kleine Schüssel ohne Zwiebel beiseite für eine Freundin, die sie nicht mag, und trotzdem holt sie sich Nachschlag.