Revithia – griechische Kichererbsensuppe mit Zitrone Recipe
Revithia ist eine einfache, aber sehr aromatische Suppe aus Kichererbsen, Olivenöl und Zitrone, die besonders auf den griechischen Inseln beliebt ist. Sie wird oft sonntags in einem großen Topf gekocht und dann an mehreren Tagen als schnelles Mittagessen gegessen. Im Geschmack erinnert sie an eine Mischung aus Gemüsebrühe mit cremigen Kichererbsen und einer leichten Zitronennote.
Revithia ist besonders auf den Inseln beliebt, etwa auf Sifnos, wo sie langsam in Tontöpfen im Ofen gegart wird. Es ist ein typisches Fasten- und „Sonntagsgericht“, das man morgens auf den Herd stellt und mittags mit Brot und Oliven isst.
Revithia ist die Essenz griechischen Minimalismus im Topf: wenige Zutaten, viel Olivenöl, Zitrone und Kichererbsen, die zusammen einen überraschend tiefen, wohltuenden Geschmack ergeben. Die Suppe ist zugleich leicht und sättigend – cremig durch die Kichererbsen, aber mit einer frischen Zitronennote, sodass sie selbst an wärmeren Tagen nicht beschwert. Es ist eines dieser Gerichte, die mit jedem Aufwärmen besser schmecken, weil die Aromen Zeit haben, sich zu verbinden.
Warum diese Version funktioniert
- Einweichen und langes, sanftes Kochen sorgen für weiche, aber nicht zerfallene Kichererbsen.
- Das spätere Hinzufügen der angeschwitzten Zwiebeln und des Knoblauchs hält das Aroma frisch und nicht schwer.
- Das Andicken mit einer Mischung aus Mehl und Zitronensaft verleiht eine seidige Textur ganz ohne Sahne.
Tipps vom Koch
Die beste Textur erhältst du, wenn du einen Teil der gekochten Kichererbsen direkt im Topf mit einem Löffel leicht zerdrückst – so wird die Brühe sämiger, ohne dass du mehr Mehl hinzufügen musst. Die Mischung aus Mehl und Zitrone in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in die Suppe gießen, um Klümpchen zu vermeiden; wenn du Angst vor Gerinnung hast, rühre sie zuerst gründlich mit heißer Brühe in einer Schüssel glatt. Sei mit Salz am Anfang zurückhaltend – Kichererbsen werden in leicht ungesalzenem Wasser besser weich, daher das Abschmecken auf das Ende verschieben.
Serviervorschläge
Serviere Revithia mit einer dicken Scheibe Sauerteigbrot oder Focaccia, mit Olivenöl beträufelt – beides nimmt die zitronige Brühe wunderbar auf. Stelle zusätzlich Zitronenspalten, frisch gemahlenen Pfeffer und gutes Olivenöl auf den Tisch, damit jeder seinen Teller nach Belieben nachwürzen kann. Es ist die ideale Suppe für ein Montagsmittagessen nach einem intensiven Wochenende oder für einen „faulen“ Home-Office-Tag, an dem du den Topf morgens ansetzt und später eine fertige, wärmende Mahlzeit hast.
Worauf man achten sollte
- Die Suppe nicht von Anfang an salzen – Salz kann die Garzeit der Kichererbsen verlängern.
- Wird die Mehlmischung ohne vorheriges Angleichen der Temperatur zu schnell in die Suppe gegeben, können Klümpchen entstehen.
- Die Suppe nach Zugabe der Zitrone nicht stark sprudelnd kochen lassen, damit der Geschmack frisch bleibt.
Ersatzzutaten
- Weizenmehl kannst du durch Mais- oder Reismehl ersetzen, wenn du Gluten vermeiden möchtest.
- Einen Teil des Wassers kannst du durch eine leichte Gemüsebrühe ersetzen, um den Geschmack voller zu machen.
- Petersilie lässt sich durch Dill oder frischen Koriander ersetzen, wenn du einen intensiveren Kräuterakzent magst.
Zutaten
- Kichererbsen getrocknet - 250 g
- Zwiebel in kleine Würfel geschnitten - 1 Stück
- Knoblauch gehackt - 2 Zehen
- Lorbeerblatt - 2 Stück
- Olivenöl - 4 Esslöffel
- Zitrone Saft - 1 Stück
- Weizenmehl zum Andicken, optional - 1 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
- Wasser zum Kochen der Suppe - 1.5 l
- Petersilie gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Die Kichererbsen gründlich abspülen und beschädigte Körner aussortieren. Mit reichlich kaltem Wasser (mindestens die dreifache Menge) bedecken und über Nacht einweichen – die Körner sollten deutlich aufquellen.
- Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Kichererbsen erneut abspülen. In einen Topf geben, mit 1,5 l frischem Wasser auffüllen, die Lorbeerblätter hinzufügen und aufkochen, dabei den entstehenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen.
- Bei kleiner Hitze 50–60 Minuten kochen, bis die Kichererbsen weich sind, aber ihre Form noch behalten, wenn du sie mit dem Löffel leicht andrückst. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, damit die Kichererbsen immer bedeckt sind und nicht aus der Flüssigkeit herausragen.
- In einer Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die fein gehackte Zwiebel zugeben und 3–5 Minuten anschwitzen, bis sie weich und glasig, aber nicht gebräunt ist. Den gehackten Knoblauch hinzufügen und etwa 1 Minute weiterbraten, bis er intensiv duftet.
- Die angeschwitzte Zwiebel mit dem Knoblauch in den Topf zu den Kichererbsen geben. Alles weitere 10 Minuten zusammen köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden. An diesem Punkt kannst du 2–3 Esslöffel Kichererbsen an der Topfwand zerdrücken, bis die Brühe leicht trüb und cremig aussieht.
- In einer kleinen Schüssel das Mehl mit dem Zitronensaft zu einer glatten, klumpenfreien Paste verrühren. 2–3 Esslöffel heiße Brühe aus der Suppe hinzufügen und kräftig rühren, bis die Mischung dünnflüssiger und gleichmäßig ist.
- Die Zitronen‑Mehl‑Mischung in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in den Topf gießen. Die Suppe weitere ca. 5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis sie leicht eindickt und eine seidige Konsistenz bekommt – sie soll nur sanft blubbern, nicht heftig kochen.
- Die restlichen 2 Esslöffel Olivenöl hinzufügen und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Lorbeerblätter entfernen. Ist die Suppe zu dick, mit etwas heißem Wasser bis zur gewünschten Konsistenz verlängern und glatt rühren.
- Die Revithia sehr heiß servieren und mit gehackter Petersilie bestreuen. Am Tisch zusätzlich Zitronenspalten anbieten für alle, die den Zitrusgeschmack intensiver mögen.
Aufbewahrung
Die Suppe vollständig abkühlen lassen und in luftdichten Behältern im Kühlschrank oder Gefrierfach aufbewahren. Beim Aufwärmen bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, da sie durch das Stehen weiter eindickt.
Ich koche Revithia am häufigsten am Sonntagabend, wenn ich weiß, dass der Montag hektisch wird – eine Portion in der Thermoskanne hat mir schon so manchen Bürotag gerettet. Ich habe mir außerdem angewöhnt, kurz vor dem Essen eine Handvoll Rucola oder Spinat in die Schüssel zu geben, um noch etwas Grün unterzubringen.