Reisbrei Congee mit Huhn und Ingwer Recipe
Congee ist ein chinesischer Reisbrei – etwas zwischen Suppe und einem sehr flüssigen Risotto. In China wird er oft zum Frühstück oder bei Erkältung gegessen, weil er leicht verdaulich und wohltuend ist. Die Version mit Huhn und Ingwer ist mild, wärmend und erinnert ein wenig an unsere Hühnersuppe, nur in Form eines dicken Breis.
Congee ist eines der typischsten Hausmannsgerichte in China – es wird vom Frühstück bis hin zur Krankenhauskost serviert, weil es besonders magenfreundlich ist. In vielen Regionen wird die Reisbasis auf ähnliche Weise gekocht; die eigentlichen Unterschiede entstehen vor allem bei den Beilagen, die direkt am Tisch in die Schüssel gegeben werden.
Reisbrei Congee mit Huhn und Ingwer ist chinesisches Comfort Food in Reinform – etwas zwischen Hühnersuppe, Porridge und einer sehr milden Suppe. Durch das lange Kochen zerfallen die Reiskörner fast vollständig und bilden eine cremige, beruhigende Basis, in der Ingwer und Huhn einen wärmenden, aber sanften Geschmack geben. In China steht Congee sowohl auf Frühstückstischen als auch dann auf dem Herd, wenn jemand nach einer Krankheit wieder zu Kräften kommt.
Warum diese Version funktioniert
- Hähnchenschenkel mit Knochen und Haut sorgen von selbst für einen kräftigen, brühigen Geschmack ganz ohne viele Gewürze.
- Das hohe Verhältnis von Flüssigkeit zu Reis lässt die Körner vollständig zerfallen und einen cremigen Brei entstehen.
- Das Fleisch wird in der Mitte der Garzeit herausgenommen und erst am Ende wieder zugegeben, sodass das Huhn saftig bleibt.
- Nach und nach zum Schluss zu würzen verringert das Risiko, den immer weiter eindickenden Congee zu versalzen.
Tipps vom Koch
Koche den Reis sehr langsam bei kleiner Hitze und rühre besonders gegen Ende regelmäßig um, damit nichts am Topfboden ansetzt – gutes Congee braucht Zeit und lässt sich nicht „beschleunigen“. Gare den Hähnchenschenkel am Stück mit Knochen, denn Knochen und Haut geben den meisten Geschmack; nimm das Fleisch heraus, wenn es weich ist, zupfe es und gib es wieder dazu. Schneide den Ingwer lieber in dünne Scheiben oder zerdrücke ihn, damit er sein Aroma abgibt, sich aber leicht entfernen lässt, falls jemand keine Stückchen mag.
Serviervorschläge
Sehr heiß servieren, mit Toppings nach Wahl: gehackter Frühlingszwiebel, einem Spritzer Sojasauce, ein paar Tropfen Sesamöl oder einem weich gekochten Ei. Es ist ein großartiges Frühstück an kalten Morgen oder ein Abendessen nach einem Winterspaziergang, wenn man sich nach etwas Einfachem und Wärmendem sehnt. Schmeckt gut zu einer Tasse heißem Grüntee oder einem Aufguss aus Ingwer und Zitrone.
Worauf man achten sollte
- Zu starke Hitze lässt die Stärke schnell am Topfboden anbrennen – halte nur ein sanftes Köcheln und rühre häufig über den Boden.
- Reduziere die Flüssigkeitsmenge nicht, um die Kochzeit zu verkürzen – sonst erhältst du zerkochten Reis in wenig Brühe statt eines fließenden Reiskleises.
- Beim Salzen und beim Zugeben von Sojasauce daran denken, dass der Congee nach dem Vom-Herd-Nehmen noch weiter eindickt und der Geschmack sich konzentriert.
- Verwende einen Topf mit hohen Wänden, denn der dicke Brei bildet „spuckende“ Blasen und kocht leicht über.
Ersatzzutaten
- Statt Hähnchenschenkeln kannst du auch ein Hühnerkarkassenstück oder Flügel verwenden und das Fleisch nach dem Garen ablösen.
- Jasminreis lässt sich durch normalen weißen Langkornreis ersetzen; verlängere dann die Garzeit um ein paar Minuten.
- Wenn du kein Sesamöl hast, lass es einfach weg und gib mehr Schnittlauch oder gerösteten Sesam dazu.
Zutaten
- Reis ungewaschen oder leicht gespült - 200 g
- Hähnchenschenkel mit Knochen und Haut man kann auch Flügel verwenden - 2 Stück
- Wasser oder Hühnerbrühe - 1.8 l
- frischer Ingwer in dünne Scheiben geschnitten - 20 g
- Salz nach Geschmack
- Sojasauce zum Abschmecken, optional - 1 Esslöffel
- Schnittlauch gehackt, zum Servieren - 3 Esslöffel
- Öl (z.B. Sesamöl) zum Beträufeln, optional - 1 Teelöffel
- gemahlener weißer Pfeffer optional - 0.25 Teelöffel
Zubereitung
- Den Reis in einen großen Topf geben. Wasser oder Brühe, Ingwerscheiben und Hähnchenschenkel hinzufügen.
- Bei mittlerer bis hoher Hitze zum Kochen bringen, dabei gelegentlich umrühren, damit der Reis nicht am Topfboden ansetzt.
- Sobald es kocht, die Hitze auf klein stellen, den Topf teilweise abdecken und 50–60 Minuten köcheln lassen. Alle paar Minuten umrühren, besonders gegen Ende, wenn der Brei eindickt.
- Nach etwa 30 Minuten die Hähnchenschenkel auf einen Teller legen. Wenn sie etwas abgekühlt sind, das Fleisch von Knochen und Haut lösen und in kleine Stücke zupfen. Knochen und Haut kannst du entsorgen oder für mehr Geschmack bis zum Ende der Garzeit wieder in den Topf geben und anschließend entfernen.
- Den Reis weiter kochen, bis die Körner vollständig zerfallen sind und die Konsistenz dick, cremig und leicht flüssig ist – wie eine sehr dicke Suppe.
- Zum Schluss eventuell verbliebene Knochen und Ingwerscheiben entfernen, falls du sie nicht in der Suppe haben möchtest. Das gezupfte Hühnerfleisch wieder in den Topf geben.
- Den Reisbrei mit Salz, Sojasauce und weißem Pfeffer nach Geschmack würzen. Ist er zu dick, etwas Wasser zugeben und nochmals aufkochen.
- Sehr heiß servieren, mit gehacktem Schnittlauch bestreuen und nach Wunsch mit etwas Sesamöl beträufeln.
Aufbewahrung
Reste des Congee in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Beim Aufwärmen etwas Wasser oder Brühe zugeben, da der Brei beim Stehen weiter eindickt, und unter Rühren erhitzen, bis er wieder cremig ist.
Ich koche Congee immer, wenn jemand zu Hause eine Erkältung hat – ich stelle einen großen Topf auf kleine Flamme und gieße nur ab und zu etwas Wasser nach. Am liebsten wärme ich mir abends nach dem Training eine Schüssel dieses Breis auf, wenn ich keine Energie mehr zum Kochen habe, aber etwas Warmes und Leichtes brauche.