Risotto mit Kürbis, Salbei und Parmesan Recipe

Dieses cremige Risotto mit Kürbis und Salbei ist ein Klassiker des italienischen Herbstes. Süßlicher Kürbis, Butter und Parmesan ergeben ein Gericht, das wärmt, satt macht und dabei sehr elegant aussieht. In Italien wird Risotto oft als erster Gang vor Fleisch oder Fisch serviert, zu Hause kann es aber problemlos als vegetarisches Hauptgericht auf den Tisch kommen.

Kürbisrisotto ist eine Spezialität Norditaliens, insbesondere der Lombardei, wo Kürbis traditionell mit Salbei und Butter statt mit Sahne kombiniert wird. Es ist ein klassisches primo piatto für die kühleren Monate und wird oft vor einem einfachen Fleischgang serviert.

Risotto mit Kürbis und Salbei ist die Essenz des italienischen Herbstes auf einem Teller – cremig, buttrig, mit einer leichten Süße und einer kräuterigen Note. Durch das langsame Zugeben der Brühe gibt der Reis seine Stärke ab, sodass ein samtiges Gericht ganz ohne Sahne entsteht. Es ist ein typisches „primo piatto“, das zu Hause problemlos die Hauptrolle als vegetarisches Hauptgericht übernimmt.

Warum diese Version funktioniert

  • Die fein gewürfelten Kürbisstücke zerfallen teilweise beim Garen und binden die Sauce ganz natürlich – ganz ohne Sahne.
  • Das schrittweise Zugeben von heißer Brühe in kleinen Portionen löst die Stärke aus dem Reis und sorgt für eine cremige Konsistenz.
  • Das Anschwitzen des Reises in Butter und Olivenöl verstärkt den nussigen Geschmack der Körner und verhindert, dass sie verkochen.
  • Die Mantecatura – also das Untermischen von Butter und Parmesan abseits der Hitze – macht die Sauce seidig und glänzend.
Risotto mit Kürbis, Salbei und Parmesan

Tipps vom Koch

Röste den Reis in der Butter, bis er leicht glasig ist – in diesem Moment beginnt er, Geschmack aufzunehmen, darf aber keine Farbe annehmen. Die Brühe in kleinen Portionen zugeben, immer wieder rühren und warten, bis die vorherige Portion fast vollständig aufgenommen ist; nach etwa 17–20 Minuten sollten die Körner al dente sein, weich mit leichtem Biss im Inneren. Schneide den Kürbis in kleine Würfel, damit er weich wird und teilweise zerfällt – so bindet er das Risotto zusätzlich. Zum Schluss unbedingt die „Mantecatura“ machen, also Butter und Parmesan zugeben und kräftig einrühren.

Serviervorschläge

Serviere das Risotto in tiefen Tellern, bestreut mit frisch geriebenem Parmesan und ein paar knusprig in Butter ausgebackenen Salbeiblättern. Dazu passt hervorragend ein Glas trockener Weißwein, z.B. Soave, oder eine heiße Tasse Tee mit Zitrone, wenn du es nach einem herbstlichen Spaziergang isst. Es ist ein ideales Gericht für einen ruhigen Freitagabend zu Hause, wenn du statt Restaurantbesuch einen „restaurantreifen“ Teller am eigenen Tisch genießen möchtest.

Worauf man achten sollte

  • Gieße die Brühe nicht in großen Mengen auf einmal an – der Reis kann leicht zerkochen, und du verlierst die Kontrolle über die Konsistenz.
  • Zu hohe Hitze lässt die Brühe schneller verdampfen, als der Reis sie aufnehmen kann.
  • Gib den Parmesan nicht bei starker Hitze dazu, sonst kann der Käse ausflocken und klumpig werden.

Ersatzzutaten

  • Parmesan kannst du durch Grana Padano oder einen anderen guten, gereiften Hartkäse ersetzen.
  • Anstelle von Wein kannst du zusätzliche Brühe verwenden und 1 EL Zitronensaft für eine leichte Säure hinzufügen.
  • Hokkaido-Kürbis eignet sich am besten, aber Butternut kannst du ebenfalls verwenden – verlängere dann die Garzeit etwas.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Risottoreis (Arborio, Carnaroli oder ein anderer rundkörniger Reis) - 300 g
  • Kürbis (z.B. Hokkaido oder Butternut) geschält und in kleine Würfel geschnitten - 400 g
  • Gemüse- oder Hühnerbrühe heiß, am besten selbst gekocht - 1 l
  • Zwiebel fein gehackt - 1 Stück
  • Butter in zwei Portionen geteilt - 40 g
  • Olivenöl - 1 Esslöffel
  • trockener Weißwein kann weggelassen und durch mehr Brühe ersetzt werden - 100 ml
  • frischer Salbei einige Blätter für das Risotto, einige für die Deko - 6 Blätter
  • geriebener Parmesan oder Grana Padano - 60 g
  • Salz nach Geschmack, vorsichtig dosieren, da Brühe und Käse salzig sind
  • frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Kürbis

Zubereitung

  1. Die Brühe in einem Topf erhitzen und bei sehr kleiner Hitze warm halten, damit sie ständig heiß, aber nicht heftig kochend ist. So kann der Reis die Flüssigkeit gleichmäßig aufnehmen und Stärke abgeben, statt „schockartig“ zu garen.
  2. Den Kürbis schälen (Hokkaido kann mit Schale verwendet werden) und in kleine Würfel von ca. 1 cm schneiden. Die Zwiebel fein hacken, den Salbei in feine Streifen schneiden und ein paar schöne Blätter für die Dekoration auf dem Teller beiseitelegen.
  3. In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne Olivenöl und die Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist, aber nicht bräunt. Die Zwiebel zugeben und 3–5 Minuten anschwitzen, bis sie weich und glasig ist, ohne braune Ränder zu bekommen.
  4. Den Reis zugeben und 1–2 Minuten unter Rühren rösten, bis jedes Korn mit Fett überzogen und leicht glasig ist – er sollte perlig wirken, aber nicht goldbraun werden. Sobald du ein leises „Knistern“ hörst, ist der Reis ausreichend angeröstet.
  5. Den Weißwein angießen, umrühren und 1–2 Minuten köcheln lassen, bis der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist und der intensive Alkoholgeruch verschwunden ist, nur eine leichte Säure bleibt. Der Topfboden soll feucht sein, aber nicht mit Flüssigkeit bedeckt.
  6. Den Kürbis und einen Teil des gehackten Salbeis hinzufügen. Umrühren, damit die Kürbiswürfel mit Fett überzogen sind; nach 2–3 Minuten sollten sie leicht weicher und farbintensiver sein, aber ihre Form noch behalten.
  7. Die erste Kelle heißer Brühe zugießen, sodass der Reis gerade eben bedeckt ist. Bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren köcheln lassen; wenn die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen ist und sich am Topfboden beim Rühren mit dem Löffel deutliche „Spuren“ bilden, die nächste Portion Brühe hinzufügen.
  8. Etwa 18–20 Minuten lang weiter nach und nach Brühe zugeben und rühren. Gegen Ende sollten einige Kürbisstücke zerfallen und die Sauce eindicken, während der Reis al dente ist: außen weich, mit leichtem Biss im Kern.
  9. Wenn der Reis fast gar ist, probieren und mit Salz sowie frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, dabei bedenken, dass Parmesan salzig ist. Den restlichen gehackten Salbei zugeben und unterrühren, damit sich das Aroma gleichmäßig verteilt.
  10. Den Topf vom Herd nehmen. Die restliche Butter und den geriebenen Parmesan hinzufügen und 1–2 Minuten kräftig rühren, bis das Risotto sehr cremig und glänzend ist – die Reiskörner sollen von einer dicken Sauce umhüllt sein, und die Masse sich auf dem Teller langsam ausbreiten.
  11. Den Topf 2 Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit das Risotto „entspannen“ kann und sich die Aromen verbinden. Sofort auf leicht vorgewärmten Tellern anrichten und mit Salbeiblättern sowie etwas zusätzlichem Parmesan bestreut servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Ja

Reste rasch abkühlen lassen und im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Am nächsten Tag kannst du daraus kleine Risotto-Küchlein oder Arancini formen und in Butter oder Öl anbraten.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Dieses Risotto ist zu meinem Ritual für die ersten wirklich kalten Tage geworden – ich kaufe Kürbis auf dem Markt und rühre abends den Reis, während ein Podcast läuft. Oft koche ich gleich eine größere Menge und forme am nächsten Tag aus den Resten kleine Küchlein, die ich in Butter anbrate.

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