Kimchi jjigae mit Schweinefleisch – scharfe Suppe aus fermentiertem Kohl Recipe
Kimchi jjigae ist eine dicke, wärmende Suppe auf Kimchi-Basis, die in Korea an kühleren Tagen oft als sättigendes Mittag- oder Abendessen gegessen wird. Die Kombination aus saurem, scharfem Kimchi mit zartem Schweinefleisch und Tofu ergibt einen Geschmack, den man mit kaum etwas anderem verwechseln kann. Es ist ein bisschen wie eine Mischung aus Bigos und Gulasch, aber in einer schärferen, aromatischeren Version.
Kimchi jjigae vereint alles, was an der koreanischen Küche besonders charakteristisch ist: saures, scharfes Kimchi, eine kräftige Brühe und zarte Stücke Fleisch sowie Tofu in einer einzigen, dicken Suppe. Das Gericht hat einen ganz anderen Charakter als europäische Suppen – es erinnert eher an eine Schüssel wärmenden Gulasch, der mit jedem Tag besser schmeckt, wenn das Kimchi weitere Aromen abgibt. Durch Gochujang und Chiliflocken bekommt die Suppe eine vielschichtige Schärfe und nicht nur einfach „scharfen“ Geschmack.
Tipps vom Koch
Verwende gut durchfermentiertes Kimchi (das bereits deutlich sauer ist) – frisches ist zu mild und die Suppe wird geschmacklich flach. Brate das Fleisch kräftig an, bis sich am Topfboden braune Röstspuren bilden – diese lösen sich später in der Brühe und geben Tiefe und Bindung. Gib das Tofu erst zum Schluss dazu und rühre dann nicht mehr kräftig um, sondern schwenke den Topf nur leicht, damit die Würfel nicht zerfallen.
Serviervorschläge
Serviere die Suppe sehr heiß, am besten in dicken Schalen, mit einer separaten Portion Reis, die man nach und nach in die Suppe geben oder daneben essen kann. Dazu passt eine Tasse heißer grüner Tee oder Gerstentee, die die Schärfe mildern und zusätzlich wärmen. Das Gericht ist ideal für Winterabende nach einem langen Spaziergang oder nach der Arbeit, wenn man sich nach etwas Deftigem und Sättigendem sehnt statt nach einem leichten Salat.
Zutaten
- Kimchi - 300 g
- Schweinefleisch - 300 g
- Tofu - 200 g
- Zwiebel - 1 Stück
- Knoblauch - 3 Zehen
- Gochujang-Paste - 1.5 Esslöffel
- Chiliflocken - 1 Esslöffel
- Sojasauce - 2 Esslöffel
- Brühe - 800 ml
- Pflanzenöl - 1 Esslöffel
- Zucker - 1 Teelöffel
- Schnittlauch fein gehackt - 3 Esslöffel
- Reis - 250 g
Zubereitung
- Reis in kaltem Wasser waschen, bis das Wasser fast klar ist, dann nach Packungsanweisung kochen.
- Schweinefleisch in dünne Scheiben oder kleine, mundgerechte Rechtecke schneiden.
- Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.
- Kimchi, falls die Stücke sehr lang sind, mit dem Messer in kleinere, gut essbare Stücke schneiden.
- In einem Topf mit dickem Boden das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Schweinefleisch zugeben und 4–5 Minuten unter Rühren braten, bis das Fleisch nicht mehr roh ist und leicht zu bräunen beginnt.
- Zwiebel zugeben und weitere 3–4 Minuten braten, bis sie weich und leicht glasig ist.
- Knoblauch, Kimchi, Gochujang-Paste und Chiliflocken hinzufügen. 2–3 Minuten rühren und braten, bis das Kimchi intensiv duftet und überschüssige Flüssigkeit leicht verdampft ist.
- Brühe angießen, Sojasauce und Zucker hinzufügen und alles gut verrühren. Zum Kochen bringen, dann die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und 15 Minuten köcheln lassen, bis sich die Aromen verbinden und die Suppe leicht eindickt.
- Tofu in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Vorsichtig in die Suppe geben und weitere 5 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen, damit er heiß wird, aber nicht zerfällt.
- Die Suppe abschmecken und bei Bedarf mit zusätzlicher Sojasauce oder etwas Zucker nachwürzen, falls das Kimchi sehr sauer ist.
- Die sehr heiße Suppe in Schalen servieren, mit gehacktem Schnittlauch bestreuen und eine separate Schüssel Reis dazu reichen, den man nach und nach in die Suppe geben kann.
Aufbewahrung
Kimchi jjigae lässt sich gut 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und schmeckt oft am nächsten Tag noch besser. Tofu am besten frisch in die aufgewärmte Portion geben. Reis getrennt lagern und beim Aufwärmen der Suppe frisch dazu servieren.