Gebratene Weizennudeln mit Garnelen auf kantonesische Art Recipe
Diese gebratenen Weizennudeln mit Garnelen sind ein Gericht im kantonesischen Stil – zart, voll mit Gemüse und Knoblaucharoma, aber nicht überwältigend scharf. In chinesischen Städten ist das ein Klassiker aus kleinen Wok-Bars, ideal als schnelles Feierabendessen. Für Deutsche fühlt es sich an wie „Nudeln aus der Pfanne“, nur mit viel mehr knackigem Gemüse und saftigen Garnelen.
Gebratene Weizennudeln auf kantonesische Art zeichnen sich durch ihre Leichtigkeit aus – die Sauce umhüllt die Nudeln nur zart, während elastische Garnelen und knackiges Gemüse die Hauptrolle spielen. Es ist der Geschmack kleiner Wok-Bars: viel Aroma von Knoblauch und Sojasauce, aber ohne schwere, dicke Saucen. Das Gericht erinnert an vertraute „Nudeln aus der Pfanne“, bleibt dank der Stir-Fry-Technik aber frisch, mit klar erkennbaren Texturen jeder Zutat.
Tipps vom Koch
Der Schlüssel ist sehr hohe Hitze – erhitze Wok oder große Pfanne so stark, dass das Öl leicht zu rauchen beginnt, sonst garen die Nudeln eher im eigenen Dampf, statt zu braten. Koche die Nudeln 1–2 Minuten kürzer als auf der Packung angegeben und lasse sie gut abtropfen, spüle sie ruhig kurz ab und trockne sie etwas, damit sie in der Pfanne nicht zusammenkleben. Garnelen nur kurz braten, bis sie rosa und elastisch sind – wenn du sie zu lange brätst, werden sie gummiartig und „gehen im Gericht unter“.
Serviervorschläge
Am besten direkt aus der Pfanne servieren, idealerweise in tiefen Schalen, mit Frühlingszwiebel- und Sesam-Topping sowie einer Extra-Portion Chilisauce in einem separaten Schälchen für alle, die es schärfer mögen. Dazu passt gekühlter Jasmintee oder ein leichtes, trockenes Weißwein, wenn du die Nudeln als freitägliches Feierabendessen servierst. Sie eignen sich auch hervorragend als Lunchbox-Gericht – am nächsten Tag im Büro einfach kurz in der Pfanne oder in der Mikrowelle mit etwas Wasser aufwärmen.
Zutaten
- Weizennudeln für Stir-Fry oder dickere Eiernudeln (du kannst auch dickere Spaghetti verwenden) - 250 g
- rohe, geschälte Garnelen (frisch oder aufgetaut, wenn tiefgekühlt) - 250 g
- Möhre (in feine Stifte geschnitten) - 1 Stück
- Paprika (in feine Streifen geschnitten) - 0.5 Stück
- kleine Zucchini (in dünne Halbringe geschnitten) - 0.5 Stück
- Zwiebel (in 3–4 cm große Stücke geschnitten) - 3 Stück
- Knoblauch (fein gehackt) - 3 Zehen
- frischer Ingwer (gerieben) - 1 Teelöffel
- Sojasauce - 3 Esslöffel
- Austernsauce (kann durch 1 Esslöffel Sojasauce und 0,5 Teelöffel Zucker ersetzt werden) - 1.5 Esslöffel
- Öl (z.B. Rapsöl) - 3 Esslöffel
- Zucker - 0.5 Teelöffel
- Pfeffer - 0.25 Teelöffel
- Wasser oder Brühe - 3 Esslöffel
Zubereitung
- Die Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser 1–2 Minuten kürzer kochen, als auf der Packung angegeben. Abgießen, kurz mit kaltem Wasser abspülen und beiseitestellen, damit sie gut abtropfen.
- Die Garnelen mit Küchenpapier trocken tupfen. Falls sie auf dem Rücken eine dunkle Ader haben, diese mit einem leichten Schnitt öffnen und mit einem Zahnstocher entfernen.
- In einer kleinen Schüssel Sojasauce, Austernsauce, Zucker, Pfeffer sowie Wasser oder Brühe verrühren.
- In einer großen Pfanne oder im Wok 1 Esslöffel Öl bei starker Hitze erhitzen. Garnelen hineingeben und 2–3 Minuten braten, bis sie rosa und matt werden. Auf einen Teller geben.
- In dieselbe Pfanne das restliche Öl geben. Knoblauch und Ingwer hinzufügen und unter Rühren etwa 30 Sekunden braten, bis sie intensiv duften, aber nicht bräunen.
- Möhre zugeben und 2 Minuten bei starker Hitze unter häufigem Rühren braten. Dann Paprika und Zucchini hinzufügen und weitere 2–3 Minuten braten, bis das Gemüse leicht weich, aber noch knackig ist.
- Die gekochten Nudeln und die Sauce aus der Schüssel hinzufügen. 2–3 Minuten kräftig rühren, bis die Nudeln gut mit der Sauce überzogen und vollständig erhitzt sind.
- Zum Schluss die gebratenen Garnelen und Stücke von Frühlingszwiebel oder Schnittlauch zugeben. Noch 1 Minute rühren, bis alles heiß ist.
- Abschmecken und bei Bedarf mit etwas Sojasauce oder Pfeffer nachwürzen. Sofort servieren, solange die Nudeln heiß und glänzend sind.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen in einer Pfanne mit einem Spritzer Wasser oder Brühe kurz erhitzen, damit die Nudeln nicht austrocknen.