Huevos ahogados – Eier in würziger Tomatensauce Recipe
Huevos ahogados sind Eier, die in einer aromatischen, leicht scharfen Tomatensauce „ertränkt“ werden. In Mexiko isst man sie oft als spätes Frühstück nach einer langen Nacht, weil die Sauce angenehm wärmt und wieder auf die Beine bringt. Im Geschmack erinnern sie an eine Mischung aus Shakshuka und einer milderen, kräuterigen Version der Salsa roja.
Huevos ahogados verbinden den Komfort von weich gekochten Eiern mit einer intensiven, kräuterigen Tomatensauce, die besser wach macht als Kaffee nach einer durchwachten Nacht. Das Gericht erinnert an Shakshuka, hat aber einen deutlich mexikanischen Akzent: Kreuzkümmel, Oregano, Chili und frischer Koriander. So ist jeder Bissen voll von Umami, leichter Schärfe und der zitrusfrischen Note der Limette.
Tipps vom Koch
Achte darauf, dass die Sauce wirklich leicht eingedickt ist, bevor du die Eier hinzugibst – ist sie zu flüssig, brauchen die Eiweiße lange zum Stocken und laufen über die ganze Pfanne. Die Eier möglichst nah an der Oberfläche der Sauce einlaufen lassen (am besten zuerst in eine kleine Schüssel schlagen), damit die Eigelbe ganz bleiben und schön in den Mulden „sitzen“. Wenn du mit Gas kochst, lohnt es sich, nach dem Abdecken der Pfanne die Hitze noch ein wenig zu reduzieren, denn zu hohe Temperatur trocknet die Eigelbe schnell aus.
Serviervorschläge
Serviere Huevos ahogados mit gut gerösteten Scheiben Sauerteigbrot oder mit aufgewärmten Tortillas, die man in die Sauce tauchen kann. Es ist eine tolle Idee für ein gemütliches, spätes Wochenendfrühstück oder ein schnelles, wärmendes Abendessen nach der Arbeit. Dazu passen Milchkaffee oder leicht sprudelndes Wasser mit Limette, das die Zitrusnoten der Sauce noch unterstreicht.
Zutaten
- Eier - 6 Stück
- gehackte Tomaten aus der Dose - 400 g
- Zwiebel mittelgroß - 1 Stück
- Knoblauch - 3 Zehen
- Jalapeño-Chilischote oder eine andere grüne Chilischote - 1 Stück
- Gemüsebrühe kann aus Brühwürfeln sein - 150 ml
- gemahlener Kreuzkümmel - 0.5 Teelöffel
- getrockneter Oregano - 0.5 Teelöffel
- pflanzliches Öl - 2 Esslöffel
- frischer Koriander oder glatte Petersilie - 0.25 Bund
- Salz oder nach Geschmack - 0.75 Teelöffel
- gemahlener schwarzer Pfeffer - 0.25 Teelöffel
- Limette zum Beträufeln vor dem Servieren - 0.5 Stück
Zubereitung
- Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch fein hacken. Die Chilischote der Länge nach halbieren, nach Wunsch entkernen (für eine mildere Version) und fein hacken.
- In einer mittelgroßen Pfanne mit Deckel das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 3–5 Minuten unter Rühren braten, bis sie weich und leicht glasig ist, aber nicht bräunt.
- Knoblauch und Chili zugeben und etwa 1 Minute mitbraten, bis sie intensiv duften; darauf achten, dass der Knoblauch nicht verbrennt.
- Kreuzkümmel und Oregano einstreuen, umrühren, nach 30 Sekunden die Dosentomaten und die Brühe angießen. Salz und Pfeffer zugeben und alles vermischen.
- Die Sauce bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten ohne Deckel köcheln lassen, bis sie leicht eindickt. Sie sollte blubbern, aber nicht heftig spritzen.
- Wenn die Sauce eingedickt ist, abschmecken und bei Bedarf mit zusätzlichem Salz oder einer Prise Zucker nachwürzen, falls die Tomaten sehr sauer sind.
- Mit einem Löffel 6 kleine Mulden in die Sauce drücken. In jede Mulde vorsichtig ein Ei gleiten lassen, dabei versuchen, das Eigelb nicht zu beschädigen.
- Die Hitze auf klein reduzieren, die Pfanne mit einem Deckel abdecken und 6–8 Minuten garen, bis das Eiweiß vollständig gestockt ist und die Eigelbe noch leicht flüssig sind (oder länger, wenn du sie fester magst).
- Den Koriander hacken. Wenn die Eier fertig sind, die Pfanne vom Herd nehmen, das Gericht mit Koriander bestreuen und mit Limettensaft beträufeln.
- Sofort servieren, dabei jeweils etwas Sauce mit einem oder zwei Eiern auf die Teller geben. Schmeckt hervorragend mit Brot oder aufgewärmten Tortillas.
Aufbewahrung
Reste der Sauce können im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 2–3 Tage aufbewahrt und vor dem Servieren erneut erhitzt werden; die Eier sollten jedoch immer frisch direkt in die heiße Sauce gegart werden.