Gebratener Thai-Reis mit Ananas (Khao Pad Sapparot) Recipe
Khao Pad Sapparot ist bunter, gebratener Reis mit Ananas, Gemüse und Nüssen. In Thailand wird er zu besonderen Anlässen oft in einer ausgehöhlten Ananas serviert – er sieht aus wie ein Restaurantgericht, lässt sich zu Hause aber überraschend einfach zubereiten.
In Thailand erscheint diese Art von gebratenem Reis eher in Restaurants und Hotels als an Straßenständen und wird oft in einer ausgehöhlten Ananashälfte als eindrucksvolles „Gästegericht“ serviert.
Khao Pad Sapparot verbindet die Süße der Ananas mit herzhaftem, leicht angebratenem Reis, knackigem Gemüse und Nüssen zu einem Gericht mit spannenden Kontrasten in Geschmack und Textur. In Thailand wird es oft in einer ausgehöhlten Ananas serviert, was für einen echten „Wow“-Effekt sorgt, obwohl das Rezept selbst überraschend einfach ist.
Warum diese Version funktioniert
- Reis vom Vortag und hohe Wok-Hitze ergeben eine leicht getrocknete, lockere Konsistenz wie in asiatischen Imbissen.
- Das getrennte Anbraten der Eier sorgt für weiche, elastische Stückchen statt einer Ei-„Pampe“, die den Reis umhüllt.
- Kurzes Anbraten der Ananas mit den Gewürzen karamellisiert die Ränder und balanciert ihre Süße mit der Salzigkeit der Saucen aus.
- Am Ende zugegebene, geröstete Nüsse bleiben knackig und behalten ihr deutlich nussiges Aroma.
Tipps vom Koch
Verwende Reis, der am Vortag gekocht und gut gekühlt wurde – frisch gekochter Reis klebt und statt lockerem, gebratenem Reis erhältst du eine kompakte Masse. Wenn du frische Ananas verwendest, die gewürfelten Stücke in einem Sieb gut abtropfen lassen, damit überschüssiger Saft das Gericht nicht verwässert. Brate den Reis in einer gut erhitzten Pfanne und rühre nicht ununterbrochen – gib ihm zwischendurch Zeit, leicht anzurösten.
Serviervorschläge
Serviere den Reis in einer ausgehöhlten Ananashälfte, wenn du bei einem sommerlichen Gartenfest oder Geburtstagsessen Eindruck machen möchtest. Dazu passt ein leicht trockener Weißwein oder ein hausgemachter Ananas-Minz-Cocktail. Das Gericht harmoniert gut mit einem einfachen Gurken-Limetten-Salat oder mit gegrillten Hähnchenspießen in Thai-Marinade.
Worauf man achten sollte
- Die Pfanne nicht überfüllen – bei zu vielen Zutaten beginnt der Reis zu schmoren, lässt Flüssigkeit austreten und verklebt zu Klumpen.
- Ananas nicht zu früh hinzufügen – bei zu langem Braten zerfällt sie und gibt Saft ab, der den Reis aufweicht.
- Wenn der Reis in große Platten zusammenklebt, ist das ein Zeichen, dass die Hitze zu niedrig ist oder zu viel Reis gleichzeitig in der Pfanne ist.
Ersatzzutaten
- Jasminreis kannst du durch langkörnigen Basmati ersetzen; koche ihn al dente, damit er beim Anbraten locker bleibt.
- Bei Ananas aus der Dose eine leichte Zuckerlösung wählen; vor dem Zugeben gut abtropfen lassen und trocken tupfen, damit der Reis nicht aufweicht.
- Cashewkerne lassen sich durch geröstete Mandelstifte oder Erdnüsse ersetzen.
- Fischsauce kann weggelassen werden, wenn du die Menge der Sojasauce erhöhst und eine Prise Zucker für zusätzliche Geschmacksfülle hinzufügst.
Zutaten
- Reis am besten Reis vom Vortag, gut getrocknet - 400 g
- Ananas, frisch oder aus der Dose in Würfel geschnitten, gut vom Saft abgetropft - 200 g
- Eier - 2 Stücke
- Karotte in kleine Würfel geschnitten - 1 Stück
- Tiefgekühlte Erbsen - 60 g
- Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten - 3 Stücke
- Cashew- oder Erdnüsse in einer trockenen Pfanne angeröstet - 40 g
- Sojasauce - 2 Esslöffel
- Fischsauce kann durch zusätzliche Sojasauce ersetzt werden - 1 Esslöffel
- Gemahlene Kurkuma oder Currypulver für Farbe und Aroma - 0.5 Teelöffel
- Öl - 2 Esslöffel
- Pfeffer nach Geschmack - 0.25 Teelöffel
Zubereitung
- Reis vom Vortag mit den Fingern oder einer Gabel auflockern und Klumpen zerdrücken, bis die Körner locker und trocken wirken. Zutaten vorbereiten: Eier verquirlen, Karotte in kleine Würfel schneiden, Ananas in Stücke schneiden, Schnittlauch hacken.
- In einer trockenen, breiten Pfanne die Nüsse 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze rösten, bis sie deutlich bräunen und intensiv duften. Sofort in eine Schüssel umfüllen, damit sie auf der heißen Fläche nicht nachrösten.
- In einer großen Pfanne oder einem Wok 1 Esslöffel Öl bei ziemlich hoher Hitze erhitzen, bis das Öl leicht zu schimmern beginnt. Eier hineingießen und unter Rühren braten, bis weiche, kleine Rühreistückchen ohne flüssige Stellen entstehen, dann auf einen Teller geben.
- In dieselbe, noch heiße Pfanne den zweiten Esslöffel Öl geben. Karotte hinzufügen und 2–3 Minuten unter Rühren braten, bis sie kräftig orange wird und leicht weicher ist, aber beim Beißen noch deutlich knackig.
- Gekochten Reis hinzufügen. Klumpen mit dem Pfannenwender zerdrücken und auf dem Pfannenboden verteilen, bis sich die Körner trennen. 3–4 Minuten braten und dabei gelegentlich wenden, bis der Reis heiß, trocken anfühlt und einzelne goldene Stellen bekommt.
- Erbsen, Ananas und das gebratene Ei hinzufügen. Mit Kurkuma oder Curry bestreuen, Sojasauce und Fischsauce zugießen. 2–3 Minuten kräftig rühren, bis alle Körner gleichmäßig gefärbt sind und die Ananas heiß, aber noch in klaren, nicht zerfallenden Stücken ist.
- Den Großteil des Schnittlauchs und Pfeffer hinzufügen. Vermischen und abschmecken – der Geschmack sollte zugleich salzig, süß und leicht nussig sein; ist er zu mild, etwas Sojasauce oder eine Prise Zucker zugeben, bis er voller wirkt.
- Sofort servieren, den Reis mit den gerösteten Nüssen und dem restlichen Schnittlauch bestreuen. Wenn du eine Ananashälfte als Schale verwendest, den Reis mit einem Löffel einfüllen und leicht andrücken, damit er die Form hält, ohne die Körner zu zerquetschen – sie sollen locker und elastisch bleiben.
Aufbewahrung
Gebratener Reis lässt sich gut aufbewahren, sollte aber immer vollständig durchgegart und heiß serviert werden. Reste schnell abkühlen lassen, im Kühlschrank lagern und innerhalb von 1–2 Tagen in der Pfanne mit etwas Öl oder in der Mikrowelle gründlich erhitzen. Nicht mehrfach aufwärmen.
Diesen Reis habe ich zum ersten Mal für eine Geburtstagsfeier zu Hause gemacht, als ich statt einer Torte ein „tropisches Buffet“ mit asiatischen Gerichten servieren wollte – er war schneller weg als alle anderen Snacks. Seitdem plane ich jedes Mal einen Thai-Abend, wenn ich eine schöne Ananas im Angebot sehe.