Deutsche Zwiebel-Speck-Tarte – Flammkuchen nach Elsässer Art Recipe

Flammkuchen ist eine papierdünne Tarte aus der Grenzregion zwischen Deutschland und dem Elsass, die früher im heißen Brotbackofen gebacken wurde, um die Temperatur vor dem Brotbacken zu testen. Auf dem dünnen Teig landen Sahne, Zwiebeln und Speck, und das Ganze erinnert an eine sehr dünne Pizza ohne Käse. Ein perfektes Gericht für einen Abend mit Freunden – jeder kann sich knusprige Stücke abbrechen.

Flammkuchen nach Elsässer Art ist ein kulinarisches Bindeglied zwischen Deutschland und Frankreich – ultradünner, knuspriger Teig ohne Hefe, belegt nur mit Sahne, Zwiebeln und Speck. Das Backen bei sehr hoher Temperatur sorgt für einen Effekt wie aus dem Brotbackofen: kräftig gebräunte Ränder, ein leicht rauchiges Aroma und glasige, weiche Zwiebeln. Das Gericht hat die Atmosphäre eines Abends in einer kleinen Weinbar – schlicht, aber beeindruckend, besonders wenn es in unregelmäßige Stücke geschnitten auf den Tisch kommt.

Deutsche Zwiebel-Speck-Tarte – Flammkuchen nach Elsässer Art

Tipps vom Koch

Der Schlüssel ist extrem dünn ausgerollter Teig – wenn er zu dick bleibt, wird die Mitte gummiartig statt knusprig. Das Blech unbedingt gut im Ofen vorheizen, denn es sorgt für den „Schockeffekt“ von unten und kommt dem Backen auf einem Pizzastein nahe. Ich schneide die Zwiebeln wirklich in sehr feine Streifen; bei dicken Stücken können sie noch roh sein, bevor die Ränder fertig gebacken sind.

Serviervorschläge

Flammkuchen am besten direkt aus dem Ofen auf einem großen Brett servieren, damit sich jeder am gemeinsamen Tisch Stücke nehmen kann. Er passt hervorragend zu trockenem Weißwein (Riesling, Pinot Blanc) oder zu einem leichten Weizenbier – ideal für gemütliche Abende mit Freunden. Ich serviere ihn oft an Spieleabenden statt klassischer Pizza – er ist meist schneller aufgegessen, als ich den zweiten Fladen ausgerollt habe.

Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Weizenmehl - 250 g
  • Wasser - 120 ml
  • Rapsöl - 2 Esslöffel
  • Salz - 0.5 Teelöffel
  • Sahne 18 % - 150 g
  • Sahne 30 % - 50 g
  • Zwiebel - 2 Stück
  • Speck - 80 g
  • schwarzer Pfeffer
  • Muskatnuss - 0.25 Teelöffel
Hauptzutat: Weizenmehl

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze oder auf die maximale Temperatur vorheizen – zusammen mit dem Blech im Ofen.
  2. In einer Schüssel Mehl mit Salz mischen, Wasser und Öl zugeben. Einen glatten, elastischen Teig kneten – er soll weich, aber nicht klebrig sein. Bei Bedarf etwas Mehl oder Wasser ergänzen.
  3. Eine Kugel formen, mit einem Tuch abdecken und 10–15 Minuten ruhen lassen.
  4. Zwiebeln schälen und in sehr feine Streifen schneiden. Speck in dünne Streifen schneiden.
  5. In einer Schüssel die 18-%- und 30-%-Sahne verrühren und mit einer Prise Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  6. Den Teig in zwei Teile teilen. Jeden Teil auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn zu einem Rechteck oder Oval ausrollen – etwa so dünn wie ein Crêpe.
  7. Das heiße Blech aus dem Ofen nehmen und mit Backpapier belegen. Den ersten Teigfladen auf das Papier legen.
  8. Den Teig mit der Hälfte der Sahnemasse bestreichen, dabei einen kleinen Rand frei lassen. Die Hälfte der Zwiebeln und des Specks gleichmäßig darauf verteilen.
  9. In den sehr heißen Ofen schieben und 8–10 Minuten backen, bis die Ränder kräftig gebräunt und der Speck knusprig sind.
  10. Mit dem zweiten Fladen wiederholen. Sofort servieren, in Rechtecke oder Dreiecke geschnitten.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 1 Tage
Einfrieren: Nein

Reste des Flammkuchens nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen kurz im heißen Ofen oder in der Pfanne knusprig backen, damit der Boden nicht weich bleibt.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Meinen ersten Flammkuchen habe ich gebacken, als der Ofen in meiner Mietwohnung kaum 220 °C schaffte – und es stellte sich heraus, dass ein paar Minuten längere Backzeit reichen, damit die Ränder trotzdem schön bräunen. Seitdem ist es mein Nummer-eins-Rezept, wenn ich mit sehr einfachen Zutaten etwas „Wow“ auf den Tisch bringen möchte.

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