Deutscher Pflaumenkuchen Zwetschgenkuchen Recipe
Zwetschgenkuchen ist ein Hefekuchen mit Pflaumen, der in Deutschland Spätsommer und Herbst besonders beliebt ist. Er wird oft zum Nachmittagskaffee serviert, manchmal sogar mit einem Klecks Schlagsahne. Er erinnert an den polnischen Hefekuchen, aber die Pflaumen werden sehr dicht, fast übereinander gelegt, wodurch der Kuchen besonders saftig wird.
Zwetschgenkuchen ist die Quintessenz des deutschen Spätsommers: ein weicher Hefeteig, der förmlich mit dicht geschichteten Pflaumen beladen ist. Dadurch, dass die Früchte fast übereinander liegen, bleibt der Kuchen außergewöhnlich saftig, mit einer leichten, pflaumigen Säure, die durch den Zucker ausbalanciert wird. Er passt perfekt zur Tradition des Nachmittagskaffees „Kaffee und Kuchen“, die in Deutschland so beliebt ist.
Tipps vom Koch
Hefe mag es warm, aber nicht heiß – die Milch sollte nur leicht warm sein, sonst geht der Teig nicht auf. Lege die Pflaumen dicht an dicht, mit der Schnittfläche nach oben und leicht überlappend, denn beim Backen schrumpfen sie und geben Saft ab. Nach dem Backen den Kuchen mindestens 20 Minuten ruhen lassen, damit der Fruchtsaft etwas in den Boden einziehen kann und beim Schneiden nicht ausläuft.
Serviervorschläge
Unbedingt mit einer Tasse kräftigem Kaffee oder Tee servieren – in vielen deutschen Haushalten ist das ein Klassiker für den Sonntagnachmittag. Er schmeckt auch hervorragend mit einem Klecks Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis, wenn das Dessert etwas „feierlicher“ sein soll. Ideal, wenn Freunde mit Kindern zu Besuch kommen, denn man kann ihn in Rechtecke schneiden und als praktische „Handstücke“ servieren.
Zutaten
- Weizenmehl Typ 450 oder 550 - 400 g
- Milch lauwarm - 200 ml
- frische Hefe oder 7 g Trockenhefe - 25 g
- Zucker für den Teig - 80 g
- Butter geschmolzen, abgekühlt - 60 g
- Ei plus 1 Eigelb - 1 Stück
- Salz - 0.5 Teelöffel
- Pflaumen Zwetschgen, reif - 800 g
- Zucker für die Pflaumen - 2 Esslöffel
- Zimt - 1 Teelöffel
- Semmelbrösel zum Bestreuen des Teigs - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Milch leicht erwärmen, sodass sie lauwarm, aber nicht heiß ist. Hefe in eine Schüssel bröckeln, 1 Esslöffel Zucker und 3 Esslöffel lauwarme Milch zugeben, verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis sie schäumt.
- Mehl, restlichen Zucker und Salz in eine große Schüssel geben. Ei, Eigelb, geschmolzene Butter und den Hefevorteig hinzufügen. Die restliche Milch zugießen.
- Den Teig mit der Hand oder der Küchenmaschine mit Knethaken 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch ist und sich von den Schüsselwänden löst. Ist er sehr klebrig, etwas Mehl zugeben, aber nicht zu viel.
- Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 45–60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- In der Zwischenzeit die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und jede Hälfte noch einmal längs halbieren oder in drei Spalten schneiden, sodass kleine „Bootchen“ entstehen.
- Den gegangenen Teig kurz durchkneten und auf einem mit Backpapier belegten Blech (ca. 30×40 cm) ausrollen oder mit den Fingern auseinanderziehen. 10–15 Minuten zum leichten Aufgehen beiseitestellen.
- Den Boden mit Semmelbröseln bestreuen. Die Pflaumen dicht, mit der Schale nach unten und leicht überlappend auf den Teig legen. Mit 2 Esslöffeln Zucker und Zimt bestreuen.
- In den auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen schieben und 30–35 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind und die Pflaumen weich und leicht karamellisiert sind. Vor dem Schneiden etwas abkühlen lassen.
Aufbewahrung
Übrig gebliebene Stücke vollständig abkühlen lassen, luftdicht verpacken und im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren oder einfrieren. Zum Servieren kurz im Ofen aufbacken, damit der Boden wieder leicht knusprig wird.