Deutsche Linsensuppe mit Wurst Recipe

Deutsche Linsensuppe (Linsensuppe) ist eine dicke, sättigende Suppe aus Linsen, Gemüse und Wurst, die an kühleren Tagen oft als vollständige Mahlzeit gegessen wird. In vielen deutschen Haushalten steht sie im Winter unter der Woche auf dem Tisch, weil sie sich leicht aufwärmen und im Thermos zur Arbeit mitnehmen lässt. Im Geschmack erinnert sie etwas an polnische Erbsensuppe, ist aber leichter und durch den Essigzusatz leicht säuerlich.

Linsensuppe ist ein klassisches Gericht der deutschen Hausmannskost, besonders beliebt in den südlichen Bundesländern und in Sachsen, wo sie häufig mit dunklem Brot oder Würstchen serviert wird.

Deutsche Linsensuppe mit Wurst ist eine dicke, wärmende Ein-Topf-Mahlzeit, in der Linsen, Gemüse und Räucherspeck einen Geschmack ergeben, der ein wenig an Erbsensuppe erinnert, aber leichter und gemüsiger ist. Der Essig am Ende verleiht ihr eine charakteristische, leicht säuerliche Note, durch die die Suppe trotz ihrer kräftigen Einlage nicht schwer wirkt. Ein typisches „Winteressen“, das problemlos einen ganzen Mittagstisch ersetzt.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Anbraten von Speck und Gemüse vor dem Kochen baut einen tiefen, „brüheähnlichen“ Geschmack auf, ohne dass die Suppe lange kochen muss.
  • Der Essig wird erst zum Schluss zugegeben, damit Linsen und Kartoffeln problemlos weich werden.
  • Das Verhältnis von Linsen zu Brühe ergibt eine dicke, aber noch gut löffelbare Suppe, die sich ideal zum Aufwärmen und Einfrieren eignet.
Deutsche Linsensuppe mit Wurst

Tipps vom Koch

Spüle die Linsen immer in einem Sieb ab, um Staub und kleine Verunreinigungen zu entfernen – so wird die Suppe klarer. Wichtig ist, den Speck gut auszulassen und leicht zu bräunen, bevor du das Gemüse zugibst, denn er sorgt für die Geschmackstiefe. Den Essig erst ganz zum Schluss zugeben, wenn Linsen und Kartoffeln weich sind – zu frühes Ansäuern kann die Garzeit von Hülsenfrüchten verlängern.

Serviervorschläge

Sehr heiß in tiefen Schalen servieren, mit einer Scheibe Roggenbrot oder einem Brötchen zum Eintunken in die dicke Brühe. Schmeckt gut mit einem einfachen Krautsalat aus Sauerkraut oder einem Gewürzgurken-Salat, besonders an frostigen Tagen. Bei mir ist diese Suppe ein fester Bestandteil des Wintermenüs – ich koche sonntags einen großen Topf, und wir nehmen Portionen im Thermos mit zum Langlaufen oder auf lange Spaziergänge.

Worauf man achten sollte

  • Den Essig nicht gleich am Anfang zugeben – in saurer Flüssigkeit werden die Linsen deutlich langsamer weich.
  • Zu stark gebräunte Zwiebeln bringen Bitterkeit und überdecken den Geschmack von Linsen und Gemüse.
  • Die Suppe nicht von Anfang an salzen; Speck und Wurst geben bereits viel Salz an die Brühe ab.

Ersatzzutaten

  • Den Speck kannst du für eine fleischlose Variante durch Räuchertofu oder einen Teelöffel geräuchertes Paprikapulver ersetzen.
  • Die Wurst lässt sich weglassen; erhöhe dann die Linsenmenge auf ca. 300 g für eine pflanzlichere Version.
  • Statt Weißweinessig kannst du Apfelessig oder einen Spritzer Zitronensaft verwenden, beides aber erst am Ende der Kochzeit zugeben.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
40 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
6

Zutaten

  • Linsen braune oder grüne, getrocknet - 250 g
  • Wurst z.B. Wiener, Schlesische oder andere milde Wurst, in Scheiben geschnitten - 250 g
  • geräucherter Speck in kleine Würfel geschnitten - 80 g
  • Karotte in Würfel geschnitten - 2 Stück
  • Stangensellerie in Scheiben geschnitten - 2 Stängel
  • Kartoffeln in Würfel geschnitten - 300 g
  • Zwiebel gehackt - 1 Stück
  • Knoblauch fein gehackt - 2 Zehe
  • Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe - 1.5 l
  • Lorbeerblatt - 2 Stück
  • Majoran getrocknete Kräuter - 1 Teelöffel
  • Weinessig weiß oder Apfelessig - 2 Esslöffel
  • Pflanzenöl zum Anbraten - 1 Esslöffel
  • Salz nach Geschmack
  • schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Linsen

Zubereitung

  1. Die Linsen in einem Sieb unter fließendem Wasser gründlich abspülen, bis sie nicht mehr schäumen und das Wasser klar abläuft. Abtropfen lassen; braune und grüne Linsen musst du vorher nicht einweichen.
  2. In einem großen Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Den in Würfel geschnittenen Speck zugeben und 3–4 Minuten braten, bis Fett austritt und die Stücke goldgelb und an den Rändern knusprig, aber nicht dunkelbraun sind.
  3. Die gehackte Zwiebel zugeben und 3–5 Minuten braten, bis sie weich und glasig ist. Den durchgepressten Knoblauch hinzufügen und weitere ca. 30 Sekunden braten, bis er intensiv duftet, aber noch keine Farbe annimmt.
  4. Die gewürfelte Karotte, den Stangensellerie und die Kartoffeln zugeben. 3–4 Minuten unter Rühren anbraten, bis das Gemüse leicht glasig wird und sich am Topfboden helle, angeschmorte Stellen bilden.
  5. Die Linsen einstreuen, Lorbeerblätter und Majoran zugeben. Mit der Brühe aufgießen und gründlich umrühren, dabei die Röststoffe vom Topfboden lösen, bis die Flüssigkeit durch den gelösten „Bratensatz“ leicht trüb ist. Zum Kochen bringen.
  6. Die Hitze auf klein reduzieren, den Topf zudecken und 25–30 Minuten köcheln lassen. Die Suppe sollte eindicken, Linsen und Kartoffeln weich sein, aber noch ihre Form behalten – sie lassen sich mit dem Löffel leicht zerdrücken, ohne zu zerfallen.
  7. Die in Scheiben oder Halbringe geschnittene Wurst hinzufügen. Bei niedriger Hitze weitere 5–10 Minuten köcheln lassen, bis die Wurst vollständig erhitzt ist und sich kleine Fetttröpfchen auf der Oberfläche der Suppe zeigen.
  8. Den Weinessig einrühren und die Suppe probieren. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken; wirkt der Geschmack zu flach, noch etwas Essig zugeben. Ist die Suppe zu dick, etwas Wasser oder Brühe nachgießen und kurz aufkochen lassen.
  9. Die Lorbeerblätter entfernen. Für eine sämigere Konsistenz 2–3 Kartoffelstücke direkt im Topf mit einem Löffel zerdrücken und unterrühren, bis die Suppe leicht cremig wird. Sehr heiß in tiefen Schalen servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Beim Aufwärmen bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe zugeben, da die Linsen weiter quellen und die Suppe eindicken.

Autor Marek Krokosiński

Am häufigsten koche ich sie, wenn die Vorhersage mehrere Frosttage am Stück ankündigt – dann weiß ich, dass ein Topf Suppe im Kühlschrank so manche späte Heimkehr rettet. Gegen Ende der Garzeit zerdrücke ich oft ein paar Kartoffeln direkt im Topf mit dem Löffel, um die Brühe ganz natürlich ohne Mehl zu binden.

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