Dakgangjeong – knuspriges Huhn in süß-scharfer Sauce Recipe
Dakgangjeong sind Hähnchenstücke in einer leichten Panade, knusprig ausgebacken und in eine dicke, süß-scharfe Sauce gehüllt. In Korea isst man sie oft beim Anschauen eines Spiels oder als Snack zum Bier, ähnlich wie unsere Chicken Wings aus der Sportsbar. Die Sauce ist klebrig, aromatisch und so süchtig machend, dass es schwerfällt, bei einem Stück stehenzubleiben.
Dakgangjeong ist die Quintessenz des koreanischen „Chimaek“ – der Kombination aus Huhn und Bier, die in Bars während Baseball- und Fußballspielen dominiert. Die Verbindung aus ultraknuspriger, doppelt frittierter Panade und der klebrigen, süß-scharfen Sauce auf Gochujang-Basis ergibt einen Effekt, der mit typischen Fast-Food-Wings nicht zu vergleichen ist. Erdnüsse und Sesam sorgen für zusätzlichen Crunch und einen leichten, gerösteten Geschmack.
Tipps vom Koch
Der Schlüssel zur perfekten Textur ist eine wirklich dünne Stärkeschicht – klopfe überschüssige Stärke von jedem Stück ab, sonst wird die Panade hart statt leicht. Achte auf die Öltemperatur: Wenn das Hähnchen zu schnell bräunt und innen noch roh ist, ist das Fett zu heiß; bei zu niedriger Temperatur saugt sich das Fleisch mit Öl voll. Beim Wenden in der Sauce zügig bei mittlerer Hitze arbeiten – die Sauce soll das Huhn nur umhüllen und nicht dunkel karamellisieren.
Serviervorschläge
Am nächsten an das koreanische Gefühl kommst du heran, wenn du Dakgangjeong mit gut gekühltem, leichtem Bier oder alkoholfreiem Ingwerbier servierst. Es ist perfekt für einen Filmabend mit Freunden als Alternative zu Pizza, zusammen mit einfachem Coleslaw oder einem knackigen Salat mit Gurke. Für eine größere Party stelle eine Schale mit eingelegtem Rettich oder Kimchi dazu – sie durchbrechen die Süße der Sauce.
Zutaten
- Hähnchenfleisch - 700 g
- Kartoffelstärke - 120 g
- Salz - 0.5 Teelöffel
- Pfeffer gemahlen - 0.5 Teelöffel
- Pflanzenöl - 800 ml
- Knoblauch - 3 Zehen
- Ingwer - 2 cm
- Gochujang-Paste - 1.5 Esslöffel
- Sojasauce - 3 Esslöffel
- Honig - 3 Esslöffel
- Ketchup - 2 Esslöffel
- Reisessig - 1.5 Esslöffel
- Sesamsamen geröstet - 1 Esslöffel
- Erdnüsse geröstet - 40 g
- Schnittlauch fein gehackt - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Das Hähnchen von überschüssigem Fett und Häutchen befreien und in etwa 3 cm große, mundgerechte Stücke schneiden.
- Die Hähnchenstücke mit Salz und Pfeffer bestreuen, mischen und 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
- Die Kartoffelstärke in eine Schüssel geben. Jedes Hähnchenstück darin wälzen, sodass es gleichmäßig mit einer dünnen Schicht überzogen ist, überschüssige Stärke abklopfen.
- In einem tiefen Topf oder einer hohen Pfanne das Öl auf etwa 170–180 °C erhitzen; wenn du kein Thermometer hast, ein kleines Stück Stärke hineingeben – es sollte sofort kräftig brutzeln.
- Das Hähnchen portionsweise 5–6 Minuten frittieren, bis die Stücke hellgolden und knusprig sind. Mit einem Schaumlöffel auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller geben.
- Nach dem Frittieren aller Stücke die Hitze erhöhen, das Öl erneut stark erhitzen und das Hähnchen ein zweites Mal 2–3 Minuten frittieren, bis die Panade sehr knusprig und dunkler goldbraun ist.
- Knoblauch und Ingwer fein hacken.
- In einer breiten Pfanne Sojasauce, Honig, Ketchup, Gochujang-Paste und Reisessig verrühren. Knoblauch und Ingwer hinzufügen.
- Die Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen und die Sauce 3–4 Minuten unter Rühren köcheln lassen, bis sie leicht blubbert und zu einem klebrigen Sirup eindickt.
- Die frittierten Hähnchenstücke zur Sauce geben und 1–2 Minuten schnell wenden, bis jedes Stück gleichmäßig mit einer glänzenden Schicht Sauce überzogen ist.
- Geröstete Erdnüsse hinzufügen und vorsichtig untermischen.
- Das Hähnchen auf eine Platte geben, mit geröstetem Sesam und gehacktem Schnittlauch bestreuen. Sofort servieren, solange es noch sehr knusprig ist.
Aufbewahrung
Übrig gebliebenes Dakgangjeong am besten im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter aufbewahren und im Ofen oder in der Pfanne ohne zusätzliches Öl aufwärmen, damit die Panade wieder etwas knusprig wird. Am knusprigsten bleibt es, wenn Hähnchen und Sauce getrennt gelagert und erst beim Aufwärmen kombiniert werden.