Chinesischer Reisnudelsalat mit Garnelen und Gurke Recipe
Ein leichter Reisnudelsalat mit Garnelen und Gurke ist das ideale Gericht für warme Tage – etwas zwischen Salat und Nudelgericht. In China werden ähnliche Speisen im Sommer oft als kühle Mahlzeit serviert, die satt macht, aber nicht beschwert. Ein Dressing auf Basis von Sojasauce, Limette und Sesam verleiht ihm einen frischen, leicht zitrusartigen Charakter.
Gekühlte Nudelgerichte mit Gemüse und einer Soja‑Essig‑ oder Zitrus‑Sauce sind in China besonders im Sommer beliebt und werden oft an Straßenständen als schnelles, erfrischendes Essen verkauft. Varianten mit Garnelen findet man vor allem in Küstenstädten, wo frische Meeresfrüchte leicht verfügbar sind.
Der chinesische Reisnudelsalat mit Garnelen und Gurke verbindet die Leichtigkeit eines Salats mit der Sättigung eines vollwertigen Nudelgerichts. Kalte Nudeln, knackiges Gemüse und saftige Garnelen in einem Soja-Limetten-Dressing ergeben eine erfrischende Kombination, die besonders an heißen Tagen überzeugt. Er ist ein tolles Beispiel für asiatische „cold noodle dishes“, die im Sommer in vielen Regionen Chinas beliebt sind.
Warum diese Version funktioniert
- Gründliches Abtropfen und leichtes Antrocknen der Nudeln verhindert, dass die Sauce verwässert und sorgt dafür, dass sie besser an den Fäden haftet.
- Das Anbraten des Knoblauchs im Öl vor dem Hinzufügen der Garnelen gibt ein mildes, leicht süßliches Aroma statt eines scharfen, rohen Geschmacks.
- Das Abkühlen der Garnelen, bevor sie mit den Nudeln gemischt werden, verhindert, dass die Nudeln zerfallen und eine gummiartige Konsistenz bekommen.
- Die Sauce ist bewusst etwas kräftiger abgeschmeckt, damit sie nach dem Mischen mit Nudeln und Gemüse auch im gekühlten Zustand noch deutlich zu schmecken ist.
Tipps vom Koch
Übergieße die Reisnudeln nur so lange mit kochendem Wasser, wie auf der Packung angegeben, und spüle sie sofort mit kaltem Wasser ab, damit sie nicht verkleben. Garnelen nur sehr kurz braten – sobald sie rosa werden und sich zu einem „C“ krümmen, sofort aus der Pfanne nehmen, sonst werden sie zäh. Das Dressing separat anrühren und vor dem Mischen probieren – so kannst du das Verhältnis von Salz, Säure und Süße leichter anpassen.
Serviervorschläge
Serviere diesen Salat gut gekühlt, bestreut mit frischem Koriander, geröstetem Sesam oder Erdnüssen. Er eignet sich hervorragend als leichter Lunch zum Mitnehmen ins Büro oder als Gericht für ein Abendessen auf dem Balkon an einem Juliabend. Dazu passen Wasser mit Limette und Minze, ein helles Bier oder ein trockener Weißwein mit Zitrusnoten.
Worauf man achten sollte
- Lass die Nudeln nicht zu lange im kochenden Wasser – sobald sie weich sind, werden sie schnell matschig und klebrig.
- Brate die Garnelen in einer einzigen Schicht an; liegen sie übereinander, geben sie Wasser ab und dünsten statt zu braten.
- Vermische sehr heiße Garnelen nicht mit eiskalten Nudeln direkt aus dem Kühlschrank, sonst werden die Nudelfäden hart und gummiartig.
- Bevor du die Sauce zugibst, achte darauf, dass die Nudeln gut abgetropft sind, sonst wird der Geschmack verwässert.
Ersatzzutaten
- Statt Garnelen kannst du naturbelassenen oder geräucherten Tofu verwenden, in der Pfanne goldbraun angebraten und anschließend abgekühlt.
- Koriander lässt sich gut durch frische Minze oder thailändisches Basilikum ersetzen, die beide gut zur Zitrus‑Sauce passen.
- Einen Teil der Gurke kannst du durch fein geraspelten Chinakohl oder jungen Römersalat ersetzen.
- Honig kannst du durch Ahornsirup oder Rohrzucker ersetzen, den du vollständig in der Sauce auflöst.
Zutaten
- Reisnudeln dünn (Fadennudeln) - 150 g
- geschälte Garnelen frisch oder tiefgekühlt, mittelgroß - 250 g
- frische Gurke mittelgroß, ideal eine lange Gurke - 1 Stück
- Möhre klein - 1 Stück
- Frühlingszwiebel gehackt - 3 Esslöffel
- frischer Koriander gehackt, kann durch Petersilie ersetzt werden - 2 Esslöffel
- Sojasauce sojabasierte Sauce - 3 Esslöffel
- Limetten- oder Zitronensaft - 2 Esslöffel
- Sesamöl aus Sesam - 1 Esslöffel
- Öl (zum Braten der Garnelen) pflanzlich - 1 Esslöffel
- Knoblauch fein gehackt - 1 Zehe
- Honig oder Zucker zum Ausbalancieren des Geschmacks - 1 Teelöffel
- Chiliflocken optional, nach Geschmack - 0.25 Teelöffel
- Sesamsamen in der Pfanne trocken geröstet - 1 Esslöffel
- Salz (zum Würzen der Garnelen)
- Pfeffer (zum Würzen der Garnelen)
Zubereitung
- Reisnudeln in einer großen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen, sodass sie vollständig bedeckt sind. 5–7 Minuten (oder nach Packungsanweisung) stehen lassen, bis sie weich sind. Abgießen und mit kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht zusammenkleben. Wenn die Fäden sehr lang sind, kannst du sie mit einer Küchenschere etwas kürzen.
- Die Gurke waschen, längs halbieren, mit einem Teelöffel die Kerne entfernen (falls sie sehr wässrig sind) und in dünne Stifte schneiden. Die Möhre schälen und ebenfalls in feine Stifte schneiden.
- Garnelen, falls tiefgekühlt, auftauen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Leicht mit Salz und Pfeffer würzen.
- In einer Pfanne 1 Esslöffel Pflanzenöl bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Knoblauch zugeben und etwa 20–30 Sekunden braten, bis er duftet, aber nicht bräunt.
- Die Garnelen zugeben und 2–3 Minuten unter Wenden braten, bis sie rosa und nicht mehr glasig sind. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
- In einer kleinen Schüssel das Dressing zubereiten: Sojasauce, Limettensaft, Sesamöl, Honig oder Zucker sowie Chiliflocken (falls verwendet) verrühren, bis sich Honig oder Zucker aufgelöst haben.
- In einer großen Schüssel Reisnudeln, Gurke, Möhre, gebratene Garnelen, gehackte Frühlingszwiebel und Koriander mischen.
- Alles mit dem vorbereiteten Dressing übergießen und vorsichtig, aber gründlich vermengen, damit Nudeln und Gemüse gleichmäßig überzogen sind.
- Den Salat mit den gerösteten Sesamsamen bestreuen. Abschmecken und bei Bedarf noch etwas Limettensaft oder Sojasauce hinzufügen.
- Sofort servieren oder nach kurzem Kühlen im Kühlschrank (10–15 Minuten), damit sich die Aromen verbinden.
Aufbewahrung
Reste in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1 Tag verzehren. Vor dem Essen kurz durchmischen und bei Bedarf mit etwas Limettensaft oder Sojasauce auffrischen; der Salat schmeckt am besten gut gekühlt.
Am häufigsten bereite ich diesen Salat am Sonntagmorgen zu und fülle ihn in Dosen als „Büro-Lunch“ für den Montag, wenn es im Großraumbüro zu heiß für etwas Deftiges ist. Ich nehme ihn auch gern in einer Box mit zum Picknick an die Weichsel – er lässt sich gut transportieren und muss nicht aufgewärmt werden.