Chinesische gebratene Auberginen mit Tofu in Knoblauch-Sojasauce Recipe
Gebratene Auberginen mit Tofu in Knoblauch-Sojasauce sind ein pflanzliches Gericht, das locker mit Fleischgerichten mithalten kann. In China sind Auberginen sehr beliebt – das weiche, cremige Innere saugt die Sauce wie ein Schwamm auf. Zusammen mit knusprigem Tofu und Reis entsteht ein sättigendes, hausgemachtes Mittag- oder Abendessen.
Dies ist eine Variante klassischer Szechuan‑Gerichte mit Auberginen, bei denen das Gemüse in Öl zu seidig‑weicher Konsistenz gebraten wird und eine kräftige Knoblauch‑Soja‑Sauce erhält. In vielen chinesischen Haushalten werden ähnliche Speisen als eines von mehreren Gerichten zu gemeinsam geteiltem Reis serviert.
Chinesische gebratene Auberginen mit Tofu zeigen, welches Potenzial in Auberginen steckt – das weiche, cremige Innere saugt die Knoblauch-Sojasauce wie ein Schwamm auf. Zusammen mit knusprigen Tofuwürfeln entsteht ein pflanzliches „Comfort Food“, das auch eingefleischte Fleischfans zufriedenstellt. Diese Art, Auberginen zuzubereiten, ist in der Sichuan-Küche und in chinesischen Familiengerichten sehr beliebt.
Warum diese Version funktioniert
- Salzen und gründliches Trockentupfen der Aubergine begrenzt die Fettaufnahme und sorgt für ein cremiges Inneres ohne schwammige Textur.
- Das Wenden des Tofus in Stärke bildet eine dünne, knusprige Kruste, die die Sauce besser hält.
- Eine zum Schluss mit Stärke gebundene Sauce ergibt eine glänzende Glasur wie in chinesischen Restaurants.
- Knoblauch und Ingwer werden erst zu den bereits weichen Auberginen gegeben, damit sie nicht verbrennen und bitter werden.
Tipps vom Koch
Auberginen in relativ dicke Stifte schneiden, leicht salzen und vor dem Braten trocken tupfen – so geben sie etwas Wasser ab und bräunen schneller, statt sich mit Fett vollzusaugen. Tofu vorher gut abtropfen lassen und leicht mit Kartoffel- oder Maisstärke bestäuben, dann wird es nach dem Braten richtig knusprig. Die Sauce unbedingt vor dem Braten in einer Schüssel anrühren, denn in der Pfanne geht alles schnell und Knoblauch verbrennt leicht.
Serviervorschläge
Dieses Gericht mit heißem, klebrigem Reis und einem einfachen Gurkensalat mit Reisessig servieren, der den Gaumen erfrischt. Es eignet sich hervorragend als Hauptgericht für einen fleischlosen Montag oder ein Abendessen mit Freunden, die kein Fleisch essen, aber kräftige Aromen lieben. Dazu passen Jasmintee, ein leicht scharfer Ingwerdrink oder ein trockenes Weißwein.
Worauf man achten sollte
- Die Bratzeit der Aubergine nicht verkürzen – ist sie zu fest, bleibt sie unter der Schale zäh und nimmt die Sauce nicht richtig auf.
- Die Pfanne weder mit Tofu noch mit Auberginen überladen, sonst schmoren sie im eigenen Dampf statt zu braten.
- Die Sauce vor dem Eingießen umrühren, da sich Stärke am Boden absetzen und beim Kontakt mit der heißen Pfanne Klümpchen bilden kann.
Ersatzzutaten
- Naturtofu kann durch Räuchertofu ersetzt werden; brate ihn etwas kürzer, da er schneller bräunt.
- Statt Reisessig kannst du hellen Weißwein- oder Tafelessig verwenden, im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt.
- Asiatische Auberginen lassen sich durch gewöhnliche violette Auberginen ersetzen, in ähnlich große Streifen geschnitten.
- Keinen frischen Ingwer zur Hand? Verwende 1/3 Teelöffel getrockneten Ingwer und gib ihn zusammen mit der Sauce dazu.
Zutaten
- Auberginen mittelgroß, zusammen ca. 500 g - 2 Stück
- festes Naturtofu - 250 g
- Knoblauch - 4 Zehen
- frischer Ingwer - 2 cm
- Sojasauce - 4 Esslöffel
- Wasser für die Sauce - 80 ml
- Essig - 1 Esslöffel
- Zucker - 1 Teelöffel
- Kartoffel- oder Maisstärke 1 für das Tofu, 1 für die Sauce - 2 Teelöffel
- Öl zum Braten - 4 Esslöffel
- Sesamöl für das Aroma, optional - 0.5 Teelöffel
- Frühlingszwiebel gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
- Salz zum Bestreuen der Auberginen
Zubereitung
- Tofu gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen und anschließend in Würfel von etwa 1,5 cm Kantenlänge schneiden. In einer Schüssel das Tofu vorsichtig mit 1 Teelöffel Stärke mischen, sodass jedes Stück leicht umhüllt ist.
- Die Auberginen in längliche Streifen oder Halbmonde von etwa 1 cm Dicke schneiden. Leicht mit Salz bestreuen und 10 Minuten stehen lassen, damit sie etwas Flüssigkeit ziehen. Danach mit Küchenpapier trocken tupfen.
- Knoblauch fein hacken. Ingwer schälen und fein reiben.
- In einer kleinen Schüssel die Sauce vorbereiten: Sojasauce, Wasser, Reisessig, Zucker und 1 Teelöffel Stärke verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
- In einer großen Pfanne 2 Esslöffel Öl bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Tofu zugeben und 6–8 Minuten unter vorsichtigem Wenden braten, bis die Würfel von allen Seiten goldbraun und leicht knusprig sind. Tofu auf einen Teller geben.
- In derselben Pfanne weitere 2 Esslöffel Öl erhitzen. Die Auberginen hineingeben und 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren braten. Zuerst saugen die Auberginen das Öl auf und wirken trocken, dann beginnen sie weich zu werden und goldig zu werden. Braten, bis sie innen sehr weich sind.
- Knoblauch und Ingwer in die Pfanne geben. Unter Rühren etwa 30–40 Sekunden anbraten, bis ein intensiver Duft aufsteigt.
- Die vorbereitete Sauce angießen, schnell verrühren und 1–2 Minuten köcheln lassen, bis sie eindickt und leicht glänzt.
- Das gebratene Tofu hinzufügen, vorsichtig mit Auberginen und Sauce vermengen. Noch etwa 1 Minute braten, damit das Tofu heiß wird und sich mit der Sauce überzieht. Zum Schluss mit Sesamöl beträufeln.
- Heiß servieren, mit gehackter Frühlingszwiebel oder Schnittlauch bestreut, am besten mit weißem Reis.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren. Schonend in der Pfanne oder in der Mikrowelle aufwärmen; bei Bedarf etwas Wasser oder Sojasauce hinzufügen, damit die Sauce wieder cremig wird.
Das ist eines meiner Lieblingsgerichte für „pflanzliche Donnerstage“, an denen ich bewusst kein Fleisch kaufe und etwas Herzhaftes, aber Veganes suche. Ich mache oft gleich eine größere Portion, denn am nächsten Tag haben Auberginen und Tofu die Sauce noch besser aufgesogen – perfekt als fertiges Mittagessen fürs Büro.