Yaki onigiri – gegrillte Reisbällchen mit Sojasauce Recipe
Yaki onigiri sind Reisbällchen oder -dreiecke, die nach dem Formen mit Sojasauce bestrichen und gegrillt werden, bis sie außen goldbraun und leicht knusprig sind. In Japan werden sie in Izakayas (Bars mit kleinen Gerichten) oft als Snack zu Bier oder Tee serviert. Der Geschmack ist schlicht, aber sehr befriedigend – gerösteter Reis mit einer rauchigen Note und salziger Sauce.
Yaki Onigiri werden in Izakayas oft als herzhafter Snack zu Bier oder Sake serviert, meist zusammen mit kleinen Tellern gegrillter Spieße. Zu Hause tauchen sie auch als praktische Art auf, übrig gebliebenen Reis vom Vortag zu verwerten.
Yaki onigiri zeigen, wie vielseitig einfacher Reis sein kann: Durch das Grillen entsteht eine aromatische, leicht rauchige Kruste, während das Innere weich bleibt. Sie sind unkompliziert, sättigend und perfekt zum Essen mit den Händen.
Warum diese Version funktioniert
- Gründliches Waschen und Ruhenlassen des Reises sorgt für eine klebrige, aber nicht breiige Konsistenz.
- Dünne Schichten Sauce lassen die Oberfläche bräunen, ohne dass sie verbrennt.
- Ein Schuss Sesamöl verstärkt das Aroma und macht das gleichmäßige Bestreichen leichter.
- Braten bei mittlerer Hitze ergibt eine knusprige Kruste und einen warmen, weichen Kern.
Tipps vom Koch
Verwende am besten japanischen Rundkornreis oder Sushireis – andere Sorten fallen leichter auseinander. Drücke die Bällchen beim Formen wirklich fest zusammen, damit sie beim Wenden in der Pfanne nicht zerbrechen. Die Pfanne sollte gut vorgeheizt sein, damit der Reis nicht anhaftet.
Serviervorschläge
Serviere Yaki onigiri mit eingelegtem Gemüse, etwas Kimchi oder einem einfachen Gurkensalat. Sie passen auch gut als Beilage zu gegrilltem Fleisch oder Tofu vom Grill.
Worauf man achten sollte
- Zu feuchter Reis fällt auseinander – nach dem Garen sollte im Topf kein sichtbares Wasser mehr stehen.
- Bewege die Onigiri in den ersten Bratminuten nicht, sonst beginnt der Reis anzukleben.
- Zu hohe Hitze dunkelt die Oberfläche schnell, während das Innere kalt bleibt.
- Trage keine dicke Schicht Sauce auf – sie verbrennt leicht und wird bitter.
Ersatzzutaten
- Statt Nori kannst du dünne Streifen Römersalat verwenden, um den Boden zu umwickeln.
- Wenn du kein Sesamöl hast, gib eine Prise gerösteten Sesam in die Sojasauce.
- Sushireis kannst du durch anderen kurzen, klebrigen Reis ersetzen; langkörnigen solltest du vermeiden.
Zutaten
- Reis - 300 g
- Wasser - 360 ml
- Salz - 3 g
- Sojasauce - 40 ml
- Sesamöl - 5 ml
- Pflanzenöl - 10 ml
- Nori - 1 Stück
- Sesam - 5 g
Zubereitung
- Den Reis mehrmals in kaltem Wasser waschen, bis das Wasser fast klar ist. In einem Sieb abtropfen lassen und 10 Minuten stehen lassen, damit er gut abtropft.
- Den Reis in einen Topf geben, das abgemessene Wasser hinzufügen, mit einem Deckel abdecken und zum Kochen bringen. Die Hitze auf das Minimum reduzieren und 12–15 Minuten garen, ohne den Deckel anzuheben.
- Nach dem Garen die Hitze ausschalten und den Reis weitere 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit er „durchzieht“. Anschließend in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen, bis er warm, aber nicht mehr heiß ist.
- Salz zum Reis geben und vorsichtig mit einem Spatel unterheben, Klümpchen zerteilen, aber nicht zu stark drücken.
- Eine kleine Schüssel mit kaltem Wasser vorbereiten. Die Hände mit Wasser anfeuchten, damit der Reis nicht klebt, eine Portion Reis (etwa eine Handvoll) nehmen und zu einer Kugel oder einem Dreieck formen, dabei fest zusammendrücken, damit der Reis gut zusammenhält. Wiederholen, bis der ganze Reis aufgebraucht ist – es sollten 8–10 Stück werden.
- In einer kleinen Schüssel Sojasauce mit Sesamöl verrühren.
- Eine Grillpfanne oder normale Pfanne mit etwas Pflanzenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Reisbällchen in die Pfanne legen und 3–4 Minuten pro Seite braten, bis die Unterseite zu bräunen beginnt und leicht knusprig wird.
- Die Bällchen wenden und die Oberseite mit einer dünnen Schicht der Sojasauce-Sesamöl-Mischung bestreichen, z.B. mit einem Pinsel oder einem Teelöffel. Weitere 3–4 Minuten braten.
- Die Bällchen noch ein- bis zweimal wenden und jedes Mal dünn mit Sauce bestreichen, bis sie außen goldbraun und leicht geröstet, aber nicht verbrannt sind.
- Das Noriblatt mit einer Schere in Streifen schneiden. Die fertigen Yaki onigiri mit geröstetem Sesam bestreuen und nach Wunsch teilweise mit einem Noristreifen umwickeln, damit man sie besser in der Hand halten kann. Heiß oder bei Zimmertemperatur servieren.
Aufbewahrung
Reste luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1 Tag aufessen. Vor dem Servieren in einer trockenen Pfanne oder in der Heißluftfritteuse kurz aufwärmen, damit die Außenseite wieder leicht knusprig wird.
Diese Reisbällchen sind ideal, wenn du etwas Herzhaftes aus wenigen Zutaten zubereiten möchtest. Sie schmecken frisch vom Herd am besten, aber auch bei Zimmertemperatur sind sie ein toller Snack für unterwegs.