Türkischer Gulasch mit Aubergine und Kichererbsen Recipe
Dieses vegetarische Eintopfgericht verbindet zarte Aubergine, Kichererbsen und Tomaten in einer aromatischen Sauce. In der Türkei werden solche Gerichte oft als fleischloses Mittagessen serviert, besonders im Sommer, wenn das Gemüse am besten schmeckt. Im Geschmack erinnert es etwas an ein mediterranes Ratatouille, ist aber durch die Kichererbsen sättigender.
Dieser türkische Gulasch mit Aubergine und Kichererbsen ist ein typisches Sommergericht aus einer Region, in der Gemüse die Hauptrolle spielt und Fleisch trotzdem nicht fehlt – obwohl hier keines verwendet wird. Die cremige Aubergine saugt die Tomatensauce mit Kreuzkümmel und Paprika wie ein Schwamm auf, sodass jeder Bissen intensiv aromatisch ist und an die mediterrane Küche erinnert. Durch die Kichererbsen ist das Gericht so sättigend wie ein Fleischgulasch, bleibt aber leicht und rein pflanzlich.
Tipps vom Koch
Es lohnt sich wirklich, die Aubergine zu salzen und abtropfen zu lassen – so wird sie nicht bitter und saugt beim Braten weniger Öl auf. Achte darauf, sie vor dem Schmoren leicht zu bräunen, denn genau dieser Schritt bringt die Tiefe in den Geschmack, die sich später nicht mehr mit Gewürzen ausgleichen lässt. Wenn du Kichererbsen aus der Dose verwendest, spüle sie in einem Sieb gründlich ab – die Sauce schmeckt dann klarer und weniger mehlig.
Serviervorschläge
Am besten schmeckt der Gulasch mit gekochtem Bulgur oder lockerem Reis, der die Tomatensauce aufsaugt – ein ideales „Lunchbox“-Mittagessen für die Arbeit. An warmen Sommertagen kannst du ihn bei Zimmertemperatur mit einer Scheibe knusprigem Brot und einem einfachen Gurken-Joghurt-Salat servieren. Zum Trinken passen Ayran, Kefir oder ein leichtes Rotwein, wenn du den Gulasch abends mit Freunden servierst.
Zutaten
- Aubergine mittelgroß - 2 Stück
- gekochte Kichererbsen aus der Dose oder vorgekocht - 300 g
- Tomaten aus der Dose gehackt - 400 g
- Paprika rot - 1 Stück
- Zwiebel groß - 1 Stück
- Knoblauch - 3 Zehen
- pflanzliches Öl oder Olivenöl - 4 Esslöffel
- gemahlener Kreuzkümmel - 1 Teelöffel
- gemahlene süße Paprika - 1 Teelöffel
- Lorbeerblatt - 1 Stück
- Salz nach Geschmack
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Petersilie, glatt oder kraus gehackt, zum Servieren - 3 Esslöffel
- Wasser bei Bedarf für die Sauce - 150 ml
Zubereitung
- Die Auberginen waschen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Wenn die Schale sehr hart ist, kannst du sie stellenweise schälen und etwas Schale für die Farbe stehen lassen. Die gewürfelten Auberginen leicht salzen, mischen und 15 Minuten stehen lassen, damit sie Wasser ziehen und etwas Bitterkeit verlieren.
- Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Die Paprika entkernen und in Streifen oder Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
- Nach 15 Minuten die Aubergine unter fließendem Wasser vom Salz abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne 2 Esslöffel Öl bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Aubergine zugeben und 8–10 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie leicht gebräunt und weich ist. Auf einen Teller geben.
- In denselben Topf die restlichen 2 Esslöffel Öl geben. Die Zwiebel zugeben und 4–5 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich und leicht glasig ist. Die Paprika hinzufügen und weitere 4 Minuten braten.
- Knoblauch, Kreuzkümmel, süße Paprika und das Lorbeerblatt zugeben. Etwa 30 Sekunden unter Rühren anrösten, bis die Gewürze intensiv duften.
- Die angebratene Aubergine wieder in den Topf geben, die abgetropften Kichererbsen hinzufügen, die Dosentomaten und etwa 100 ml Wasser angießen. Alles vermischen, zum Kochen bringen und dann die Hitze auf klein reduzieren.
- Den Topf abdecken und 20–25 Minuten sanft schmoren lassen, dabei gelegentlich umrühren, bis die Aubergine sehr weich ist und die Sauce eingedickt ist. Ist die Sauce zu dick, etwas Wasser zugeben; ist sie zu dünn, die letzten 5 Minuten ohne Deckel kochen.
- Zum Schluss den Gulasch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Lorbeerblatt entfernen. Mit gehackter Petersilie bestreuen und heiß mit Reis, Bulgur oder Brot servieren.
Aufbewahrung
Reste nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Am besten schonend in einem Topf mit etwas Wasser oder im Wasserbad erwärmen, damit die Aubergine nicht zerfällt.