Türkischer Bulgur-Pilaw mit Trockenfrüchten und Zimt Recipe
Ein aromatischer Pilaw, bei dem Bulgur zusammen mit Zwiebeln, Gewürzen und einer Mischung aus Trockenfrüchten gegart wird. In der Türkei erscheinen solche leicht süß-salzigen Gerichte oft auf festlichen Tafeln neben Fleisch, ähnlich wie bei uns Reis mit Trockenfrüchten an Weihnachten. Im Geschmack erinnert er an marokkanischen Couscous mit Rosinen, hat aber einen ausgeprägteren Getreidecharakter und ein feines Zimtaroma.
Dieser Pilaw zeigt die festliche Seite der türkischen Küche, in der Bulgur zusammen mit warmen Gewürzen und Trockenfrüchten die Hauptrolle spielt. Die Kombination aus der Süße von Rosinen und Aprikosen mit der buttrigen Getreidenote und feinem Zimt ergibt ein Gericht, das zugleich wohlig und feierlich wirkt. Pinienkerne bringen einen eleganten, leicht harzigen Akzent hinein, wie man ihn aus der mediterranen Küche kennt.
Tipps vom Koch
Röste den Bulgur im Fett, bis er nussig duftet – dann haben die Körner ihre Struktur „verschlossen“ und bleiben nach dem Garen locker statt breiig. Achte auf das Flüssigkeitsverhältnis: Wenn du bei kleiner Hitze mit Deckel kochst, halte dich an die angegebene Brühenmenge und gib bei Bedarf jeweils 2–3 Esslöffel nach. Pinienkerne brennen leicht an, röste sie daher bei mittlerer Hitze, schwenke die Pfanne ständig und lass sie nicht unbeaufsichtigt.
Serviervorschläge
Serviere den Pilaw zu Brathähnchen, Lamm oder geröstetem Wurzelgemüse – ideal für ein herbstliches Essen in größerer Runde. Für ein gemütliches Abendessen zu zweit kann er auch allein stehen, zusammen mit einem Rucola-Orangen-Salat. Dazu passen trockener Weißwein, ein leicht trockener Rosé oder einfach heißer Tee mit einer Scheibe Zitrone, wie in türkischen Teestuben.
Zutaten
- Bulgur - 250 g
- Zwiebel - 1 Stück
- Butter - 2 Esslöffel
- Öl - 1 Esslöffel
- Rosinen - 40 g
- getrocknete Aprikosen - 40 g
- Pinienkerne - 25 g
- Zimt, gemahlen - 0.5 Teelöffel
- Kreuzkümmel (Kumin), gemahlen - 0.5 Teelöffel
- Gemüsebrühe - 500 ml
- Salz
- Pfeffer
- Petersilie, glatt, gehackt - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Rosinen und getrocknete Aprikosen mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten einweichen, dann abgießen. Die Aprikosen in kleine Würfel schneiden.
- Bulgur in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.
- Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne Butter und Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 4–5 Minuten anschwitzen, bis sie weich und leicht goldgelb ist.
- Den Bulgur einstreuen und 2–3 Minuten unter Rühren anrösten, bis die Körner leicht glasig werden und nussig duften.
- Die abgetropften Rosinen, die gewürfelten Aprikosen, Zimt, Kreuzkümmel, eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles gut mischen, damit die Gewürze den Bulgur gleichmäßig umhüllen.
- Heiße Gemüsebrühe angießen, umrühren, zum Kochen bringen und die Hitze dann auf klein stellen. Zugedeckt 15–18 Minuten garen, bis der Bulgur den Großteil der Flüssigkeit aufgenommen hat und weich ist.
- Währenddessen die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze rösten, dabei die Pfanne häufig schwenken, bis sie leicht gebräunt sind und duften.
- Wenn der Bulgur gar ist, den Topf vom Herd nehmen, abdecken und 5–10 Minuten ruhen lassen, damit die Körner „nachziehen“. Anschließend mit einer Gabel auflockern.
- Vor dem Servieren den Pilaw mit den gerösteten Pinienkernen und gehackter Petersilie bestreuen. Heiß als Hauptgericht oder als Beilage zu Fleisch servieren.
Aufbewahrung
Reste des Pilaws im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren in der Pfanne mit einem kleinen Stück Butter oder etwas Öl vorsichtig erwärmen. Die Pinienkerne erst nach dem Aufwärmen darüberstreuen, damit sie knusprig bleiben.