Türkischer Bulgur-Pilaw mit Hähnchen Recipe
Dieser Pilaw ist ein hausgemachtes One-Pot-Gericht: grober Bulgur, der zusammen mit Hähnchenstücken, Gemüse und Gewürzen gegart wird. In der Türkei kommen solche Gerichte oft unter der Woche auf den Tisch, wenn die ganze Familie schnell mit etwas Sättigendem versorgt werden soll. Im Geschmack erinnert es etwas an Risotto, aber die Bulgurkörner bleiben lockerer und leicht nussig.
Dieser Pilaw ist die Quintessenz der türkischen Hausmannskost – alles passiert in einem Topf, und der Bulgur nimmt den Geschmack von Brühe, Tomaten und Gewürzen auf. Die Körner bleiben elastisch und leicht nussig, sodass das Gericht sättigend ist, aber nicht so schwer wie manche Reisaufläufe. Es ist eine Art „Comfort Food“ für Wochentage, nur in einer mediterranen Variante.
Tipps vom Koch
Rühre den Pilaw während des Garens nicht ständig um – außer einem schnellen Umrühren am Anfang –, sonst brechen die Körner und das Gericht wird kompakt. Achte genau auf das Flüssigkeitsverhältnis: Wenn du einen anderen Bulgur als im Rezept verwendest, schau auf die Packungsempfehlung zur Wassermenge und passe die Brühe entsprechend an, damit du nicht mit Bulgur in Suppe endest. Gönn dem Pilaw nach dem Garen unbedingt ein paar Minuten Ruhe unter dem Deckel und lockere ihn erst dann mit der Gabel auf – dieser Moment macht den größten Unterschied in der Struktur.
Serviervorschläge
Serviere den Pilaw mit einem einfachen Salat aus Gurke, Tomate und roter Zwiebel mit viel frischen Kräutern – die Frische balanciert die warmen Gewürze perfekt aus. Für ein schnelles Abendessen unter der Woche reicht ein Klecks dicker Naturjoghurt oder ein Glas Ayran dazu. Für ein Familienessen am Sonntag kannst du den Pilaw im großen Topf auf den Tisch stellen, zusammen mit einer Schüssel Ofengemüse, damit sich jeder selbst bedienen kann.
Zutaten
- grober Bulgur - 250 g
- Hähnchenbrust ohne Knochen und Haut - 400 g
- Zwiebel mittelgroß - 1 Stück
- grüne Paprika - 1 Stück
- Möhre - 1 Stück
- Tomaten reif - 2 Stücke
- Hühnerbrühe - 600 ml
- Pflanzenöl - 3 Esslöffel
- Butter - 1 Esslöffel
- gemahlener süßer Paprika - 1 Teelöffel
- gemahlener Kreuzkümmel - 0.5 Teelöffel
- Salz nach Geschmack
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Petersiliengrün gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Den Bulgur in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen und beiseitestellen, damit er abtropft.
- Die Hähnchenbrust in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Paprika und Möhre klein würfeln. Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und würfeln.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne Öl und Butter bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten anbraten, bis sie weich und leicht glasig ist.
- Das Hähnchen hinzufügen und 5–6 Minuten unter Rühren braten, bis die Stücke außen weiß und leicht gebräunt sind.
- Möhre und Paprika zugeben und weitere 3–4 Minuten braten, bis das Gemüse etwas weicher wird.
- Süßen Paprika und Kreuzkümmel einstreuen, umrühren und 30 Sekunden anrösten, bis die Gewürze duften.
- Den Bulgur hinzufügen und gründlich vermischen, 1–2 Minuten anrösten, damit jedes Korn mit Fett und Gewürzen überzogen ist.
- Tomaten und Hühnerbrühe zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und umrühren. Zum Kochen bringen, dann die Hitze auf klein reduzieren.
- Den Topf mit einem Deckel schließen und 15–18 Minuten garen, bis der Bulgur den Großteil der Flüssigkeit aufgenommen hat und weich, aber nicht zerkocht ist. Nicht zu oft umrühren, damit die Körner nicht zerfallen.
- Den Topf vom Herd nehmen und 5–10 Minuten mit geschlossenem Deckel ruhen lassen, damit der Bulgur „nachzieht“ und lockerer wird.
- Vor dem Servieren den Pilaw vorsichtig mit einer Gabel auflockern, mit Petersilie bestreuen und heiß servieren.
Aufbewahrung
Reste des Pilaws nach dem Abkühlen im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2–3 Tagen aufbrauchen. Zum Aufwärmen in der Pfanne mit einem Schuss Wasser oder Brühe vorsichtig erhitzen und dabei auflockern, damit der Bulgur nicht klumpt. Eingefrorene Portionen über Nacht im Kühlschrank auftauen und dann gründlich durchwärmen.