Türkischer Auberginenauflauf mit Joghurt und Hackfleisch Recipe
Ein geschichteter Auflauf, in dem sich Auberginenscheiben mit aromatischem Hackfleisch und einer Joghurt-Schicht obenauf abwechseln. Er erinnert ein wenig an griechische Moussaka, ist aber leichter, weil die Béchamelsauce hier durch Joghurt ersetzt wird. In türkischen Familien wird so ein Gericht oft zum Sonntagsessen zubereitet, wenn sich alle am Tisch versammeln.
Dieser Auflauf verbindet türkische Gewürze mit der von Moussaka bekannten Form, ist dank Joghurt statt Béchamel aber leichter und weniger fettig, dabei trotzdem sehr sättigend. Sanft angebratene Auberginen saugen die Tomaten-Hackfleisch-Sauce wie ein Schwamm auf, und die obere Schicht aus Joghurt und Käse bildet eine goldene, leicht elastische „Decke“. Ein typisches Gericht für größere Familienrunden – man stellt die Form einfach in die Mitte des Tisches, und jeder nimmt sich eine ordentliche Portion.
Tipps vom Koch
Gib den Auberginen Zeit, mit Salz „ins Schwitzen“ zu kommen – diese 20 Minuten machen wirklich einen Unterschied im Geschmack und in der Textur, und die Scheiben saugen beim Braten weniger Fett auf. Die Fleischsauce so lange köcheln lassen, bis sie deutlich eingedickt ist; bleibt sie zu flüssig, fällt der Auflauf nach dem Backen auseinander und wässert. Nach dem Herausnehmen aus dem Ofen unbedingt die 10 Minuten Ruhezeit einhalten – in dieser Zeit stabilisieren sich die Schichten, und du kannst saubere Stücke schneiden, was du zu schätzen weißt, wenn hungrige Mitesser schon in der Küche kreisen.
Serviervorschläge
Am besten mit einem einfachen Salat aus Tomaten, Gurke und roter Zwiebel mit viel Petersilie servieren – genau wie in türkischen Haushalten beim Sonntagsessen. Als Beilage eignen sich Reis, Bulgur oder einfach eine Scheibe frisches Brot, um die Sauce vom Teller aufzutunken. Dazu passt ein trockenes, mittelkräftiges Rotwein oder ein Glas gekühlter Ayran, wenn du es eher häuslich magst.
Zutaten
- Auberginen - 2 Stücke
- Hackfleisch - 400 g
- Zwiebel - 1 Stück
- Knoblauch - 2 Zehen
- Tomaten aus der Dose - 400 g
- Tomatenmark - 1 Esslöffel
- Joghurt - 250 g
- Ei - 1 Stück
- Hartkäse oder anderer gelber Käse, gerieben - 80 g
- Öl - 4 Esslöffel
- Kreuzkümmel (Kumin), gemahlen - 0.5 Teelöffel
- Paprika, edelsüß - 0.5 Teelöffel
- Paprika, scharf - 1 Teelöffel
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Auberginen in längs verlaufende Scheiben von etwa 0,7–1 cm Dicke schneiden. Von beiden Seiten salzen und 20 Minuten in einem Sieb stehen lassen, damit sie Wasser und eventuelle Bitterstoffe abgeben.
- Die Scheiben anschließend unter fließendem Wasser abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen.
- In einer großen Pfanne 3 Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Auberginenscheiben portionsweise 2–3 Minuten pro Seite braten, bis sie weich und leicht gebräunt sind, bei Bedarf etwas Öl nachgießen. Auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen.
- Zwiebel schälen und fein würfeln, Knoblauch hacken.
- In derselben Pfanne 1 Esslöffel Öl erhitzen, Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten braten, bis sie weich ist und leicht Farbe annimmt. Knoblauch zugeben und weitere 30 Sekunden braten.
- Hackfleisch hinzufügen, mit einem Löffel zerteilen und 6–8 Minuten braten, bis es vollständig die Farbe verändert und leicht gebräunt ist. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, edelsüßer und scharfer Paprika würzen.
- Tomaten aus der Dose und Tomatenmark zugeben, verrühren und 10–12 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce eindickt und überschüssige Flüssigkeit verdampft ist.
- In einer Schüssel Joghurt mit Ei und einer Prise Salz verrühren, bis eine homogene Masse entsteht.
- Backofen auf 190°C vorheizen. Eine Auflaufform leicht mit Öl einfetten.
- Den Boden der Form mit einer Schicht Auberginenscheiben auslegen, darauf die Hälfte der Fleischsauce geben. Die Schichten wiederholen: Auberginen und restliche Fleischsauce. Die Joghurtmasse darüber gießen und mit geriebenem Käse bestreuen.
- Den Auflauf 25–30 Minuten backen, bis die Oberfläche gestockt und schön gebräunt ist. Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen, damit der Auflauf etwas fest wird.
Aufbewahrung
Reste nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen den Auflauf im Ofen oder in der Mikrowelle erhitzen; bei Bedarf mit etwas Folie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu stark austrocknet.