Tteokbokki – scharfe Reiskuchen mit Gochujang-Sauce Recipe
Tteokbokki ist ein koreanischer Streetfood-Snack, den man abends oft mit Freunden bei Bier oder einem alkoholfreien Reisgetränk isst. Es sind weiche, elastische Reiskuchen in einer dicken, scharfen Sauce – ein bisschen wie eine Mischung aus Schupfnudeln oder Gnocchi und einem pikanten Gulasch. In Seoul werden sie an Imbissständen an jeder Ecke verkauft, besonders in der Nähe von Schulen und U-Bahn-Stationen.
Tteokbokki ist die Quintessenz des koreanischen Streetfoods: elastische Reiskuchen in einer dicken, süß-scharfen Sauce, die schon nach ein paar Bissen angenehm wärmt. Die Kombination aus Gochujang, Knoblauch, Brühe und Zucker ergibt einen Geschmack, der gleichzeitig pikant, tief umami und leicht karamellig ist. Durch den Zusatz von Fischkuchen und Chinakohl erinnert das Gericht an etwas zwischen Gulasch und einer sehr sättigenden Snack-Schüssel zum Teilen am Tisch.
Tipps vom Koch
Reiskuchen unbedingt gut einweichen, wenn sie tiefgekühlt oder sehr hart sind – so werden sie schneller weich und bleiben innen nicht gummiartig. Die Sauce relativ häufig umrühren, besonders gegen Ende der Garzeit, da sie stark eindickt und leicht am Topfboden ansetzt; die ideale Konsistenz ist erreicht, wenn sie die Reiskuchen wie eine dicke Pastasauce umhüllt. Die Schärfe kannst du über die Menge an Gochugaru regulieren – wenn du für empfindliche Esser kochst, beginne mit der Hälfte der Chiliflocken und probiere die Sauce, bevor du den Rest zugibst.
Serviervorschläge
Tteokbokki schmeckt am besten heiß, direkt aus der Pfanne, in einer großen Schüssel in der Mitte des Tisches serviert, damit jeder mit Stäbchen oder Gabel zugreifen kann. In Korea trinkt man dazu oft Bier oder ein süßes Reisgetränk – zu Hause passen helles Bier, Cola oder Eistee sehr gut. Es ist ein idealer Snack für Serienabende, Spieleabende mit Freunden oder einen „Korea-Abend“ vor dem Fernseher mit K-Drama.
Zutaten
- Tteok-Reiskuchen Reisröllchen für Tteokbokki, frisch oder tiefgekühlt - 400 g
- Gemüsebrühe kann auch aus Brühwürfel sein - 400 ml
- Gochujang-Paste - 2 Esslöffel
- Gochugaru-Chiliflocken für eine schärfere Version, können weggelassen werden - 1 Esslöffel
- Sojasauce - 1.5 Esslöffel
- Zucker kann durch Honig ersetzt werden - 1.5 Esslöffel
- Knoblauch fein gehackt - 2 Zehe
- Zwiebel in Streifen geschnitten - 0.5 Stück
- Chinakohl in Streifen geschnitten - 100 g
- Fischkuchen koreanischer Eomuk, in Rechtecke geschnitten; für eine vegane Version weglassen - 100 g
- Pflanzenöl - 1 Esslöffel
- Schnittlauch gehackt - 3 Esslöffel
- Ei hart gekocht, optional - 2 Stück
Zubereitung
- Wenn du tiefgekühlte Reiskuchen verwendest, diese etwa 10 Minuten in warmem Wasser einweichen, damit sie weich werden, dann abgießen.
- In einer Schüssel Brühe, Gochujang-Paste, Sojasauce, Zucker, gehackten Knoblauch und Chiliflocken verrühren, bis sich die Paste gut aufgelöst hat.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich und glasig ist, aber nicht bräunt.
- Die vorbereitete Sauce in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen.
- Die Reiskuchen hinzufügen und 8–10 Minuten unter häufigem Rühren kochen, bis die Sauce deutlich eindickt und die Reiskuchen innen weich, aber beim Kauen noch elastisch sind.
- Chinakohl und Fischkuchen dazugeben und weitere 3–4 Minuten kochen, bis der Kohl weich, aber noch leicht knackig ist.
- Die Sauce abschmecken und bei Bedarf mit zusätzlichem Zucker oder Sojasauce nachwürzen, falls sie zu scharf oder zu salzig ist.
- Tteokbokki in Schüsseln füllen, mit gehacktem Schnittlauch bestreuen und mit halbierten hart gekochten Eiern obenauf servieren.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Beim Aufwärmen in der Pfanne etwas Wasser oder Brühe zugeben und unter Rühren erhitzen, bis die Reiskuchen wieder weich und die Sauce cremig sind.