Südstaatlich gebratene Okra Recipe
Im amerikanischen Süden ist Okra so beliebt wie bei uns Gurken – oft wird sie paniert und goldbraun ausgebacken. Sie hat einen milden Geschmack und eine leicht knackige Schale, innen ist sie weich und saftig. Eine tolle Vorspeise oder Beilage, die ein bisschen an panierte Zucchini oder Blumenkohl erinnert.
Südstaatlich gebratene Okra ist die Quintessenz der Küche aus Regionen wie Louisiana und Mississippi, wo solche Snacks zu Fried Chicken, Fisch oder Gumbo serviert werden. Der zarte, leicht grüne Geschmack der Okra verbindet sich hier mit einer buttermilchbasierten Panade mit Maisnote, die beim Frittieren besonders knusprig wird. Eine großartige Art, ein Gemüse kennenzulernen, das im deutschsprachigen Raum noch exotisch ist, geschmacklich aber an eine Mischung aus grünen Bohnen und Zucchini erinnert.
Tipps vom Koch
Die Okra muss wirklich sehr gut abgetrocknet sein – selbst leicht feuchte Schoten sorgen dafür, dass die Panade abfällt und weniger knusprig wird. Wenn du dich vor dem Schleim fürchtest, schneide die Schoten nicht zu tief ein und rühre sie in der Buttermilch nicht zu kräftig. Achte außerdem auf die Öltemperatur: Ist es zu kalt, saugt sich die Okra mit Fett voll, ist es zu heiß, verbrennt die Panade, bevor das Innere weich wird.
Serviervorschläge
Serviere die Okra direkt nach dem Frittieren, wenn sie am lautesten knuspert, mit Joghurtdip und Zitronenspalten zum Beträufeln. Sie eignet sich perfekt als Snack zum Bier beim Spieleabend oder als Beilage zu Brathähnchen oder Grill-Burgern. Dazu passen leichte, zitrusbetonte Biere oder hausgemachte Limonade mit viel Eis.
Zutaten
- Okra - 400 g
- Buttermilch - 200 ml
- Maismehl - 80 g
- Weizenmehl - 60 g
- edelsüßes Paprikapulver - 1 Teelöffel
- Knoblauchpulver - 0.5 Teelöffel
- Salz - 0.75 Teelöffel
- schwarzer Pfeffer - 0.25 Teelöffel
- Pflanzenöl - 400 ml
- Zitrone - 0.5 Stück
- Naturjoghurt - 100 g
- Dill - 1 Esslöffel
Zubereitung
- Okra waschen und mit Küchenpapier gründlich trocknen. Nur die Enden mit den Stielen abschneiden und dabei versuchen, die Schoten nicht zu verletzen, damit möglichst wenig Schleim austritt.
- Größere Okraschoten in 2–3 dickere Scheiben schneiden, kleinere kannst du ganz lassen oder schräg halbieren.
- Die Okra in eine Schüssel geben und mit Buttermilch übergießen. Vorsichtig mischen, damit jedes Stück überzogen ist. 10–15 Minuten stehen lassen.
- In einer separaten Schüssel Maismehl, Weizenmehl, edelsüßes Paprikapulver, Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer mischen.
- Die Okrastücke aus der Buttermilch nehmen, überschüssige Flüssigkeit zurück in die Schüssel abtropfen lassen und dann in der Mehlmischung wenden, leicht andrücken, damit die Panade gut haftet.
- In einer tiefen Pfanne oder einem Topf das Öl auf etwa 170–180 °C erhitzen. Wenn du kein Thermometer hast, ein kleines Stück Panade hineingeben – beginnt es sofort kräftig zu brutzeln und steigt an die Oberfläche, ist das Öl heiß genug.
- Die Okra portionsweise frittieren, damit die Pfanne nicht überfüllt ist. Jede Portion 3–4 Minuten braten, dabei vorsichtig rühren, bis die Stücke goldbraun und knusprig sind. Mit einem Schaumlöffel auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller geben, damit überschüssiges Fett abtropfen kann.
- In einer kleinen Schüssel Joghurt mit Zitronensaft und gehacktem Dill verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken – das ist ein einfacher Dip.
- Die gebratene Okra direkt nach dem Frittieren mit dem Joghurtdip servieren.
Aufbewahrung
Am besten frisch und knusprig servieren. Reste können im Ofen bei hoher Temperatur kurz aufgebacken werden, verlieren aber etwas an Knusprigkeit. Im Kühlschrank maximal 1 Tag in einem luftdichten Behälter aufbewahren.