Spanische Schweinefleischspieße Pinchos Morunos Recipe
Pinchos morunos sind andalusische Spieße aus mariniertem Schweinefleisch, die in Spanien abends in Bars oft als warme Kleinigkeit zu Gesprächen bei einem Glas Wein oder Bier serviert werden. Das Fleisch duftet nach Kreuzkümmel, geräuchertem Paprikapulver und Knoblauch und ist nach dem Braten innen saftig und an den Rändern leicht gebräunt. Es ist die spanische Antwort auf Kebab-Spieße – einfach, aber voller Charakter.
Pinchos morunos versetzen dich direkt in eine andalusische Tapas-Bar, in der es abends nach geräuchertem Paprikapulver und Knoblauch duftet und die Gespräche bis spät in die Nacht dauern. Die Kombination aus Kreuzkümmel, Oregano und der zitrusfrischen Note der Zitrone erinnert ein wenig an Kebab, hat aber einen eindeutig spanischen Charakter. Dieses Gericht zeigt, wie man mit wenigen Gewürzen Fleisch mit tiefem, rauchigem Aroma zubereiten kann – ganz ohne komplizierte Techniken.
Tipps vom Koch
Am besten marinierst du das Fleisch schon am Vortag – eine Nacht im Kühlschrank sorgt dafür, dass die Gewürze tief eindringen und die Spieße deutlich aromatischer werden. Achte beim Braten darauf, dass die Pfanne gut erhitzt ist, aber nicht raucht – zu hohe Hitze verbrennt das Paprikapulver und macht es bitter. Wende das Fleisch alle paar Minuten mit einer Zange und drücke es nicht auf die Pfanne, damit die Säfte nicht herausgepresst werden.
Serviervorschläge
Serviere die Spieße als Tapas auf einer großen Platte mit einer Schüssel Aioli oder einer einfachen Joghurt-Knoblauch-Sauce und Baguettestücken, um die Säfte von der Platte aufzutunken. Sie passen hervorragend zu einem trockenen, jungen Rotwein (z.B. Tempranillo) oder gut gekühltem Bier mit Zitrone. Bei mir landen sie am häufigsten auf dem Tisch an einem sommerlichen Grillabend auf dem Balkon, wenn ich keine Lust auf aufwendige Gerichte habe.
Zutaten
- Schweinefleisch - 600 g
- Knoblauch - 3 Zehen
- Paprikapulver, geräuchert, süß - 2 Teelöffel
- Kreuzkümmel - 1 Teelöffel
- Oregano - 1 Teelöffel
- schwarzer Pfeffer - 0.5 Teelöffel
- Salz - 1 Teelöffel
- Olivenöl - 3 Esslöffel
- Zitronensaft - 2 Esslöffel
- Paprikapulver, scharf - 0.5 Teelöffel
- Schaschlikspieße aus Holz - 8 Stück
Zubereitung
- Holzspieße in eine Schüssel mit Wasser legen und mindestens 20 Minuten einweichen, damit sie beim Braten oder Grillen nicht anbrennen.
- Das Schweinefleisch in möglichst gleichmäßige Würfel von etwa 2–3 cm Kantenlänge schneiden, damit die Stücke ähnlich groß sind und gleichmäßig garen.
- Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder durch eine Knoblauchpresse in eine kleine Schüssel drücken.
- Zum Knoblauch das süße geräucherte Paprikapulver, Kreuzkümmel, Oregano, Pfeffer, Salz, das scharfe Paprikapulver, Olivenöl und Zitronensaft geben. Mit einem Löffel verrühren, bis eine dicke, rote Marinade entsteht.
- Die Fleischstücke in eine größere Schüssel geben, die Marinade darübergießen und mit der Hand oder einem Löffel gründlich vermengen, sodass jedes Stück mit Gewürzen überzogen ist. Abdecken und mindestens 1 Stunde, besser 3–4 Stunden, im Kühlschrank ziehen lassen.
- Nach dem Marinieren das Fleisch auf die Spieße stecken und an den Enden jeweils 2–3 cm frei lassen, damit sie sich gut wenden lassen.
- Eine große Grillpfanne oder normale Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze vorheizen. Wenn sie gut heiß ist, dünn mit Olivenöl einpinseln.
- Die Spieße in einer Lage in die Pfanne legen. Insgesamt etwa 10–12 Minuten braten und alle 2–3 Minuten wenden, bis das Fleisch von allen Seiten gut gebräunt ist und innen nicht mehr rosa.
- Die fertig gebratenen Spieße auf einen Teller legen und 2–3 Minuten ruhen lassen, damit sich die Säfte im Fleisch setzen. Sofort heiß servieren.
Aufbewahrung
Übrig gebliebene, gebratene Spieße nach dem Abkühlen luftdicht verpacken und im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen kurz in der Pfanne oder im Ofen erhitzen, damit das Fleisch nicht austrocknet. Reste eignen sich auch kalt, z.B. in Wraps oder Tortillas mit Gemüse.