Spanische Lauch-Kartoffel-Suppe mit Olivenöl Recipe
Diese einfache Suppe aus Lauch und Kartoffeln ist die spanische Version von „Comfort Food“ – dick, mild und mit einem deutlichen Aroma von Olivenöl. In vielen spanischen Haushalten wird sie zum Abendessen serviert, wenn man keine Lust auf schwere Fleischgerichte hat, aber trotzdem etwas Warmes und Sättigendes essen möchte. Sie erinnert ein wenig an französische Lauchsuppe, aber statt Sahne spielt hier gutes Olivenöl die Hauptrolle.
Diese Suppe ist die Essenz der spanischen Hausmannskost: wenige günstige Zutaten, viel Olivenöl und maximaler Komfort in einer Schüssel. Im Gegensatz zur französischen Version mit viel Sahne stammt die Cremigkeit hier von gut gekochten Kartoffeln und Lauch, während das Olivenöl eine samtige Textur und ein charakteristisches Aroma verleiht. Ein Gericht, das wirklich aufwärmt, wenn man an einem kühlen, regnerischen Tag von der Arbeit nach Hause kommt.
Tipps vom Koch
Wasche den Lauch gründlich, indem du ihn der Länge nach aufschneidest – Sand versteckt sich gern zwischen den Schichten und kann die ganze Suppe verderben. Das sanfte Anbraten von Lauch und Zwiebel bei niedriger Hitze ohne Bräunung ist entscheidend: Sie sollen weich und glasig werden, damit die Suppe süßlich und mild wird und nicht bitter. Probiere die Suppe nach dem Pürieren und gib erst dann mehr Salz dazu – Brühe und Olivenöl bringen ebenfalls Salz mit, sodass man leicht überwürzt.
Serviervorschläge
Serviere die Suppe sehr heiß, mit zusätzlichem Olivenöl beträufelt und mit knusprigen Croutons aus dem Ofen oder aus der Pfanne – ich reibe sie oft mit einer Knoblauchzehe ein. Sehr gut passt dazu ein einfacher Salat aus Tomaten und roter Zwiebel mit etwas Weinessig, wenn du daraus eine vollständige, leichte Mahlzeit machen möchtest. Diese Suppe kann man am Sonntagabend in einem großen Topf kochen und in den nächsten zwei Tagen für schnelle Abendessen nach Kursen oder Training wieder aufwärmen.
Zutaten
- Lauch nur der weiße und hellgrüne Teil, in Halbringe geschnitten - 2 Stück
- Kartoffeln geschält, in etwa 2 cm große Würfel geschnitten - 500 g
- Zwiebel in kleine Würfel geschnitten - 1 Stück
- Olivenöl plus zusätzlich 1 Esslöffel zum Servieren - 3 Esslöffel
- Gemüsebrühe kann aus Brühwürfeln sein, aber selbstgemachte schmeckt besser - 1 l
- Lorbeerblatt - 1 Stück
- Thymian getrocknete Blätter - 0.5 Teelöffel
- Salz nach Geschmack
- weißer Pfeffer nach Geschmack, kann durch schwarzen ersetzt werden
- Brot zum Servieren, am besten leicht angeröstet - 4 Scheiben
Zubereitung
- In einem großen Topf 3 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze etwa 1 Minute erhitzen.
- Zwiebel und Lauch zugeben, mit einer Prise Salz würzen und 6–8 Minuten unter häufigem Rühren anbraten, bis das Gemüse weich und leicht glasig ist, aber nicht bräunt.
- Die gewürfelten Kartoffeln, das Lorbeerblatt und den Thymian hinzufügen, umrühren und weitere 2 Minuten braten, damit die Kartoffeln leicht erwärmt werden.
- Die Brühe angießen, umrühren, zum leichten Kochen bringen und dann die Hitze reduzieren, sodass die Suppe nur sanft köchelt.
- Mit Deckel 20–25 Minuten kochen, bis die Kartoffeln sehr weich sind und sich unter dem Druck eines Löffels leicht zerdrücken lassen.
- Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Suppe mit einem Stabmixer zu einer glatten Creme pürieren; wenn du keinen Mixer hast, die Kartoffeln mit einem Stampfer zerdrücken – die Suppe wird dann rustikaler.
- Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken; wenn sie zu dick ist, etwas heißes Wasser zugeben und erneut umrühren.
- Die Suppe heiß servieren, mit etwas Olivenöl beträufelt, mit einer Scheibe geröstetem Brot daneben oder direkt in der Schüssel.
Aufbewahrung
Die Suppe hält sich im Kühlschrank 2–3 Tage. Luftdicht verschlossen aufbewahren und vor dem Servieren langsam auf dem Herd erwärmen, dabei bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe zugeben, falls sie zu dick geworden ist.