Sauerkrautsuppe mit Kartoffeln ohne Fleisch Recipe

Diese vegetarische Version des Kapuśniak aus Sauerkraut und Kartoffeln ist von der Hausmannskost vieler polnischer Regionen inspiriert. Sie hat einen ausgeprägt säuerlichen, wärmenden Geschmack des Krauts, der durch die Süße von angebratenem Wurzelgemüse und mehligkochenden Kartoffeln abgerundet wird – so sättigt sie wie ein kräftiges Eintopfgericht aus nur einem Topf. Dass kein Fleisch verwendet wird, nimmt ihr nichts von der Tiefe: Für den vollen Geschmack sorgen gut angeröstetes Suppengemüse und ordentlich gereiftes Sauerkraut.

Dies ist ein vereinfachter, fleischloser Kapuśniak, wie er in vielen Haushalten während der Fastenzeit oder dann auf den Tisch kommt, wenn in der Speisekammer im Grunde nur noch Kartoffeln und eingelegte Vorräte vorhanden sind. Im Geschmack knüpft er an die Sauerkrautsuppen aus den Bergregionen und aus Kleinpolen an – nur eben ohne geräucherte Einlagen.

Diese Suppe ist eine einfachere, leichtere Version des traditionellen Kapuśniak, bei der die ganze Aufmerksamkeit auf dem säuerlichen, aromatischen Sauerkraut liegt. Kartoffeln und Wurzelgemüse geben ihr Substanz und eine feine Süße, sodass der Geschmack ausgewogen ist und eine Schüssel dieser Suppe von innen heraus wärmt.

Warum diese Version funktioniert

  • Das separate Anbraten des Suppengrüns baut Süße und Tiefe auf – ganz ohne Fleisch.
  • Das Hinzufügen des Krauts erst nach dem Vorkochen der Kartoffeln verhindert, dass sie zerkochen.
  • Die Gemüsebrühe überdeckt den Geschmack des Sauerkrauts nicht, sondern hebt ihn hervor.
Sauerkrautsuppe mit Kartoffeln ohne Fleisch

Tipps vom Koch

Es lohnt sich, das Sauerkraut zuerst kurz separat zu dünsten und es erst dann mit der Gemüsebrühe zu verbinden – so wird der Geschmack intensiver. Wenn das Kraut sehr sauer ist, gieße lieber etwas Kochwasser von den Kartoffeln oder einen Schuss Milch/Sahne dazu, anstatt es zu spülen, denn mit dem Saft geht viel Aroma verloren. Getrocknete Kräuter immer erst gegen Ende der Garzeit hinzufügen, damit sie nicht bitter werden.

Serviervorschläge

Serviere die Suppe heiß mit einer dicken Scheibe Roggenbrot und Butter oder pflanzlichem Schmalz. Sie eignet sich hervorragend als schnelles Mittagessen nach einem Winterspaziergang oder nach der Rückkehr von der Skipiste, wenn keine Kraft mehr für langes Kochen bleibt. Dazu passen ein einfacher Schwarztee mit Zitrone oder ein Kompott aus Trockenfrüchten, falls noch etwas vom Wochenende übrig ist.

Worauf man achten sollte

  • Wenn du das gesamte Kraut mitsamt der Lake gleich am Anfang zugibst, kann die Suppe zu sauer und zu scharf werden.
  • Zu langes Kochen nach dem Zugeben der Kartoffeln führt dazu, dass sie zerfallen.
  • Nimm dir beim Anbraten Zeit – nur blass erhitztes Gemüse ergibt einen flachen, wenig aromatischen Geschmack.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Sauerkraut (wenn sehr sauer, kann es abgespült werden) - 400 g
  • Kartoffeln (am besten mehligkochend bzw. für Suppen geeignet) - 500 g
  • Möhre - 2 Stück
  • Petersilienwurzel - 1 Stück
  • Knollensellerie (ein kleines Stück) - 0.25 Stück
  • Lorbeerblatt - 2 Stück
  • Pimentkörner - 4 Körner
  • Gemüsebrühe oder Wasser (am besten selbst gemachte Brühe) - 1.5 l
  • Öl (zum Anbraten des Gemüses) - 2 Esslöffel
  • getrockneter Majoran (zwischen den Händen zerrieben) - 1 Teelöffel
  • Salz (nach Geschmack, vorsichtig, da das Kraut salzig ist)
  • Pfeffer (nach Geschmack)
Hauptzutat: Sauerkraut

Zubereitung

  1. Das Gemüse (Möhre, Petersilienwurzel und Sellerie) schälen und in kleine Würfel oder Halb­scheiben schneiden.
  2. In einem großen Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Das vorbereitete Gemüse zugeben und 5–7 Minuten unter häufigem Rühren anbraten, bis es leicht weich wird und zu duften beginnt, aber nicht bräunt.
  3. Lorbeerblätter und Pimentkörner hinzufügen. Gemüsebrühe oder Wasser angießen. Zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.
  5. Sauerkraut, falls sehr sauer, leicht ausdrücken und eventuell kurz unter kaltem Wasser abspülen, dann nochmals gut ausdrücken. Wenn du eine sehr saure Suppe magst, das Kraut nicht spülen.
  6. Die Kartoffeln in den Topf geben und weitere 10 Minuten kochen.
  7. Dann das Sauerkraut hinzufügen, umrühren und noch 10–15 Minuten kochen, bis Kartoffeln und Kraut weich sind. Die Suppe sollte durch die Stärke der Kartoffeln leicht andicken.
  8. Zum Schluss die Suppe mit Majoran, Salz und Pfeffer abschmecken. Noch 2 Minuten köcheln lassen, damit sich die Gewürze mit dem Geschmack der Suppe verbinden.
  9. Vor dem Servieren Lorbeerblätter und Pimentkörner entfernen. Heiß servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Die Suppe hält sich im Kühlschrank 2–3 Tage und gewinnt mit jedem Aufwärmen an Geschmack. Zum Aufwärmen langsam erhitzen und bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe hinzufügen. Zum Einfrieren am besten ohne oder mit wenig Kartoffeln einfrieren und beim Aufwärmen frische Kartoffeln mitkochen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich koche diese Suppe meist montags in einem großen Topf und wärme sie an den folgenden zwei Tagen wieder auf – mit jedem Aufwärmen schmeckt sie noch besser. Manchmal nehme ich sie auch in einer Thermoskanne mit auf längere Winterautofahrten, weil sie unterwegs wunderbar wärmt.

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