Poulet à l’estragon – Huhn in Estragon-Sahnesauce Recipe
Zarte Stücke Huhn, in einer cremigen Sauce mit Weißwein und Estragon geschmort, gehören zu den Gerichten, die die Franzosen gerne als Sonntagsessen im Familienkreis servieren. Estragon verleiht der Sauce ein leicht anisartiges, kräuteriges Aroma, das hervorragend zu Geflügel passt. Insgesamt erinnert das Gericht ein wenig an italienisches Huhn in Sahnesauce, hat aber dank der Kräuter und des Weins einen deutlich französischen Charakter.
Dieses Gericht verbindet die Schlichtheit eines Eintopfs mit dem eleganten Aroma der französischen Küche. Estragon und Weißwein verleihen dem zarten Huhn Tiefe und Raffinesse, während die cremige Sauce angenehm vertraut und „komfortessen-tauglich“ bleibt.
Tipps vom Koch
Brate das Huhn nur so lange an, bis es leicht Farbe bekommt – es gart später in der Sauce fertig und bleibt so saftig. Wenn du Wein verwendest, lass ihn immer ein paar Minuten einkochen, damit der Alkohol verdampft und nur das Aroma bleibt. Frischer Estragon ist hier wirklich ein Geschmacksbooster, also greife, wenn möglich, nicht zur getrockneten Variante.
Serviervorschläge
Serviere das Huhn direkt in der Pfanne oder in einer großen Servierschüssel, damit jeder sich selbst bedienen kann. Dazu passen Basmati- oder Jasminreis, cremiges Kartoffelpüree oder breite Bandnudeln. Ein einfacher grüner Salat mit Zitronen-Vinaigrette sorgt für Frische und Ausgleich zur reichhaltigen Sauce.
Zutaten
- Hähnchenschenkel ohne Knochen und Haut man kann auch Brust verwenden, aber Schenkel sind saftiger - 800 g
- Butter - 30 g
- Pflanzenöl zum Braten zusammen mit der Butter, damit sie nicht verbrennt - 1 Esslöffel
- Zwiebel mittelgroß, fein gehackt - 1 Stück
- Knoblauch fein gehackt oder gepresst - 2 Zehen
- trockener Weißwein kann durch Hühnerbrühe ersetzt werden - 150 ml
- Hühnerbrühe am besten selbst gemacht oder hochwertige Brühe aus Würfeln - 150 ml
- 30%ige Sahne für die Sauce - 200 ml
- frischer Estragon gehackte Blätter; man kann auch getrockneten verwenden, dann nur 1 Esslöffel nehmen - 3 Esslöffel
- Dijon-Senf - 1 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- schwarzer Pfeffer frisch gemahlen, nach Geschmack
- Zitronensaft zum Schluss zum Abrunden des Geschmacks - 1 Esslöffel
Zubereitung
- Die Hähnchenschenkel von überschüssigem Fett befreien, mit Küchenpapier trocken tupfen und in größere Stücke schneiden (etwa zwei Bissen groß). Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer bestreuen.
- In einer großen Pfanne oder einem weiten Topf Butter mit Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Wenn die Butter schäumt, die Hühnerstücke in einer Lage hineinlegen.
- Das Huhn 3–4 Minuten pro Seite braten, bis das Fleisch leicht gebräunt ist, aber noch nicht ganz durchgegart. Das Fleisch auf einen Teller geben.
- In derselben Pfanne die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Die gehackte Zwiebel zugeben und 4–5 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis sie weich und leicht glasig ist, aber nicht braun.
- Den Knoblauch hinzufügen und etwa 30 Sekunden braten, bis er intensiv duftet; darauf achten, dass er nicht verbrennt.
- Den Weißwein angießen, die Hitze erhöhen und 2–3 Minuten kochen, dabei mit einem Holzlöffel die am Pfannenboden haftenden Röststoffe lösen. Die Flüssigkeit sollte etwas einkochen.
- Die Hühnerbrühe zugeben, umrühren und die Hühnerstücke samt ausgetretenem Saft wieder in die Pfanne legen. Die Hitze auf klein stellen, zudecken und 15–20 Minuten schmoren, bis das Huhn zart ist.
- Die Sahne angießen, Senf und die Hälfte des gehackten Estragons hinzufügen. Alles gründlich verrühren, damit eine homogene Sauce entsteht. Ohne Deckel bei kleiner Hitze 5–8 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt und cremig wird.
- Die Sauce probieren und bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zitronensaft und den restlichen Estragon zugeben, umrühren und weitere 1–2 Minuten köcheln lassen.
- Sofort servieren und das Huhn großzügig mit der Sauce übergießen. Schmeckt am besten mit Reis, Kartoffelpüree oder Pasta und einem einfachen grünen Salat.
Aufbewahrung
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Dieses Poulet à l’estragon ist eines jener Gerichte, die erstaunlich unkompliziert sind, aber auf dem Tisch wirken, als hättest du lange in der Küche gestanden. Ideal, wenn du Gäste hast oder dir einfach an einem Sonntag etwas Besonderes gönnen möchtest – ohne stundenlang zu kochen.