Russische Pierogi mit Zwiebeln und Sauerrahm Recipe
Russische Pierogi sind eines der hausgemachtesten Gerichte in Polen. Zarter Teig, gefüllt mit einer Füllung aus Kartoffeln und Quark, serviert mit angeschwitzten Zwiebeln und einem Löffel Sauerrahm, erinnert viele an die Ferien bei der Großmutter. Es ist ein bisschen wie die polnische Version italienischer Ravioli – einfache Zutaten, aber jede Menge Geschmack und wohliges Sattwerden.
Russische Pierogi mit Zwiebeln und Sauerrahm haben diese besondere Balance zwischen cremiger Füllung und elastischem, dünn ausgerolltem Teig, die man in anderen Küchen kaum findet. Salziger Quark, Kartoffeln und goldbraun gebratene Zwiebeln ergeben eine Füllung, die zugleich schlicht und sehr umami ist – deshalb „umarmt“ dieses Gericht so gut nach einem langen Tag. In vielen Regionen Polens sind die Mengenverhältnisse von Käse zu Kartoffeln ein kleiner lokaler „Hausgeheimnis“, wodurch jeder Teller Pierogi ein wenig anders schmeckt.
Tipps vom Koch
Den Teig mindestens 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist – wenn er beim Ausrollen reißt, gib einfach einen Teelöffel warmes Wasser dazu. Die Füllung im warmen Zustand abschmecken, dann lassen sich Salz und Pfeffer am besten beurteilen; sie sollte deutlich salzig sein, da sich der Geschmack beim Kochen etwas verliert. Achte darauf, dass das Wasser nur sanft köchelt – zu heftiges Kochen lässt die Pierogi aufplatzen und spült die Füllung heraus.
Serviervorschläge
Am besten schmecken sie mit reichlich gut gebräunter Zwiebel in geklärter Butter und einem Klecks dicker 18-%-Sahne. Zum Trinken passt ein Glas gut gekühlte Buttermilch oder Kirschkompott, besonders bei einem größeren Wochenendessen. Es ist auch ein großartiges Vorratsgericht – gekochte Pierogi kannst du später in der Pfanne anbraten und als schnelles Abendessen nach der Arbeit servieren.
Zutaten
- Mehl (Typ 450–500) - 500 g
- warmes Wasser (kein kochendes Wasser, nur deutlich warm) - 250 ml
- Ei - 1 Stück
- Öl (für den Teig) - 1 Esslöffel
- Salz (für den Teig, plus für Füllung und Kochwasser) - 1 Teelöffel
- Kartoffeln (mehligkochend, z. B. für Püree) - 700 g
- Halbfetter Quark (aus dem Block oder aus dem Becher, eher fest) - 400 g
- Zwiebel (mittelgroß) - 2 Stück
- Butter (zum Anbraten der Zwiebeln) - 40 g
- Pfeffer (oder mehr nach Geschmack) - 0.5 Teelöffel
- saure Sahne 18 % (zum Servieren) - 200 g
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden, mit kaltem Wasser bedecken, leicht salzen und 15–20 Minuten kochen, bis sie sehr weich sind. Abgießen und ein paar Minuten ausdampfen lassen.
- In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen. Eine Zwiebel fein für die Füllung hacken, die andere in Streifen oder Würfel zum Servieren schneiden.
- In einer Pfanne die Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze erhitzen. Die gehackte Zwiebel für die Füllung zugeben und 5–7 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis sie weich und leicht gebräunt ist. Zum Abkühlen beiseitestellen.
- Die gekochten Kartoffeln gründlich mit einem Stampfer zerdrücken oder durch eine Presse drücken, sodass keine Klümpchen bleiben. Quark und die angeschwitzte Zwiebel hinzufügen. Mit der Hand oder einem Löffel mischen, bis eine homogene Masse entsteht.
- Die Füllung mit Salz und reichlich Pfeffer würzen. Probieren – die Füllung sollte deutlich salzig und pfeffrig sein, da sich der Geschmack im Teig etwas abschwächt.
- In eine große Schüssel Mehl und Salz geben, das Ei hineinschlagen, Öl und warmes Wasser zugießen. Mit den Händen etwa 5–7 Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten, bis er elastisch und nicht klebrig ist. Ist er zu trocken, 1–2 Esslöffel Wasser zugeben, ist er zu feucht, etwas Mehl einarbeiten.
- Den Teig mit einer Schüssel oder einem Tuch abdecken und 10–15 Minuten ruhen lassen – dann lässt er sich leichter ausrollen.
- Den Teig in 2–3 Teile teilen. Jeden Teil auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dünn ausrollen.
- Mit einem Glas oder Ausstecher Kreise ausstechen. Auf jeden Kreis etwa 1 Teelöffel Füllung geben. Den Kreis zusammenklappen und die Ränder sorgfältig zusammendrücken, damit die Füllung beim Kochen nicht austritt.
- In einem großen Topf Wasser mit 1 Teelöffel Salz zum Kochen bringen. Die Pierogi portionsweise hineingeben und vorsichtig mit einem Holzlöffel umrühren, damit sie nicht am Boden festkleben.
- Die Pierogi 2–3 Minuten ab dem Zeitpunkt des Aufsteigens an die Oberfläche kochen. Mit einem Schaumlöffel auf einen Teller oder eine Platte heben.
- In einer Pfanne die restliche Butter erhitzen. Die in Streifen oder Würfel geschnittene Zwiebel zugeben und 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie goldbraun und leicht knusprig ist.
- Die heißen Pierogi mit der gebratenen Zwiebel übergießen und mit einem Klecks saurer Sahne servieren.
Aufbewahrung
Gekochte, abgekühlte Pierogi auf einem Brett oder Teller nebeneinander vorfrieren und anschließend in Beutel oder Dosen umfüllen – so kleben sie nicht zusammen. Im Gefrierfach halten sie sich mehrere Wochen. Zum Servieren direkt gefroren in leicht kochendes, gesalzenes Wasser geben oder in etwas Butter bei niedriger Hitze zugedeckt erwärmen.