Pasta mit cremiger Sauce aus gerösteter Paprika Recipe

Diese Pasta mit einer glatten, orangefarbenen Sauce aus gerösteter Paprika ist eine milde, gemüsige Alternative zu klassischen Tomatensaucen. In Italien tauchen ähnliche Saucen im Sommer auf, wenn Paprika besonders süß und aromatisch ist – sie eignet sich auch hervorragend für Familienessen, weil sie sehr farbenfroh aussieht.

Saucen aus geröstetem Gemüse sind ein häufiger Kniff in der modernen italienischen Küche, besonders in Trattorien mit stark saisonaler Karte. Geröstete Paprika bringt eine ähnliche Süße und Umami-Tiefe wie eine lange gekochte Tomatensauce, hat aber ein deutlich anderes, rauchigeres Aroma.

Diese Pasta zeichnet sich durch eine samtige, orangefarbene Sauce aus gerösteter Paprika aus, die mild, aber voller Gemüseröstaromen ist. Sie ist eine spannende Alternative zur Tomatensauce: etwas süßer, cremiger und durch das Rösten leicht rauchig, dabei aber angenehm sättigend.

Warum diese Version funktioniert

  • Kräftiges Rösten der Paprikahaut kitzelt die Süße und die leicht rauchigen Noten heraus und nimmt der Paprika ihre rohe Schärfe.
  • Sahne dickt die Sauce auf natürliche Weise ein, sodass sie nicht lange eingekocht werden muss und kein Mehl nötig ist.
  • Der Parmesan wird erst abseits der starken Hitze zugegeben – so bleibt die Sauce glatt, ohne Käseklümpchen oder Ausflocken.
  • Stärkehaltiges Nudelwasser bindet die Sauce und sorgt dafür, dass sie besser an jeder Nudelröhre haftet.

Tipps vom Koch

Backe die Paprika so lange, bis die Haut kräftig gebräunt ist und stellenweise schwarz wird – dann lässt sie sich leicht abziehen und das Fruchtfleisch ist süß und weich. Gib die Paprika nach dem Rösten in eine Schüssel und decke sie 10–15 Minuten mit Folie oder einem Deckel ab; durch den Dampf löst sich die Haut fast von selbst. Wenn du Sahne verwendest, gib sie zum Schluss bei kleiner Hitze dazu, damit die Sauce nicht gerinnt; für eine leichtere Version kannst du einen Teil der Sahne durch Nudelwasser ersetzen.

Serviervorschläge

Serviere die Pasta mit viel frisch gemahlenem Pfeffer und geriebenem Käse (Parmesan oder gereiftem Pecorino), der das Umami verstärkt. Sie ist ein tolles Gericht für ein Familienessen unter der Woche – Kinder mögen den milden, leicht süßen Geschmack und die Farbe meist sehr gern. Dazu passen einfache Beilagen: grüner Salat mit Olivenöl und ein Glas leichter Rotwein, z. B. Chianti.

Worauf man achten sollte

  • Zu kurz geröstete Paprika bleibt fest und wässrig, dadurch wird die Sauce geschmacklich flach und blass.
  • Verbrannter Knoblauch wird sofort bitter – brate ihn nur so lange, bis er intensiv duftet und leicht weich wird.
  • Koche die Sauce mit Sahne nicht auf hoher Hitze; sie kann gerinnen und sich in Fett und wässrige Flüssigkeit trennen.

Ersatzzutaten

  • Die Sahne mit 30 % Fett kannst du durch ungesüßte pflanzliche Sahne (Soja, Hafer) ersetzen, um eine milchfreie Version zu erhalten.
  • Parmesan lässt sich durch Pecorino oder einen anderen gereiften, würzigen Hartkäse ersetzen.
  • Einen Teil der roten Paprika kannst du durch gelbe ersetzen, wenn du eine hellere, süßere Sauce möchtest.
  • Für eine schärfere Variante eine Prise Chiliflocken zusammen mit dem Oregano hinzufügen.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Pasta - 350 g
  • rote Paprika groß, fleischig - 3 Stück
  • Zwiebel mittelgroß - 1 Stück
  • Knoblauchzehen - 2 Stück
  • Sahne 30 % oder pflanzliche Sahne - 150 ml
  • Olivenöl - 3 Esslöffel
  • geriebener Parmesan optional, zum Servieren - 40 g
  • getrockneter Oregano - 0.5 Teelöffel
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Paprika

Zubereitung

  1. Heize den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor. Halbiere die Paprika, entferne die Kerngehäuse und lege sie mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech, sodass sich die Stücke nicht berühren.
  2. Backe die Paprika 20–25 Minuten, bis die Haut stark nachdunkelt, stellenweise schwarz und runzlig wird. Das Fruchtfleisch sollte sich beim Einstechen mit der Gabel sehr weich anfühlen, besonders in Nähe des Stiels.
  3. Gib die heißen Paprika in eine Schüssel, decke sie mit einem Teller oder Folie ab und lasse sie 10 Minuten stehen. Wenn sie etwas abgekühlt sind, die Haut abziehen – sie sollte sich in großen Stücken lösen; es bleibt nur das weiche, saftige Fruchtfleisch übrig.
  4. Schneide das Fruchtfleisch der Paprika in kleinere Stücke. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, den Knoblauch sehr fein hacken, damit beides gleichmäßig glasig wird, ohne dass die Ränder verbrennen.
  5. Erhitze 2 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Gib die Zwiebel dazu und brate sie 5–7 Minuten, bis sie glasig und weich ist, aber noch hell bleibt; sie soll süßlich duften, nicht nach Röstung.
  6. Füge den Knoblauch hinzu und brate ihn 1–2 Minuten, bis er intensiv duftet, aber nicht bräunt. Gib die Paprika und den Oregano dazu, umrühren und 2–3 Minuten braten, bis die Paprikastücke anfangen zu zerfallen.
  7. Gib den Inhalt der Pfanne in ein hohes Gefäß, gieße die Sahne dazu und püriere alles zu einer glatten Sauce. Sie sollte gleichmäßig orange und glänzend sein; mit Salz und reichlich frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
  8. In einem großen Topf reichlich gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Die Pasta hineingeben und al dente kochen, in der Regel etwa 1 Minute kürzer, als auf der Packung angegeben. Etwa 1/2 Tasse Kochwasser auffangen, den Rest abgießen.
  9. Die Sauce zurück in die Pfanne gießen und bei kleiner Hitze erhitzen, bis die ersten Bläschen aufsteigen. Die Pasta dazugeben und vermengen, dabei nach und nach etwas Kochwasser zugießen, bis die Sauce seidig fließt und die Pasta gleichmäßig umhüllt.
  10. Die Pfanne vom Herd nehmen, den geriebenen Parmesan einstreuen und zügig einrühren, bis der Käse geschmolzen ist und die Sauce leicht eindickt, dabei aber glatt bleibt. Sofort servieren, mit extra Parmesan, frisch gemahlenem Pfeffer und einem Hauch Olivenöl garnieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Ja

Reste der Pasta am besten in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. Beim Aufwärmen in der Pfanne etwas Wasser oder Sahne hinzufügen, damit die Sauce wieder cremig wird. Die Sauce allein lässt sich sehr gut portionsweise einfrieren und bei Bedarf direkt in der Pfanne auftauen und erhitzen.

Autor Marek Krokosiński

Ich koche diese Sauce oft am Sonntagabend, wenn ich im Ofen ohnehin die restlichen Wochenend-Gemüse röste, und friere dann Portionen für schnelle Abendessen unter der Woche ein. Das ist meine Methode, Paprika „unterzuschmuggeln“ bei Leuten, die behaupten, sie nicht zu mögen.

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