Pasta mit cremiger Sauce aus gerösteter Paprika und Ricotta Recipe
Eine cremige, leicht süßliche Sauce aus gerösteter Paprika und Ricotta ist eine tolle Alternative zu klassischen Tomatensaucen. In Italien entstehen solche Gemüsesaucen oft aus Resten vom Mittagessen – hier lohnt es sich aber, die Paprika extra zu rösten, denn das Ergebnis ist außergewöhnlich.
Pasta mit cremiger Sauce aus gerösteter Paprika und Ricotta ist eine Hommage an die italienische Zero-Waste-Küche, in der nichts verschwendet wird und Gemüse die Hauptrolle spielt. Die geröstete Paprika verleiht der Sauce einen leicht rauchigen, süßlichen Geschmack, während Ricotta für Samtigkeit sorgt und das Gericht gleichzeitig deutlich leichter macht als klassische Sahnesaucen. So lässt sich in einem einzigen Gericht eine ordentliche Portion Gemüse unterbringen, ohne auf den Genuss eines Pastatellers zu verzichten.
Tipps vom Koch
Röste die Paprika so lange, bis die Haut deutlich nachdunkelt und stellenweise richtig schwarz wird – erst dann lässt sie sich leicht abziehen und das Fruchtfleisch wird intensiv süß. Nach dem Rösten die Paprika in einer Schüssel mit Folie oder Deckel 10–15 Minuten abgedeckt „dämpfen“, damit sich die Haut problemlos löst. Wenn die Sauce zu dick wird, verdünne sie nach und nach mit Nudelwasser statt mit mehr Olivenöl.
Serviervorschläge
Dieses Gericht eignet sich hervorragend als schnelles, aber eindrucksvolles Abendessen unter der Woche – besonders, wenn du spät nach Hause kommst und noch ein paar bereits geröstete Gemüse im Kühlschrank hast. Serviere es mit einem einfachen Tomaten-Basilikum-Salat und einem Glas leichten Rotweins, z.B. Barbera. Für eine noch „wochenendlichere“ Version kannst du die Pasta mit gerösteten Mandeln oder Pinienkernen bestreuen, um zusätzliche Textur zu bekommen.
Zutaten
- Pasta - 320 g
- rote Paprika groß, fleischig - 3 Stück
- Ricotta kann durch Frischkäse ersetzt werden - 200 g
- Knoblauch - 2 Zehen
- Olivenöl - 3 Esslöffel
- geriebener Parmesan optional, zum Servieren - 40 g
- frisches Basilikum oder Petersilie gehackt - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
- Chiliflocken optional, für Schärfe - 0.25 Teelöffel
Zubereitung
- Den Backofen auf 220°C mit Grillfunktion oder Oberhitze vorheizen.
- Die Paprika waschen, halbieren und die Kerngehäuse entfernen. Die Hälften mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
- Unter der oberen Heizspirale 15–20 Minuten rösten, bis die Haut stark nachdunkelt und stellenweise fast schwarz ist.
- Die heißen Paprikahälften in eine Schüssel geben und mit einem Teller oder Frischhaltefolie 10 Minuten abdecken – der Dampf hilft, die Haut leichter zu lösen.
- Nach dem Abkühlen die Haut von den Paprika abziehen (sie sollte sich in großen Stücken lösen) und das Fruchtfleisch in kleinere Stücke schneiden.
- Den Knoblauch fein hacken.
- 2 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Knoblauch zugeben und 30–40 Sekunden anbraten, bis er duftet, aber nicht bräunt.
- Die Paprikastücke zugeben und 2–3 Minuten unter Rühren anbraten. Vom Herd nehmen und alles (zusammen mit dem Öl aus der Pfanne) in ein hohes Mixgefäß geben.
- Ricotta, eine Prise Salz, Pfeffer und nach Wunsch Chiliflocken hinzufügen. Zu einer glatten, cremigen Sauce pürieren. Ist sie sehr dick, 2–3 Esslöffel Wasser zugeben.
- Die Pasta in reichlich gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Etwa 1 Tasse Kochwasser auffangen, den Rest abgießen.
- Die Sauce aus dem Mixer zurück in die Pfanne gießen, 1 Esslöffel Olivenöl zugeben und bei kleiner Hitze 2–3 Minuten unter Rühren erwärmen. Falls nötig mit Nudelwasser verdünnen, bis die Konsistenz an dicke Sahne erinnert.
- Die gekochte Pasta in die Pfanne geben und gründlich mischen, damit sie gleichmäßig mit Sauce überzogen ist. Abschmecken und mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
- Sofort servieren, mit gehacktem Basilikum oder Petersilie und geriebenem Parmesan bestreuen.
Aufbewahrung
Reste der Pasta am besten in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. Beim Aufwärmen mit etwas Wasser oder Milch verdünnen, damit die Sauce wieder cremig wird.