Pasta e fagioli – italienische Pasta mit Bohnen Recipe
Pasta e fagioli ist ein klassisches italienisches „Arme-Leute-Gericht“, das heute in vielen Haushalten ein geliebtes, sättigendes Mittagessen ist. Es liegt irgendwo zwischen einer dicken Suppe und einem Eintopf mit Pasta und Bohnen – es wärmt wie eine kräftige polnische Suppe, schmeckt aber wie eine italienische Pasta in einer tomatig-kräuterigen Sauce.
Pasta e fagioli ist die Essenz der italienischen „cucina povera“ – ein paar günstige Zutaten verwandeln sich in eine Schüssel, die besser sättigt als so manches Fleischgericht. Es ist etwas zwischen dicker Suppe und Pasta: die Cremigkeit des teilweise zerkochten Bohnenanteils verbindet sich mit al dente gekochter Pasta und einer aromatischen Basis aus dem Gemüsesoffritto. Es schmeckt heimelig und wärmend, hat aber dank Kräutern und Tomaten einen ganz anderen Charakter als klassische polnische Eintöpfe.
Tipps vom Koch
Einen Teil der gekochten Bohnen zerdrücke ich immer mit der Gabel oder püriere sie glatt, bevor ich sie in den Topf gebe – so wird das Gericht ganz natürlich ohne Mehl gebunden. Die Pasta koche ich direkt in der Brühe mit den Bohnen und rühre zwischendurch um, da sie bei dicker Sauce gerne am Boden ansetzt. Mit Salz am Anfang vorsichtig sein, besonders wenn du Brühe oder Bohnen aus der Dose verwendest; besser am Ende nachwürzen, wenn sich die Aromen verbunden haben.
Serviervorschläge
Pasta e fagioli ist ideal für kühlere Tage, wenn du von der Arbeit durchgefroren nach Hause kommst und etwas brauchst, das dich wirklich von innen wärmt – serviere sie in tiefen Schüsseln mit etwas Olivenöl und frischem Rosmarin obendrauf. Dazu reicht eine Scheibe geröstetes Brot, mit Knoblauch eingerieben, und ein Glas einfacher, rustikaler Rotwein, z. B. Sangiovese. Es ist auch eine tolle Möglichkeit, am Sonntagabend die Vorratskammer zu „leeren“, wenn du Reste verschiedener Pastasorten und eine angebrochene Dose Bohnen hast.
Zutaten
- gekochte weiße Bohnen können aus der Dose sein, abgetropft; ca. 2 Dosen - 400 g
- kurze Pasta (Ditalini, Spiralnudeln oder kleine Röhrchen) - 200 g
- Möhre in kleine Würfel geschnitten - 1 Stück
- Stange Staudensellerie in kleine Würfel geschnitten; kann weggelassen werden - 1 Stück
- Zwiebel fein gehackt - 1 Stück
- Knoblauchzehen gehackt - 2 Stück
- Passata (passierte Tomaten) - 300 g
- Gemüse- oder Hühnerbrühe kann aus Brühwürfeln sein, aber selbstgemachte ist schmackhafter - 800 ml
- Olivenöl - 3 Esslöffel
- frischer Rosmarin oder Thymian oder 0,5 Teelöffel getrocknete Kräuter - 1 Zweig
- Lorbeerblatt - 1 Stück
- geriebener Parmesan zum Servieren; kann durch einen anderen Hartkäse ersetzt werden - 30 g
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Möhre, Staudensellerie und Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch fein hacken.
- In einem großen Topf das Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Möhre, Sellerie und Zwiebel hinzufügen. 6–8 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis das Gemüse weich wird und leicht glasig ist, aber nicht bräunt.
- Den Knoblauch hinzufügen und weitere 1 Minute braten, bis er intensiv duftet.
- Passata, Lorbeerblatt und den Rosmarin- oder Thymianzweig hinzufügen. Umrühren und 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
- Die Brühe und die Hälfte der Bohnen hinzufügen. Zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen.
- Die zweite Hälfte der Bohnen in einer Schüssel mit einer Gabel zu einem dicken Püree zerdrücken und in den Topf geben. So wird die Suppe cremiger und dicker.
- Die Pasta direkt in den Topf mit der Suppe geben. Nach Packungsanweisung (meist 8–10 Minuten) kochen und alle paar Minuten umrühren, damit die Pasta nicht am Topfboden ansetzt.
- Wenn die Suppe zu dick ist, etwas Wasser oder Brühe hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblatt und Kräuterzweig entfernen.
- Heiß servieren, mit geriebenem Parmesan bestreut und mit etwas Olivenöl beträufelt.
Aufbewahrung
Die Suppe hält sich 2–3 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen eventuell etwas Wasser oder Brühe hinzufügen, da sie durch die Pasta weiter eindickt. Wenn die Pasta separat gekocht wurde, diese erst beim Servieren zur heißen Suppe geben.