Pasta e fagioli – italienische Pasta mit Bohnen Recipe

Pasta e fagioli ist ein klassisches italienisches „Arme-Leute-Gericht“, das heute in vielen Haushalten ein geliebtes, sättigendes Mittagessen ist. Es liegt irgendwo zwischen einer dicken Suppe und einem Eintopf mit Pasta und Bohnen – es wärmt wie eine kräftige polnische Suppe, schmeckt aber wie eine italienische Pasta in einer tomatig-kräuterigen Sauce.

Dies ist eines der „hausgemachtesten“ Gerichte der italienischen Küche, das sich in jedem Landesteil in Details unterscheidet – im Norden ist es eher eine Suppe, im Süden erinnert es an einen Eintopf. Oft wird es aus übriggebliebener Brühe und Gemüse gekocht – eine clevere Art, möglichst wenig zu verschwenden.

Pasta e fagioli ist die Essenz der italienischen „cucina povera“ – ein paar günstige Zutaten verwandeln sich in eine Schüssel, die besser sättigt als so manches Fleischgericht. Es ist etwas zwischen dicker Suppe und Pasta: die Cremigkeit des teilweise zerkochten Bohnenanteils verbindet sich mit al dente gekochter Pasta und einer aromatischen Basis aus dem Gemüsesoffritto. Es schmeckt heimelig und wärmend, hat aber dank Kräutern und Tomaten einen ganz anderen Charakter als klassische polnische Eintöpfe.

Warum diese Version funktioniert

  • Ein Teil der Bohnen wird zerdrückt und dickt die Suppe ganz natürlich ein – ohne Mehl oder Sahne – und verstärkt dabei den tiefen Bohnengeschmack.
  • Die Pasta wird im selben Topf wie Bohnen und Passata gegart, sodass jeder Bissen konzentriert und aromatisch ist und nicht wässrig wirkt.
  • Durch das schrittweise Zugeben von Flüssigkeit lässt sich die Konsistenz leicht auf eine dicke, aber noch gut löffelbare Suppe einstellen.
  • Eine kurze Ruhezeit nach dem Kochen lässt die Aromen harmonischer werden und die Suppe leicht eindicken – ganz ohne zusätzliche Bindemittel.
Pasta e fagioli – italienische Pasta mit Bohnen

Tipps vom Koch

Einen Teil der gekochten Bohnen zerdrücke ich immer mit der Gabel oder püriere sie glatt, bevor ich sie in den Topf gebe – so wird das Gericht ganz natürlich ohne Mehl gebunden. Die Pasta koche ich direkt in der Brühe mit den Bohnen und rühre zwischendurch um, da sie bei dicker Sauce gerne am Boden ansetzt. Mit Salz am Anfang vorsichtig sein, besonders wenn du Brühe oder Bohnen aus der Dose verwendest; besser am Ende nachwürzen, wenn sich die Aromen verbunden haben.

Serviervorschläge

Pasta e fagioli ist ideal für kühlere Tage, wenn du von der Arbeit durchgefroren nach Hause kommst und etwas brauchst, das dich wirklich von innen wärmt – serviere sie in tiefen Schüsseln mit etwas Olivenöl und frischem Rosmarin obendrauf. Dazu reicht eine Scheibe geröstetes Brot, mit Knoblauch eingerieben, und ein Glas einfacher, rustikaler Rotwein, z. B. Sangiovese. Es ist auch eine tolle Möglichkeit, am Sonntagabend die Vorratskammer zu „leeren“, wenn du Reste verschiedener Pastasorten und eine angebrochene Dose Bohnen hast.

Worauf man achten sollte

  • Zu Beginn nicht zu stark salzen – eine kräftige Brühe und der Parmesan erhöhen die Salzigkeit am Ende sehr schnell.
  • Pasta neigt in einer dicken Suppe dazu, am Topfboden anzusetzen; rühre häufiger um, besonders in den letzten Minuten.
  • Zu starke Hitze lässt die Flüssigkeit zu schnell verdampfen, die Pasta gart ungleichmäßig und kann aufplatzen.

Ersatzzutaten

  • Weiße Bohnen kannst du durch Borlotti-Bohnen oder eine Mischung aus Hülsenfrüchten ersetzen, wobei das Gewicht gleich bleibt.
  • Passata lässt sich durch fein gehackte Dosentomaten ersetzen, die du leicht zerdrückst.
  • Rosmarin kannst du durch Thymian oder Salbei ersetzen – jeweils etwas sparsamer dosieren, da beide sehr intensiv sind.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4

Zutaten

  • gekochte weiße Bohnen können aus der Dose sein, abgetropft; ca. 2 Dosen - 400 g
  • kurze Pasta (Ditalini, Spiralnudeln oder kleine Röhrchen) - 200 g
  • Möhre in kleine Würfel geschnitten - 1 Stück
  • Stange Staudensellerie in kleine Würfel geschnitten; kann weggelassen werden - 1 Stück
  • Zwiebel fein gehackt - 1 Stück
  • Knoblauchzehen gehackt - 2 Stück
  • Passata (passierte Tomaten) - 300 g
  • Gemüse- oder Hühnerbrühe kann aus Brühwürfeln sein, aber selbstgemachte ist schmackhafter - 800 ml
  • Olivenöl - 3 Esslöffel
  • frischer Rosmarin oder Thymian oder 0,5 Teelöffel getrocknete Kräuter - 1 Zweig
  • Lorbeerblatt - 1 Stück
  • geriebener Parmesan zum Servieren; kann durch einen anderen Hartkäse ersetzt werden - 30 g
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Bohnen

Zubereitung

  1. Möhre, Staudensellerie und Zwiebel in kleine, gleichmäßige Würfel schneiden, den Knoblauch fein hacken. Durch ähnliche Stückgröße garen die Gemüse gleichzeitig weich.
  2. In einem großen, schweren Topf das Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Möhre, Sellerie und Zwiebel mit einer Prise Salz zugeben und 6–8 Minuten braten, bis sie weich und glasig glänzend sind, ohne braune Ränder zu bekommen.
  3. Den Knoblauch hinzufügen und ca. 1 Minute braten, bis er intensiv duftet. Sobald er schnell dunkler wird oder sehr laut zischt, die Hitze sofort reduzieren, damit er nicht bitter wird.
  4. Die Passata angießen, Lorbeerblatt und den Rosmarin- oder Thymianzweig hinzufügen. 3–4 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt und am Rand des Topfes leicht zu „spucken“ beginnt.
  5. Brühe und die Hälfte der Bohnen zugeben. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse ganz weich ist und die Oberfläche der Suppe nur ruhig „blubbert“.
  6. Die zweite Hälfte der Bohnen mit einer Gabel zerdrücken oder kurz pürieren und in den Topf geben. Nach dem Umrühren sollte die Flüssigkeit deutlich andicken und cremig werden, aber noch leicht fließen.
  7. Die Pasta direkt in die Suppe geben. Nach Packungsangabe (meist 8–10 Minuten) kochen und alle 1–2 Minuten umrühren, dabei den Boden abkratzen, damit nichts ansetzt; die Suppe soll nur sanft köcheln.
  8. Wenn die Suppe zu dick wird und die Pasta kaum noch von Flüssigkeit bedeckt ist, nach und nach jeweils einen halben Becher heiße Brühe oder Wasser zugießen. Die Konsistenz soll an eine sehr dicke Suppe erinnern, die langsam vom Löffel fließt.
  9. Wenn die Pasta al dente ist, alles mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Lorbeerblatt und Kräuterzweig entfernen, damit sie keine Bitterkeit abgeben, und den Topf 5 Minuten stehen lassen, damit die Suppe leicht andickt.
  10. Sehr heiß servieren, mit Parmesan bestreuen und mit etwas gutem Olivenöl beträufeln. Die Suppe soll dick sein, aber noch leicht vom Löffel fließen, mit deutlich sichtbaren, ganzen Bohnen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Die Suppe hält sich 2–3 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen eventuell etwas Wasser oder Brühe hinzufügen, da sie durch die Pasta weiter eindickt. Wenn die Pasta separat gekocht wurde, diese erst beim Servieren zur heißen Suppe geben.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Pasta e fagioli koche ich am häufigsten montags, wenn nach dem Wochenende noch etwas selbstgemachte Brühe und Gemüse übrig sind, die verbraucht werden müssen. Ich mache gerne gleich einen großen Topf und stelle eine Portion in eine Thermoskanne – am nächsten Tag ist das mein Notfall-Lunch fürs Büro.

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