Deutscher Heringssalat Labskaus mit Roter Bete und Kartoffeln Recipe
Labskaus ist ein Gericht der Seeleute aus Norddeutschland – eine Mischung aus Kartoffeln, Roter Bete, Hering und Gewürzgurken, oft mit Spiegelei serviert. Es sieht etwas ungewöhnlich aus, ist aber überraschend lecker und sehr sättigend. Es liegt irgendwo zwischen Heringssalat und einem dicken Püree – ideal für einen kühlen Abend oder ein kräftiges Abendessen.
Labskaus ist die Quintessenz der Hafen- und Seemannsküche Norddeutschlands – ein Gericht, das von Seeleuten erfunden wurde, die haltbare Produkte wie gesalzenen Hering, Kartoffeln und Rote Bete nutzen mussten. Die Kombination aus cremigem Püree, der kräftigen Salzigkeit des Fisches, der Säure der Gurke und der Süße der Roten Bete ergibt einen tiefen, „hafenartigen“ Geschmack, der lange in Erinnerung bleibt. Das ungewöhnliche Aussehen steht im Kontrast zum sehr bodenständigen, tröstlichen Charakter des Gerichts.
Tipps vom Koch
Koche die Kartoffeln wirklich weich, nur dann bekommst du eine glatte, aber dennoch gehaltvolle Masse ohne Klümpchen. Probiere die Heringe unbedingt vor dem Zugeben und wässere sie bei Bedarf gründlich – sind sie zu salzig, dominieren sie den gesamten Geschmack. Beim Mischen nicht alles zu Brei zerdrücken, sondern die Zutaten vorsichtig unterheben, damit kleine Stückchen von Roter Bete und Gurke in der cremigen Masse erhalten bleiben.
Serviervorschläge
Labskaus servierst du am besten direkt nach dem Braten der Eier, wenn das Eigelb noch leicht zerläuft und sich mit der Kartoffel-Herings-Masse vermischt. Es schmeckt hervorragend mit einem Krug gut gekühlten, eher milden Biers oder mit stark sprudelndem Mineralwasser mit Zitrone, wenn du es alkoholfrei magst. Es ist ein sättigendes Abendessen nach einem langen Herbstspaziergang oder ein wärmendes Mittagessen nach einem Skitag oder einem winterlichen Ausflug an die Küste.
Zutaten
- Kartoffeln - 600 g
- Rote Bete vorgekocht oder gut weich gekocht - 300 g
- Hering eingelegt oder mild gesalzen - 200 g
- Gewürzgurke - 3 Stück
- Zwiebel - 1 Stück
- Butter - 40 g
- Milch - 80 ml
- Lorbeerblatt - 1 Stück
- Piment Körner - 3 Körner
- Eier - 4 Stück
- Öl - 2 Esslöffel
- Salz - 0.5 Teelöffel
- Pfeffer gemahlen - 0.5 Teelöffel
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden, in einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken, Lorbeerblatt, Piment und eine Prise Salz zugeben. Ab dem Aufkochen 15–20 Minuten kochen, bis sie weich sind.
- Die gekochten Kartoffeln abgießen, Lorbeerblatt und Pimentkörner entfernen und die Kartoffeln anschließend gründlich zerstampfen oder durch eine Presse drücken.
- Zu den heißen Kartoffeln Butter und Milch geben und verrühren, bis ein glattes, recht festes Püree entsteht. Etwas abkühlen lassen.
- Rote Bete in kleine Würfel schneiden. Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen und sehr fein hacken.
- Heringe mit Küchenpapier trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden. Wenn du gesalzene Heringe verwendest, sie vorher 1–2 Stunden in kaltem Wasser wässern und das Wasser dabei mehrmals wechseln.
- Kartoffelpüree in eine Schüssel geben, Rote Bete, Gurken, Zwiebel und Heringe hinzufügen. Mit einem Löffel vorsichtig, aber gründlich mischen, bis die Masse gleichmäßig rosa ist. Mit Pfeffer und bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken (denk daran, dass der Hering salzig ist).
- Probieren und falls die Masse zu fest wirkt, noch etwas Milch zugeben, bis die Konsistenz einem dicken Püree entspricht, das sich gut mit einem Löffel anrichten lässt.
- Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Eier hineinschlagen und 3–4 Minuten braten, bis das Eiweiß vollständig gestockt ist und das Eigelb je nach Vorliebe flüssig oder halbfest bleibt.
- Portionen der Kartoffel-Herings-Masse auf Teller geben, mit einem Löffel glattstreichen und jeweils ein Spiegelei daraufsetzen.
- Sofort servieren, am besten mit Gewürzgurke oder einer kleinen Portion Blattsalat mit Zwiebeln.
Aufbewahrung
Labskaus hält sich im Kühlschrank 1–2 Tage gut abgedeckt. Vor dem Servieren kurz auf Zimmertemperatur kommen lassen oder vorsichtig in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen. Die Spiegeleier immer frisch zubereiten und nicht mit aufbewahren.