Kuzu Incik – geschmorte Lammhaxe mit Gemüse Recipe
Kuzu Incik ist langsam geschmorte Lammhaxe, die nach ein paar Stunden Garzeit buchstäblich vom Knochen fällt. In der Türkei steht so ein Gericht oft zum Sonntagsessen oder zu Festtagen auf dem Tisch, wenn die Familie Zeit hat, gemeinsam zu sitzen. Die Aromen erinnern etwas an einen französischen Eintopf, aber mit deutlicher Kreuzkümmel- und Tomatennote.
Kuzu Incik ist die Essenz des langsamen, häuslichen Kochens – die Lammhaxe schmort lange, bis das Fleisch von selbst vom Knochen fällt und jedes Aroma von Gemüse, Kreuzkümmel und Tomaten aufgesogen hat. Der Geschmack erinnert an einen eleganten französischen Eintopf, hat aber durch die Gewürze und das Olivenöl einen klar türkischen Charakter. Aus einfachen Zutaten entsteht ein dichter, intensiver Sauce und Fleisch in Restaurantqualität.
Tipps vom Koch
Nimm dir Zeit beim Anbraten der Haxen – eine kräftige Bräunung von allen Seiten ist die Garantie für eine dunkle, aromatische Sauce; das Fleisch soll gut braun, aber nicht verbrannt sein. Achte beim Schmoren auf ein sanftes Köcheln unter dem Deckel – zu hohe Hitze trocknet das Fleisch aus, zu niedrige verlängert die Garzeit ohne Mehrwert. Am Ende probiere ich die Sauce immer und würze bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nach, denn Lamm verträgt kräftigere Würzung als Schwein oder Hähnchen.
Serviervorschläge
Am besten servierst du Kuzu Incik mit einfachem Kartoffelpüree, Bulgur oder einem cremigen Risotto, das die gesamte Sauce aus dem Topf aufnimmt. Dazu passt ein trockener Rotwein oder, wenn du keinen Alkohol möchtest, kräftiger türkischer Tee. Bei mir kommt dieses Gericht meist sonntags auf den Tisch, wenn ich morgens nach dem Frühstück den Topf ansetzen und ihn dann ein paar Stunden fast vergessen kann, während sich das Haus langsam mit dem Duft von geschmortem Lamm füllt.
Zutaten
- Lammhaxe - 4 Stück
- Zwiebel - 2 Stück
- Karotte - 2 Stück
- Stangensellerie - 2 Stängel
- Knoblauch - 4 Zehen
- gehackte Tomaten (aus der Dose) - 400 g
- Brühe - 400 ml
- Olivenöl - 30 ml
- Kreuzkümmel - 4 g
- edelsüßes Paprikapulver - 5 g
- Lorbeerblatt - 2 Stück
- Salz - 8 g
- schwarzer Pfeffer - 3 g
- Petersilie (Blätter) - 10 g
Zubereitung
- Die Lammhaxen mit Küchenpapier trocken tupfen und von allen Seiten leicht salzen. Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden, Karotten in dicke Scheiben, Stangensellerie in Stücke, Knoblauch in dünne Scheiben.
- In einem großen, schweren Topf mit Deckel das Olivenöl bei recht hoher Hitze erhitzen. Lammhaxen hineingeben und insgesamt etwa 8–10 Minuten rundherum anbraten, bis sie von allen Seiten gut gebräunt sind. Fleisch auf einen Teller legen.
- Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. In denselben Topf Zwiebeln, Karotten und Sellerie geben. 6–8 Minuten unter häufigem Rühren anbraten, bis das Gemüse weich wird und an den Rändern leicht bräunt.
- Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapulver zugeben und 1 Minute unter Rühren mitbraten, bis die Gewürze intensiv duften, dabei nicht anbrennen lassen.
- Tomaten aus der Dose und Brühe angießen, Lorbeerblätter, Salz und Pfeffer zugeben. Alles verrühren, dann die Lammhaxen wieder einlegen, sodass sie größtenteils in der Sauce liegen.
- Alles zum leichten Köcheln bringen, den Topf mit einem Deckel schließen, die Hitze auf klein stellen und 1,5–2 Stunden schmoren. Die Haxen alle 30 Minuten wenden und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, falls die Sauce zu stark eindickt.
- Das Fleisch ist fertig, wenn es sich beim Einstechen mit einer Gabel leicht vom Knochen löst und fast zerfällt. Ist die Sauce zu dünn, die Haxen kurz herausnehmen, die Hitze erhöhen und 5–10 Minuten ohne Deckel einkochen lassen, bis sie eindickt, dann das Fleisch wieder hineingeben.
- Vor dem Servieren das Gericht mit gehackter Petersilie bestreuen. Heiß mit der Sauce und dem Gemüse aus dem Topf servieren.
Aufbewahrung
Reste der Lammhaxe lassen sich 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren, am besten vollständig von der Sauce bedeckt. Beim Aufwärmen langsam in einem Topf oder bei niedriger Temperatur im Ofen erhitzen, damit das Fleisch saftig bleibt. Das Gericht eignet sich auch gut zum Einfrieren – nach dem Auftauen langsam in der Sauce erwärmen.