Koreanischer Salat aus Chinakohl Baechu Geotjeori Recipe
Baechu geotjeori ist ein frischer, schnell zubereiteter Salat aus Chinakohl, den man als „sofortiges Kimchi“ bezeichnen kann. Er muss nicht fermentieren – der Kohl ist schon nach wenigen Minuten knackig, leicht pikant und saftig. In Korea wird er oft zu einfachen Hausmannskost-Mahlzeiten serviert, wenn keine Zeit bleibt, auf traditionelles Kimchi zu warten, aber etwas Scharfes und Würziges auf dem Tisch fehlt.
Baechu geotjeori ist eine schnelle, frische Alternative zum lange fermentierten Kimchi – der knackige Kohl nimmt sofort die scharf-salzige Paste aus Gochugaru, Knoblauch, Fischsauce und geriebenem Apfel auf. Durch die Zugabe von Obst bekommt der Salat eine feine, natürliche Süße und Saftigkeit und wirkt dadurch leichter und „salatartiger“ als klassisches Kimchi. Es ist genau die Art von Banchan, die in koreanischen Haushalten im Vorbeigehen zubereitet wird, wenn der Reis schon im Topf dampft und auf dem Tisch noch etwas Pikantes fehlt.
Tipps vom Koch
Salze den Kohl so, dass er weich wird, aber seine Knackigkeit nicht verliert – nach 10–15 Minuten sollten die Blätter elastisch, aber federnd sein; wenn sie schlaff wie ein Lappen sind, hast du sie zu lange stehen lassen. Reibe den Apfel auf der feinen Seite der Reibe, damit er in der Paste verschwindet, statt sichtbare Fasern zu bilden. Wenn du den Kohl mit der Sauce mischst, trage Handschuhe und „massiere“ die Blätter sanft, bis jedes gleichmäßig überzogen ist – so vermeidest du trockene Stücke ohne Würze.
Serviervorschläge
Serviere den Salat als Beilage zu einer Schüssel Reis, zu Braten, einfachem Omelett – er hebt sogar den schlichtesten gebratenen Reis vom Vortag auf ein neues Niveau. Er eignet sich auch hervorragend beim Grillen im Garten als Ersatz für den klassischen Weißkohlsalat, besonders zu Nackensteaks oder Spießen. Wenn du einen koreanischen „Haustisch“ für ein Wochenendessen deckst, stelle Geotjeori neben Kimchi, eingelegte Gurken und eine Schüssel Suppe – die Gäste spüren sofort das Korea-Feeling.
Zutaten
- Chinakohl halber großer Kopf, in größere Stücke geschnitten - 800 g
- Salz zum ersten Salzen des Kohls - 1.5 Teelöffel
- Knoblauch fein gehackt oder gerieben - 3 Zehe
- Schnittlauch in 3–4 cm lange Stücke geschnitten - 4 Esslöffel
- Gochugaru koreanische Chiliflocken - 2 Esslöffel
- Fischsauce - 1.5 Esslöffel
- Sojasauce - 1 Esslöffel
- Zucker - 1 Teelöffel
- Apfel ohne Schale, fein gerieben - 0.5 Stück
- weißer Sesam in einer trockenen Pfanne geröstet - 1 Esslöffel
- Frühlingszwiebel in schräge Scheiben geschnitten - 2 Stück
Zubereitung
- Den Chinakohl der Länge nach vierteln, den harten Strunk entfernen und die Blätter in größere Stücke von etwa 3–4 cm Breite schneiden. In eine große Schüssel geben.
- Den Kohl mit Salz bestreuen, mit den Händen gründlich vermengen und leicht durchkneten, damit die Blätter Saft ziehen. 10–15 Minuten stehen lassen und zwischendurch mehrmals durchmischen.
- In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten: In einer kleineren Schüssel Knoblauch, Gochugaru, Fischsauce, Sojasauce, Zucker und den geriebenen Apfel verrühren, bis eine dicke, feuchte Paste entsteht.
- Den Kohl kurz unter kaltem Wasser abspülen, um überschüssiges Salz zu entfernen, und mit den Händen gut ausdrücken. Zurück in die große Schüssel geben.
- Die vorbereitete Paste, den Schnittlauch und die Frühlingszwiebel zum Kohl geben. Alles mit behandschuhten Händen oder einem Löffel gründlich vermengen, bis alle Blätter gleichmäßig mit der Sauce überzogen sind.
- Zum Schluss den Salat mit dem gerösteten Sesam bestreuen, noch einmal vorsichtig durchmischen und sofort servieren oder 10–15 Minuten ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Aufbewahrung
Den Salat am besten frisch essen. Reste können 1–2 Tage im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt werden, werden aber mit der Zeit weicher und weniger knackig.