Koreanische Kartoffeln in Sojasauce geschmort – Gamja Jorim Recipe
Gamja Jorim sind kleine Kartoffeln, die in einer süß-salzigen Sojasauce geschmort werden, bis sie innen weich und außen von einer leicht glasigen Sauce überzogen sind. In Korea werden sie oft als eine von vielen kleinen Beilagen auf dem Tisch serviert, eignen sich aber genauso gut als einfache Beilage zum Mittag- oder Abendessen. Der Geschmack erinnert an Ofenkartoffeln in Honig-Soja-Glasur – nur aus dem Topf statt aus dem Backofen.
Gamja Jorim ist die Essenz koreanischer Banchan – eine einfache, aber intensiv umami-reiche Beilage, die dem Hauptgericht leicht die Show stiehlt. Die Kartoffeln werden innen weich wie Püree, während sie außen von einer dicken, süß-salzigen Soja-Glasur überzogen sind, die an in Honig gebackene Kartoffeln erinnert – nur alles aus einer Pfanne. Das Gericht zeigt eindrucksvoll, wie man aus wenigen Zutaten etwas zaubert, das wie aus einem gemütlichen Familienrestaurant in Seoul schmeckt.
Tipps vom Koch
Am wichtigsten ist es, die Kartoffeln zu Beginn anzubraten – diese kurze Bratphase bringt Röstaromen und hilft, die Form beim Schmoren zu bewahren. Rühre sanft, aber regelmäßig, damit die Sauce nicht am Boden ansetzt, besonders gegen Ende, wenn sie eindickt. Wenn du kleine neue Kartoffeln im Ganzen verwendest, stich sie vor dem Schmoren mit einer Gabel ein – so garen sie schneller und gleichmäßiger.
Serviervorschläge
Serviere Gamja Jorim mit einer Schüssel Reis, Kimchi und einem einfachen Ofenlachs – so sieht bei mir oft ein schnelles „koreanisches“ Abendessen unter der Woche aus. Es passt auch hervorragend zu gegrilltem Fleisch aus der Grillpfanne und zu im Ofen gebackenem Tofu in Soja-Marinade. Dazu passen grüner Tee oder kalter Gerstentee, die die Süße der Glasur ausgleichen.
Zutaten
- Kartoffeln klein oder in große Würfel geschnitten - 600 g
- Pflanzenöl - 1 Esslöffel
- Sojasauce - 4 Esslöffel
- Wasser - 200 ml
- brauner Zucker - 1.5 Esslöffel
- Knoblauch mit dem Messer leicht angedrückt - 3 Zehe
- Sesamöl - 1 Teelöffel
- weißer Sesam geröstet - 1 Esslöffel
- Schnittlauch gehackt - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Kartoffeln waschen, schälen und, falls sie groß sind, in mundgerechte Stücke schneiden. Kleine neue Kartoffeln kannst du ganz lassen, nur gründlich schrubben.
- In einer weiten Pfanne oder einem flachen Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Kartoffeln zugeben und 4–5 Minuten unter Rühren anbraten, bis sie von mehreren Seiten leicht gebräunt sind.
- In einer Schüssel Sojasauce, Wasser und braunen Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Mischung zu den Kartoffeln gießen und die angedrückten Knoblauchzehen hinzufügen.
- Alles zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, abdecken und 15–20 Minuten sanft schmoren, dabei alle paar Minuten umrühren. Die Kartoffeln sollten innen weich sein – mit einer Gabel prüfen.
- Wenn die Kartoffeln weich sind, den Deckel abnehmen und weitere 3–5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen, damit die Sauce einkocht und eindickt und eine glänzende Glasur auf den Kartoffeln bildet.
- Vom Herd nehmen, mit Sesamöl beträufeln und mit geröstetem Sesam und Schnittlauch bestreuen. Warm oder bei Zimmertemperatur servieren.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen in einer Pfanne mit einem Schluck Wasser oder Brühe erhitzen, damit die Glasur wieder weich wird und nicht anbrennt.