Kabak dolması – Zucchini gefüllt mit Reis und Kräutern in Tomatensoße Recipe
Kabak dolması sind zarte Zucchini, gefüllt mit Reis, Kräutern und Gewürzen und in einer leichten Tomatensoße geschmort. In der Türkei stehen solche gefüllten Gemüsegerichte oft auf dem Tisch, besonders im Sommer, wenn Zucchini günstig und überall zu bekommen sind. Im Geschmack erinnern sie ein wenig an Kohlrouladen, aber ohne Fleisch und mit deutlich kräuterigem Aroma.
Kabak dolması verbindet die zarte Süße junger Zucchini mit einer aromatischen Reis-Kräuter-Füllung und erinnert ein wenig an Kohlrouladen, allerdings in einer viel leichteren, sommerlichen Variante. Durch das Schmoren in Tomatensoße nehmen die Gemüse den Geschmack auf, und der Reis wird weich und cremig, ohne dass man ihn vorher kochen muss. Ein klassisches hausgemachtes Comfort Food aus türkischen Küchen, besonders beliebt in der Saison für kleine, günstige Zucchini.
Tipps vom Koch
Achte darauf, dass die Zucchiniwände etwa 1 cm dick sind – zu dünne Wände zerfallen beim Schmoren, zu dicke bleiben hart. Den Reis gründlich waschen, bis das Wasser fast klar ist, sonst kann die Füllung klebrig statt locker werden. Beim Garen im Topf nicht umrühren, sondern das Gefäß nur vorsichtig rütteln, damit die Zucchini nicht auseinanderfallen; bei Gasherden die Flamme wirklich auf ein Minimum stellen.
Serviervorschläge
Kabak dolması mit dickem Naturjoghurt oder Knoblauchjoghurt servieren – dieser Kontrast von Temperatur und Konsistenz macht einen großen Unterschied. Für ein sommerliches Mittagessen reicht dazu ein einfacher Tomaten-Gurken-Salat und eine Scheibe Brot, um die letzten Tropfen Soße vom Teller aufzunehmen. Das Gericht eignet sich auch hervorragend zum Aufwärmen: Du kannst es problemlos einen Tag vorher für ein Familienessen am Sonntag zubereiten.
Zutaten
- Zucchini - 4 Stück
- Reis - 150 g
- Zwiebel - 1 Stück
- Tomaten - 2 Stück
- Tomatenmark - 20 g
- Olivenöl extra vergine - 50 ml
- Petersiliengrün frisch - 10 g
- Minze frisch - 5 g
- Dill frisch - 5 g
- Salz - 8 g
- schwarzer Pfeffer gemahlen - 3 g
- Kreuzkümmel gemahlen - 2 g
- Wasser - 400 ml
Zubereitung
- Den Reis mehrmals in kaltem Wasser waschen, bis das Wasser fast klar ist, dann in einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Zwiebel schälen und fein hacken.
- In einer Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 3–5 Minuten unter Rühren anschwitzen, bis sie weich und leicht glasig ist, ohne zu bräunen.
- Den rohen Reis hinzufügen und 2–3 Minuten unter Rühren mitbraten, bis die Körner leicht glasig-weiß werden. Die Pfanne vom Herd nehmen.
- Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und in kleine Würfel schneiden. Petersilie, Minze und Dill fein hacken.
- Zu dem Reis in der Pfanne die gewürfelten Tomaten, die Kräuter, Kreuzkümmel, die Hälfte des Salzes und die Hälfte des Pfeffers geben. Alles gründlich vermischen – die Füllung wird recht feucht sein, der Reis bleibt aber roh.
- Die Zucchini waschen und die Enden abschneiden. Jede Zucchini quer halbieren und das Innere mit einem Teelöffel aushöhlen, sodass etwa 1 cm dicke Wände stehen bleiben und kleine „Becher“ entstehen. Das ausgehöhlte Fruchtfleisch fein hacken und nach Wunsch zur Füllung geben.
- Die Zucchini mit der Reisfüllung füllen, nicht zu fest andrücken und etwa 0,5 cm Platz bis zum Rand lassen, da der Reis beim Garen aufquillt.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne Wasser, Tomatenmark, das restliche Olivenöl, den übrigen Salz- und Pfefferanteil verrühren. Die gefüllten Zucchini hochkant dicht nebeneinander hineinstellen, damit sie nicht umfallen.
- Die Flüssigkeit zum Kochen bringen, den Topf mit einem Deckel abdecken, die Hitze auf klein stellen und 35–40 Minuten garen. Zwischendurch prüfen, ob noch etwas Soße im Topf ist; wenn sie fast verdampft ist, etwas Wasser nachgießen.
- Die Zucchini sind fertig, wenn sie sich beim Einstechen mit der Gabel weich anfühlen und der Reis in der Füllung gar und weich ist. Heiß mit der Soße aus dem Topf servieren und mit zusätzlicher Petersilie bestreuen.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Am besten langsam in einem Topf mit etwas zusätzlicher Flüssigkeit erwärmen, damit die Füllung saftig bleibt.