Hünkar Beğendi – geschmorte Rindfleischwürfel auf cremigem Auberginenpüree Recipe
Hünkar Beğendi ist ein Gericht, das der Legende nach einen osmanischen Sultan begeisterte – der Name bedeutet wörtlich „der Sultan war entzückt“. Es besteht aus zarten Stücken geschmortem Rindfleisch in Tomatensauce, serviert auf einem seidig-cremigen Püree aus gebackener Aubergine mit Käse. Die Aromen erinnern etwas an Gulasch mit einem Gemüsemus, aber insgesamt ist das Gericht feiner und cremiger.
Hünkar Beğendi verbindet geschmortes, intensiv tomatiges Rindfleisch mit einem seidig-weichen, leicht rauchigen Auberginenpüree und ergibt so ein Gericht mit tiefem, vielschichtigem Geschmack. Es ist osmanische Palastküche für den heimischen Tisch – ein bisschen wie Gulasch, aber serviert auf einer cremigen, käsigen „Wolke“ statt auf Kartoffeln. Die gebackene Aubergine verleiht dem Ganzen eine subtile Rauchigkeit, die sich mit einer normalen Sauce nicht nachahmen lässt.
Tipps vom Koch
Der Schlüssel ist geduldiges Schmoren des Rindfleischs bei niedriger Hitze – das Fleisch sollte sich mit dem Löffel zerteilen lassen, sonst lohnt es sich, die Garzeit um weitere 10–15 Minuten zu verlängern. Backe die Auberginen so lange, bis die Schale fast schrumpelig und dunkel ist; halb gegartes Fruchtfleisch bleibt faserig und leicht bitter. Beim Zubereiten der Béchamelsauce Butter und Mehl ständig rühren und nicht bräunen lassen, sonst verliert das Püree seine helle Farbe und Zartheit.
Serviervorschläge
Serviere Hünkar Beğendi auf vorgewärmten Tellern mit einem einfachen Salat aus Tomaten, Gurken und Zwiebeln mit Sumach – die Frische des Gemüses durchbricht die cremige Basis perfekt. Dazu passt ein trockenes Rotwein oder ein Glas Ayran, wenn du in der türkischen Tradition bleiben möchtest. Es ist ein ideales Gericht für ein entspanntes Sonntagsessen im kleinen Kreis, wenn du Zeit hast, das langsame Kochen zu zelebrieren.
Zutaten
- Rindergulasch in Würfel geschnitten - 600 g
- Aubergine mittlere Größe - 3 Stück
- Zwiebel in Würfel geschnitten - 1 Stück
- Knoblauch fein gehackt - 3 Zehen
- gehackte Tomaten aus der Dose - 400 g
- Tomatenmark - 1 Esslöffel
- Rinder- oder Gemüsebrühe - 300 ml
- Butter für das Püree - 50 g
- Weizenmehl zum Andicken des Pürees - 1.5 Esslöffel
- Milch für das Püree - 250 ml
- Hartkäse fein gerieben, idealerweise leicht pikant - 80 g
- pflanzliches Öl zum Anbraten des Fleisches - 3 Esslöffel
- Salz oder nach Geschmack - 1.5 Teelöffel
- schwarzer Pfeffer - 0.5 Teelöffel
- edelsüßes Paprikapulver - 1 Teelöffel
Zubereitung
- Wasche die Auberginen, stich sie mehrmals mit einer Gabel ein und lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Backe sie bei 220°C Ober-/Unterhitze 30–40 Minuten, bis die Schale stark nachgedunkelt ist und das Fruchtfleisch sehr weich ist.
- Bereite in der Zwischenzeit das Fleisch zu: Erhitze das Öl in einem breiten Topf bei recht starker Hitze. Gib das Rindfleisch dazu und brate es 6–8 Minuten unter Rühren an, bis die Stücke von allen Seiten gebräunt sind.
- Füge die gehackte Zwiebel hinzu und brate sie 4–5 Minuten mit dem Fleisch, bis sie weich ist. Dann den Knoblauch dazugeben und weitere 1 Minute unter Rühren braten, damit er nicht anbrennt.
- Gib Paprikapulver und Tomatenmark dazu und rühre alles zügig um, dann die Dosentomaten und die Brühe angießen.
- Mit Salz und Pfeffer würzen, den Topf mit einem Deckel schließen und das Fleisch bei niedriger Hitze etwa 45 Minuten schmoren, bis es zart ist und die Sauce eingedickt ist. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
- Die gebackenen Auberginen aus dem Ofen nehmen und ein paar Minuten abkühlen lassen. Anschließend längs aufschneiden und das weiche Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen, die gebräunte Schale zurücklassen.
- Das Auberginenfleisch fein hacken oder mit einer Gabel zu einem Brei zerdrücken.
- In einem Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl einstreuen und 1–2 Minuten kräftig rühren, bis eine glatte Paste entsteht, dabei nicht bräunen lassen.
- Nach und nach die Milch zugießen und dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, bis die Sauce eindickt und glatt ist, ohne Klümpchen.
- Die gehackte Aubergine hinzufügen und gründlich einrühren. Weitere 2–3 Minuten bei niedriger Hitze unter Rühren köcheln lassen, bis die Masse homogen ist.
- Den geriebenen Käse hinzufügen und rühren, bis er geschmolzen ist. Das Püree mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Konsistenz sollte dick, aber cremig sein – falls es zu dick ist, etwas Milch nachgießen.
- Portionen des heißen Auberginenpürees auf Teller geben und das geschmorte Rindfleisch mit Sauce darauf anrichten. Sofort servieren.
Aufbewahrung
Reste von Fleisch und Auberginenpüree getrennt in luftdichten Behältern im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen verzehren. Beim Aufwärmen das Püree bei Bedarf mit etwas Milch oder Wasser verdünnen, damit es wieder cremig wird.