Spanischer Mandelkuchen Santiago Recipe
Der Tarta de Santiago ist ein traditionelles Dessert aus Galicien, das aus gemahlenen Mandeln, Eiern und Zucker ohne Weizenmehl gebacken wird. Pilger, die nach Santiago de Compostela kamen, genießen diesen einfachen, aber aromatisch reichen Kuchen seit Jahrhunderten. Im Geschmack erinnert er ein wenig an Makronen in Kuchenform – saftig, mandelig und leicht zitrusartig.
Dieser Kuchen ist tief in der Tradition der Pilger verwurzelt, die nach Santiago de Compostela unterwegs sind – er soll nahrhaft, sättigend und lange frisch bleiben, deshalb basiert er auf Mandeln statt auf Mehl. Er schmeckt wie eine Mischung aus Makrone und Mandeltorte: saftig, dicht, mit einer deutlichen Note von Zitrone und warmem Zimt, die das Nussaroma wunderbar unterstreichen. Der zusätzliche Duft von Mandellikör sorgt dafür, dass jeder Bissen intensiv, aber nicht übertrieben süß ist.
Tipps vom Koch
Die Mandeln am besten leicht in einer trockenen Pfanne anrösten und vor dem Mahlen abkühlen lassen – so wird der Kuchen aromatischer. Achte darauf, die Eier nicht zu stark aufzuschlagen; es reicht, sie zu verquirlen, denn zu stark aufgelockerter Teig kann stark aufgehen und dann wieder zusammenfallen. Gegen Ende der Backzeit solltest du schon nach 28–30 Minuten mit einem Holzstäbchen testen, denn dieser Kuchen trocknet leicht aus – besser, wenn er innen noch leicht feucht bleibt.
Serviervorschläge
Am besten bei Zimmertemperatur mit einem kräftigen Espresso oder spanischem Kaffee mit etwas Kondensmilch servieren. Er eignet sich hervorragend als Dessert nach einem Tapas-Abend oder als eleganter Kuchen für den Ostertisch oder ein Treffen bei einem Glas Wein. Für den abendlichen Genuss empfehle ich ein Glas trockenen Sherry oder spritzige Cava, die die Süße der Mandeln ausbalancieren.
Zutaten
- gemahlene Mandeln fein gemahlen, ohne Haut - 250 g
- Zucker - 200 g
- Ei Zimmertemperatur - 4 Stück
- Zitronenschale abgeriebene Schale einer ganzen Zitrone, nur der gelbe Teil - 1 Stück
- gemahlener Zimt - 0.5 Teelöffel
- Mandellikör optional, z. B. Amaretto - 1 Esslöffel
- Butter zum Einfetten der Form - 10 g
- Weizenmehl zum Ausstäuben der Form, für eine glutenfreie Version können gemahlene Mandeln verwendet werden - 1 Esslöffel
- Puderzucker zum Bestäuben der Oberfläche - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine runde Form mit etwa 22–24 cm Durchmesser mit Butter einfetten und mit Mehl oder gemahlenen Mandeln ausstäuben, den Überschuss ausklopfen.
- In einer großen Schüssel gemahlene Mandeln, Zucker, Zimt und die abgeriebene Zitronenschale vermischen.
- In einer separaten Schüssel die Eier mit einer Gabel oder einem Schneebesen nur leicht verquirlen, gerade so, dass Eigelb und Eiweiß sich verbinden (nicht schaumig schlagen). Falls verwendet, den Mandellikör hinzufügen.
- Die Eier zu den trockenen Zutaten gießen und mit einem Löffel verrühren, bis eine dicke, homogene Masse entsteht.
- Den Teig in die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche mit einem Löffel glattstreichen.
- Die Form in den Ofen stellen und 30–35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und ein Holzstäbchen, das in die Mitte gesteckt wird, sauber oder mit ein paar feuchten Krümeln, aber ohne rohen Teig herauskommt.
- Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen.
- Vor dem Servieren großzügig mit Puderzucker bestäuben. Traditionell legt man eine Schablone des Jakobskreuzes auf den Kuchen und bestäubt ihn mit Puderzucker, aber für den Geschmack ist das nicht zwingend nötig.
Aufbewahrung
Reste des Kuchens in einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur aufbewahren; so bleibt er mehrere Tage saftig und aromatisch. Für längere Lagerung kannst du Stücke einzeln einwickeln und einfrieren, dann bei Zimmertemperatur auftauen lassen.