Yiaourti me meli – griechischer Joghurt mit Honig und Nüssen Recipe
Yiaourti me meli ist ein sehr einfaches, aber ikonisches griechisches Dessert: cremig‑dicker Joghurt, mit Honig übergossen und mit Nüssen bestreut. In Griechenland isst man ihn sowohl nach dem Mittag‑ oder Abendessen als auch zum Frühstück, besonders an heißen Tagen, wenn niemand Lust auf schwere Kuchen hat. Er schmeckt wie eine kleine, süße Pause nach dem Essen – cremig, honigduftend und angenehm knusprig.
In Griechenland wird dieses Dessert nach einem üppigen Mittag- oder Abendessen oft anstelle eines schweren Kuchens serviert, manchmal nur mit Thymianhonig. In Tavernen gibt es es auch zum Frühstück, dann häufig mit frischem Obst oder Feigen in Sirup.
Yiaourti me meli ist die Essenz griechischer Lässigkeit in der Küche: drei Zutaten, kein Kochen, und das Ergebnis erinnert an ein Dessert aus einer Strandtaverne nach dem Abendessen. Der dicke, leicht säuerliche Joghurt balanciert die Süße des Honigs aus, und die Nussmischung sorgt für angenehme Knusprigkeit und Sättigung. Ein Dessert, das luxuriös schmeckt und gleichzeitig leicht ist – ohne übertrieben viel Zucker.
Warum diese Version funktioniert
- Geröstete und vollständig abgekühlte Nüsse haben ein intensiveres Aroma und bleiben lange knusprig auf dem Joghurt.
- Vanille und Zimt unterstreichen den Geschmack des Honigs, ohne die Schlichtheit der drei Hauptzutaten zu überdecken.
- Sehr dickflüssiger Joghurt hält den Honig wie eine Glasur an der Oberfläche, sodass das Dessert klar erkennbare, appetitliche Schichten bekommt.
Tipps vom Koch
Wähle einen wirklich dicken Joghurt, am besten mit 10 % Fett – bei einem dünnen Joghurt zieht der Honig sofort ein und der Effekt der „goldenen“ Schicht obenauf geht verloren. Die Nüsse unbedingt in der trockenen Pfanne rösten, aber gut im Blick behalten: Schon wenige Sekunden Unaufmerksamkeit reichen, damit sie verbrennen und dem Dessert Bitterkeit verleihen. Wenn du die Portionen im Voraus vorbereitest, den Honig erst kurz vor dem Servieren darübergeben, sonst läuft er komplett nach unten.
Serviervorschläge
Serviere dieses Dessert gut gekühlt, mit einer zusätzlichen Prise Zimt und ein paar Scheiben frischer Pfirsich oder Feige, wenn gerade Saison ist. Es passt hervorragend zu Eiskaffee oder griechischem Frappe, besonders an heißen Tagen, an denen niemand Lust auf schwere Kuchen hat. Zum Wochenendfrühstück kannst du es schichtweise mit Früchten und extra Nüssen in Gläsern anrichten – als schnelle Variante eines Parfaits.
Ersatzzutaten
- Griechischen Joghurt kannst du durch Balkan-Joghurt ersetzen, den du zuvor 1–2 Stunden in einem mit Mulltuch ausgelegten Sieb abtropfen lässt, bis er schön dick ist.
- Walnüsse und Haselnüsse kannst du durch Pistazien oder Mandeln ersetzen, die du ebenfalls kurz in einer trockenen Pfanne anröstest.
Zutaten
- griechischer Joghurt dick, am besten mit 10 % Fett - 600 g
- Honig flüssig, z.B. Thymian‑ oder Blütenhonig - 4 Esslöffel
- Walnüsse grob gehackt - 60 g
- Haselnüsse grob gehackt, optional - 40 g
- Zimt optional, zum Bestreuen - 0.5 Teelöffel
- Vanille Extrakt, optional für den Joghurt - 0.5 Teelöffel
Zubereitung
- Walnüsse und Haselnüsse grob mit dem Messer hacken. In eine trockene Pfanne geben und 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze rösten, dabei rühren, bis sie intensiv duften und an den Rändern leicht bräunen.
- Die Nüsse sofort in einer einzigen Schicht auf einen Teller geben und vollständig auskühlen lassen. Nach ein paar Minuten mit dem Finger prüfen – sie sollten kühl, nicht lauwarm sein, damit sie den Joghurt nicht aufweichen.
- Den griechischen Joghurt in eine Schüssel geben. Vanille (Extrakt oder ausgekratzte Samen) hinzufügen und behutsam mit einem Löffel verrühren, bis die Masse glatt, gleichmäßig cremig und ohne Streifen oder Luftblasen ist.
- Den Joghurt auf 4 Schälchen oder Gläser verteilen und die Gefäße leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit die Oberfläche sich glättet. Die Oberseite mit einem Löffel glatt ziehen – eine ebene Fläche sorgt dafür, dass der Honig eine gleichmäßige, glänzende Schicht bildet.
- Auf jede Portion etwa 1 Esslöffel Honig geben, entweder in einem dünnen Strahl oder als kleine „Pfütze“ in der Mitte. Beobachten, ob der Honig auf der Oberfläche bleibt – wenn er sofort einsickert, ist der Joghurt zu flüssig.
- Jede Portion mit den abgekühlten Nüssen bestreuen und mit einer Prise Zimt bestäuben. Sofort servieren oder 15–20 Minuten kühlen, bis die Schälchen deutlich kalt sind und der Honig leicht andickt.
Aufbewahrung
Am besten Joghurt, Honig und Nüsse getrennt aufbewahren und die Portionen frisch zusammenstellen – so bleiben Konsistenz und Knusprigkeit optimal. Bereits angerichtete Portionen sollten innerhalb von 1 Tag gegessen und im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Ich mache dieses Dessert am häufigsten, wenn nach einem Sommergrillabend alle sagen, sie seien „pappsatt“ – und fünf Minuten später sind plötzlich alle Schälchen mit Joghurt und Honig verschwunden. Gern bereite ich mir auch abends nach dem Training eine Einzelportion zu – mein kleiner, schneller Ritual‑Nachtisch statt eines klassischen Desserts.