Rolo kima – griechischer falscher Hase mit Ei und Feta Recipe
Rolo kima ist die griechische Version des falschen Hasen aus Hackfleisch, oft gefüllt mit hartgekochten Eiern und Feta. Man serviert ihn warm als Hauptgericht, kalt schmeckt er hervorragend auf Brot. Im Geschmack erinnert er an den bekannten Hackbraten aus polnischen Sonntagsessen, aber Kräuter, Feta und Olivenöl verleihen ihm einen deutlich mediterranen Charakter.
Rolo kima verbindet den vertrauten falschen Hasen mit intensiv mediterranen Akzenten – salzigem Feta, Oregano und Olivenöl, die dem Braten einen ganz anderen Charakter geben als der Version aus polnischen Sonntagsküchen. Aufgeschnitten sieht er sehr eindrucksvoll aus: Im Inneren versteckt sich eine Reihe hartgekochter Eier und eine Käseschicht, sodass jede Scheibe wie ein kleines Mosaik aus Aromen wirkt. Ein Gericht, das nach griechischer Hausmannskost duftet und trotzdem dem mitteleuropäischen Gaumen sehr entgegenkommt.
Tipps vom Koch
Das Fleisch wirklich gründlich durchkneten – ein paar Minuten intensives Kneten sorgen dafür, dass die Masse zusammenhält und der Braten beim Schneiden nicht zerfällt; diesen Schritt nicht aus Bequemlichkeit abkürzen. Die Eier möglichst mittig in die Form legen und leicht andrücken, sonst können sie beim Backen nach oben „wandern“ und die Scheiben werden ungleichmäßig. Nach dem Backen dem Braten unbedingt Ruhe gönnen, mindestens 10–15 Minuten – schneidest du ihn zu heiß an, zerreißen die Stücke und der Saft läuft aus.
Serviervorschläge
Warm servierst du ihn mit Ofenkartoffeln, einem einfachen Tomaten‑Gurkensalat und einem Glas trockenen Rotweins, z.B. Agiorgitiko oder einem leichten Merlot. Kalt passt er hervorragend auf eine Aufschnittplatte beim familiären Osterfrühstück oder dünn aufgeschnitten auf Sandwiches fürs Büro, zusammen mit Gewürzgurke. Für größere Runden kannst du ihn in dicken Scheiben als warmes Buffetgericht anbieten – er behält gut die Form und lässt sich leicht portionieren.
Zutaten
- Rinderhackfleisch es kann auch gemischtes Rinder‑Schweine‑Hack sein - 700 g
- Ei 3 hart gekocht für die Füllung, 1 für die Masse - 4 Stück
- Feta zerkrümelt - 120 g
- Semmelbrösel - 4 Esslöffel
- Milch zum Einweichen der Semmelbrösel - 4 Esslöffel
- Zwiebel fein gerieben oder sehr fein gehackt - 1 Stück
- Knoblauch durch die Presse gedrückt - 2 Zehen
- Petersilie, glatt oder kraus gehackt - 3 Esslöffel
- getrockneter Oregano - 1 Teelöffel
- Tomatenmark - 1 Esslöffel
- Olivenöl zum Einfetten der Form und für die Oberfläche - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack, vorsichtig dosieren, da Feta salzig ist
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Drei Eier hart kochen: in einen Topf mit kaltem Wasser legen, zum Kochen bringen und 8–9 Minuten kochen. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken, schälen und beiseitestellen.
- Den Backofen auf 190°C Ober‑/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform oder andere längliche Form mit Olivenöl einfetten und mit Backpapier auslegen, dabei die Ränder überstehen lassen, damit sich der Braten später leicht herausheben lässt.
- Die Semmelbrösel mit der Milch übergießen und 5 Minuten quellen lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Das Hackfleisch in eine große Schüssel geben, die eingeweichten Semmelbrösel, das rohe Ei, die geriebene Zwiebel, den Knoblauch, die Petersilie, Oregano, Tomatenmark, eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen.
- Die Masse mit der Hand 4–5 Minuten gründlich durchkneten, bis sie homogen und leicht klebrig ist. Wenn sie zu weich wirkt, noch 1 Esslöffel Semmelbrösel zugeben.
- Etwa 2/3 der Hackmasse in die Form geben und gleichmäßig verteilen, dabei in der Mitte längs eine Mulde formen. Die hartgekochten Eier hintereinander in die Mulde legen und leicht in das Fleisch drücken.
- Die zerkrümelte Feta darüberstreuen und möglichst gleichmäßig verteilen. Mit der restlichen Hackmasse bedecken, alles gut andrücken und die Oberfläche mit einer angefeuchteten Hand glattstreichen.
- Die Oberfläche des Bratens mit 1 Esslöffel Olivenöl bestreichen. Die Form in den Ofen schieben und 45–55 Minuten backen, bis die Oberfläche gut gebräunt ist und beim Einstechen klarer Saft austritt.
- Nach dem Backen die Form aus dem Ofen nehmen und den Braten 10–15 Minuten ruhen lassen, damit er sich leichter schneiden lässt. Dann mithilfe des Papiers aus der Form heben und in Scheiben schneiden.
Aufbewahrung
Reste nach dem Abkühlen luftdicht verpacken und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen Scheiben in einer ofenfesten Form mit etwas Folie abdecken und im Ofen oder in der Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen. Kalt eignen sich die Scheiben hervorragend für Sandwiches oder als Bestandteil einer Aufschnittplatte.