Krupnik mit Gerstengraupen und Gemüse Recipe
Krupnik ist eine der hausgemachtesten polnischen Suppen – dick, wärmend und sehr sättigend. In vielen Haushalten kommt sie im Herbst und Winter auf den Tisch, wenn man nach etwas „Richtigem“ im Teller sucht. Sie ist ein bisschen die polnische Antwort auf italienische Minestrone, nur mit Graupen statt Pasta.
Krupnik ist eine der typischsten polnischen Hausmannszuppen und wird oft „für zwei Tage“ auf Geflügel oder Schweineknochen gekocht. In vielen Haushalten ersetzt er das Hauptgericht, da Graupen und Fleisch ihn zu einer vollwertigen Mahlzeit machen.
Krupnik mit Gerstengraupen ist eine Suppe, bei der jeder Löffel richtig Substanz hat: weiches Gemüse, zartes Fleisch vom Knochen und leicht nussige Gerstengraupen ergeben etwas zwischen Suppe und Eintopfgericht. Typisch ist ihre Sämigkeit – der Löffel steht fast im Teller, und der kräuterige Duft schwebt noch lange nach dem Herunternehmen vom Herd über dem Topf. Ein Gericht, das von innen wärmt, besonders an kühlen Herbstnachmittagen.
Warum diese Version funktioniert
- Fleisch mit Knochen sorgt für eine gehaltvolle, aber dennoch leichte Brühe, ohne die Schwere einer Brühe aus mehreren Fleischsorten.
- Das getrennte Kontrollieren von Graupen und Kartoffeln verringert das Risiko des Übergaren und verhindert, dass die Suppe zu Brei wird.
- Das Anrösten der Graupen vor dem Kochen verstärkt ihren nussigen Geschmack und verbessert die Textur.
- Das gezielte Nachgießen von Wasser ermöglicht es, die Sämigkeit der Suppe ganz einfach dem eigenen Geschmack anzupassen.
Tipps vom Koch
Die Graupen unbedingt im Sieb unter fließendem Wasser abspülen und, wenn du Zeit hast, kurz in einer trockenen Pfanne anrösten – so bekommt die Suppe einen tieferen, leicht nussigen Geschmack. Den Krupnik bei kleiner Hitze ohne heftiges Kochen garen, dann bleibt die Brühe klarer und das Gemüse zerfällt nicht zu Brei. Übertreib es nicht mit der Menge an Graupen – die Suppe wird sonst schnell zu dick; denk daran, dass die Graupen nach dem Kochen und beim Aufwärmen weiter aufquellen.
Serviervorschläge
Am besten in tiefen Schüsseln servieren, mit reichlich gehackter Petersilie und frisch gemahlenem Pfeffer obendrauf. Dazu passt eine Scheibe Roggenbrot mit Butter oder ein einfaches Stück Bauernbrot, ideal, um den Teller „auszuwischen“. Es lohnt sich, einen großen Topf für den Montag zu kochen – nach einem langen Arbeitstag schmeckt aufgewärmter Krupnik noch besser als frisch.
Worauf man achten sollte
- Lass die Suppe nicht stark sprudelnd kochen – die Graupen verkochen schneller, und die Brühe wird trüb und gräulich.
- Gib die Graupen nicht nach Gefühl dazu; 70 g auf diese Flüssigkeitsmenge ergeben bereits einen dicken, sehr gehaltvollen Krupnik.
- Rühre nach Zugabe der Graupen regelmäßig mit dem Löffel über den gesamten Topfboden, da sie leicht ansetzen.
- Schneide die Kartoffeln nicht zu klein – sie verschwinden sonst in der Suppe und machen sie so dick wie Püree.
Zutaten
- Perlgraupen aus Gerste stattdessen kann auch Rollgerste verwendet werden, dann wird die Suppe noch gehaltvoller - 70 g
- Hähnchenflügel oder Stück Knochen mit Fleisch für die vegane Version Gemüsebrühe verwenden und das Fleisch weglassen - 400 g
- Möhre in Halbscheiben geschnitten - 2 Stücke
- Petersilienwurzel in Würfel geschnitten - 1 Stück
- Knollensellerie kleines Stück, in Würfel geschnitten - 0.25 Stücke
- Kartoffeln geschält, in Würfel geschnitten - 3 Stücke
- Lorbeerblatt - 2 Stücke
- Pimentkörner - 4 Körner
- Petersiliengrün gehackt - 2 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
- Wasser oder Gemüse-/Fleischbrühe - 1.5 l
Zubereitung
- Das Fleisch unter fließendem Wasser abspülen. In einen großen Topf geben und mit Wasser oder Brühe bedecken.
- Lorbeerblätter und Pimentkörner zugeben. Auf hoher Hitze zum Kochen bringen und den aufsteigenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen.
- Die Hitze reduzieren und 20 Minuten bei leicht geöffnetem Deckel köcheln lassen.
- In der Zwischenzeit Möhre, Petersilienwurzel, Sellerie und Kartoffeln schälen. Das Gemüse schneiden: Möhre in Halbscheiben, Petersilienwurzel und Sellerie in kleine Würfel, Kartoffeln in größere Würfel.
- Die Graupen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen.
- Möhre, Petersilienwurzel, Sellerie und Graupen in den Topf mit der Brühe geben. Bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten kochen.
- Kartoffeln zugeben und weitere 10–15 Minuten kochen, bis die Graupen weich sind und sich die Kartoffeln leicht mit einer Gabel einstechen lassen.
- Das Fleisch aus dem Topf nehmen, vom Knochen lösen, in kleine Stücke schneiden und wieder in die Suppe geben.
- Den Krupnik mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Suppe zu dick ist, etwas Wasser nachgießen und kurz aufkochen.
- Zum Schluss die Suppe mit gehackter Petersilie bestreuen und heiß servieren.
Aufbewahrung
Im Kühlschrank gut abgedeckt aufbewahren; beim Aufwärmen eventuell etwas Wasser zugeben, da die Graupen weiter quellen und die Suppe eindicken.
Ich koche Krupnik immer im größten Topf, den ich habe, weil ich weiß, dass am nächsten Tag jeder in der Familie im Kühlschrank danach sucht, wenn er ein fertiges Mittagessen braucht. Am liebsten mag ich den Moment, wenn die Graupen schon richtig eingedickt haben und die Suppe nach ein paar Stunden fast wie ein Gulasch wird.