Gebratene Reisnudeln mit Ei und Pak Choi Recipe
Dieses einfache Pfannengericht erinnert ein bisschen an eine asiatische Version von Rührei mit Nudeln. Feine Fäden von Reisnudeln verbinden sich mit Ei, Pak-Choi-Kohl und Sojasauce. In China werden solche schnellen Nudelgerichte abends oft aus Kühlschrankresten zubereitet – bei uns sind sie perfekt, wenn du wenig Zeit hast und trotzdem etwas Warmes und Sättigendes essen möchtest.
Diese Art gebratener Reisnudeln ist ein Klassiker der chinesischen Hausmannskost: ein schnelles Stir-Fry, das oft aus übrig gebliebenem Reis oder Nudeln und Gemüseresten aus dem Kühlschrank entsteht. In vielen Haushalten ist es ein typisches Feierabendgericht, das in wenigen Minuten auf dem Tisch steht.
Gebratene Reisnudeln mit Ei und Pak Choi sind die Quintessenz der chinesischen „Kühlschrankküche“ – ein paar einfache Zutaten werden zu einem sättigenden One-Pan-Gericht. Zarte Reisnudeln saugen Sojasauce und Knoblaucharoma auf, während Ei und knackiger Pak Choi dem Ganzen Substanz und Frische geben.
Warum diese Version funktioniert
- Das kurze, separate Anbraten der Eier sorgt für weiche Stückchen statt trockener Flocken.
- Das Trennen von Pak-Choi-Stielen und -Blättern ermöglicht den perfekten Garpunkt: Stiele zart, Blätter noch bissfest.
- Das Einweichen der Nudeln statt Kochen verringert das Risiko, dass sie beim Braten zerfallen.
Tipps vom Koch
Weiche die Reisnudeln nur so lange ein, bis sie weich, aber noch leicht elastisch sind – wenn du sie zu lange einweichst, zerfallen sie beim Wenden in der Pfanne. Gib die Eier in eine gut vorgeheizte Pfanne und rühre sie zügig, damit feine, weiche „Bänder“ entstehen und keine trockenen Klumpen. Das Gemüse in Etappen zugeben: die festere Karotte zuerst, die Pak-Choi-Blätter ganz zum Schluss, damit sie ihre Farbe und leichte Knackigkeit behalten.
Serviervorschläge
Sofort nach dem Braten direkt aus dem Wok servieren, mit gehackter Frühlingszwiebel, etwas Chiliflocken und ein paar Tropfen Sesamöl. Ein tolles Gericht für ein schnelles, warmes Abendessen nach der Arbeit oder als „Kühlschrank-Reste-Essen“ am Freitagabend – du kannst z.B. übrig gebliebenes Hähnchen oder Tofu dazugeben. Dazu passt Jasmintee oder leicht sprudelndes Wasser mit Limette.
Worauf man achten sollte
- Die Pfanne nicht überladen – zu viele Zutaten auf einmal beginnen zu dünsten statt zu braten.
- Die Nudeln nicht länger einweichen, als auf der Packung angegeben; zu weiche Nudeln verwandeln sich beim Braten in eine klebrige Masse.
Ersatzzutaten
- Pak Choi kannst du durch eine Mischung aus Chinakohl und Spinat ersetzen; die festeren Teile zuerst zugeben, die zarten Blätter ganz zum Schluss.
- Statt Reisnudeln kannst du dünne Weizennudeln wie Chow-Mein-Nudeln oder Spaghetti verwenden, al dente gekocht und gut abgetropft.
- Kein Sesamöl im Haus? Bestreue das fertige Gericht mit geröstetem Sesam – so bekommst du eine ähnliche, nussige Note.
Zutaten
- Reisnudeln - 150 g
- Eier - 2 Stück
- Pak-Choi-Kohl - 150 g
- Karotte klein - 1 Stück
- Knoblauch - 2 Zehen
- Sojasauce - 2.5 Esslöffel
- Öl z.B. Rapsöl - 2 Esslöffel
- Sesamöl - 0.5 Teelöffel
- weißer oder schwarzer Pfeffer, gemahlen nach Geschmack
- Schnittlauch oder Frühlingszwiebel optional, gehackt, zum Servieren - 1 Esslöffel
Zubereitung
- Die Reisnudeln in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, sodass sie vollständig bedeckt sind. Für die auf der Packung angegebene Zeit (meist 5–7 Minuten) einweichen lassen, bis die Fäden weich und elastisch, aber unter den Fingern noch leicht federnd sind.
- Die Nudeln abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen. Wenn sie beginnen zusammenzukleben, die Fäden vorsichtig mit angefeuchteten Fingern lockern – sie sollen locker und getrennt liegen, nicht zu einem Klumpen verkleben.
- Pak Choi waschen und gut abtropfen lassen. Die weißen, dickeren Stiele in feine Streifen, die grünen Blätter in größere Stücke schneiden. Die Karotte schälen und in feine Stifte oder Halbscheiben schneiden, damit sie nach dem Braten leicht knackig ist und nicht hart roh bleibt.
- Knoblauch schälen und fein hacken. Die Eier in eine kleine Schüssel aufschlagen, mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen und mit einer Gabel verquirlen, bis die Masse homogen ist und keine sichtbaren Eiweißstreifen mehr hat.
- In einer großen Pfanne oder einem Wok 1 Esslöffel Öl bei mittlerer bis höherer Hitze erhitzen, bis es leicht zu „schimmern“ beginnt. Die Eier hineingießen und unter sanftem Schieben mit dem Pfannenwender von außen nach innen braten, bis weiche, leicht feuchte Rühreistücke entstehen, ohne flüssige Stellen.
- Die Eier auf einen Teller geben. In derselben Pfanne den zweiten Esslöffel Öl erhitzen, den Knoblauch zugeben und etwa 30 Sekunden braten, bis er intensiv duftet und die Ränder leicht goldgelb werden – dunkelnde Stellen sofort mit reduzierter Hitze verhindern.
- Karotte und die weißen Pak-Choi-Stiele zugeben. Bei recht hoher Hitze 2–3 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis sie weich geworden sind, beim Hineinbeißen aber noch leichten Widerstand bieten; die Ränder dürfen zart bräunen, aber nicht anbrennen.
- Die grünen Pak-Choi-Blätter zugeben und etwa 1 Minute mitbraten, bis sie deutlich zusammenfallen und kräftig grün werden. Das Gemüse soll weich, aber noch elastisch und leicht knackig sein.
- Die abgetropften Reisnudeln und die gebratenen Eier hinzufügen. Sojasauce und nach Wunsch Sesamöl zugießen. Alles 2–3 Minuten bei mittlerer bis höherer Hitze braten und die Nudeln vorsichtig mit einer Zange oder zwei Gabeln anheben und wenden, bis alle Fäden heiß sind und gleichmäßig mit der Sauce überzogen sind.
- Das Gericht mit Pfeffer und bei Bedarf mit etwas zusätzlicher Sojasauce abschmecken – vorher probieren, damit es nicht zu salzig wird. Sofort servieren und mit gehacktem Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln bestreuen – die Nudeln sollen locker, das Gemüse noch leicht knackig sein.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufessen. In der Pfanne mit einem Spritzer Wasser oder etwas zusätzlichem Öl bei mittlerer Hitze vorsichtig aufwärmen, damit die Nudeln nicht austrocknen.
Dieses Nudelgericht mache ich am häufigsten unter der Woche, wenn im Schrank nur noch ein Päckchen Reisnudeln liegt und im Kühlschrank ein einsamer Pak Choi und zwei Karotten. Ich schätze daran, dass vom Anzünden des Herds bis zur Schüssel auf dem Tisch weniger als eine Viertelstunde vergeht.